Oktober 28 2012

52 Wochen 52 Rezepte – Woche 18 (KW 43)

Wie schon angekündigt, nehme ich das Projekt nach einer langen Pause wieder auf.

Dieses Mal schlage ich direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe, denn ich habe das erste Mal selber Apfelmus gemacht. Bisher habe ich lediglich meiner Mutter dabei zugesehen und natürlich das Ergebnis probiert.

Meine Mutter hat von einer Kegelschwester mehrere Kilo Äpfel geschenkt bekommen, hatte aber weder Lust noch Zeit großartig aus den Äpfeln was zu machen. Eigentlich wollte sie nur ein paar Äpfel für einen Kuchen haben. Ich habe ihr dann ca. 10 kg abgenommen und daraus Mus gekocht…

Und so geht’s:

  • Groooooßen Topf auf den Herd stellen. Ich habe einen 10 l-Topf genommen und ca. 1 Handbreit mit Wasser gefüllt.
  • Feines Sieb oder Passiermühle („Flotte Lotte“), sowie eine große Schüssel bereit stellen.
  • Die Äpfel waschen und ungeschält in Stücke schneiden. Ich habe sie ca. geachtelt und das Kerngehäuse grob weggeschnitten. Faule Stellen oder „Mitbewohner“ hatte ich glücklicherweise nicht dabei, sollten welche zu finden sein, natürlich großzügig wegschneiden. 😉
  • Die Apfelstücke in den Topf geben bis dieser gut gefüllt ist.
  • Etwas Zitronensaft hinzugeben. (Damit sie nicht so braun werden.)
  • Den Deckel auf den Topf legen und das Ganze so lange köcheln (ab und zu umrühren!) bis sich die Apfelstücke leicht zerdrücken lassen.
  • Kurz vor Ende der Garzeit mit Zucker, Honig oder anderen Süßungsmitteln abschmecken.
  • Wer möchte, kann jetzt noch Gewürze hinzugeben. Ich habe eine Ladung mit Zimt gemacht und zu der anderen habe ich frische Vanilleschoten (aufgeschnitten) hinzugegeben.
  • Den Topf vom Herd nehmen und neben die Schüssel mit Sieb/ Passiermühle stellen und das Ganze gut durchpassieren.
  • Wer, wie ich, eine Menge Mus hat und es einmachen möchte: Parallel zum Kochen des Mus einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und Einmachgläser sowie die Deckel darin sterilisieren. (Ich lasse sie immer ca. 5 Minuten kochen.) Mit einer Zange aus dem Topf nehmen und auf einem sauberen Geschirrtuch umgedreht abtropfen lassen.
  • Das durchpassierte Apfelmus in die Gläser füllen, den Deckel fest zudrehen und dann auf den Deckel stellen und so erkalten lassen.
  • Wer nur eine Portion macht: Am Besten schmeckt das Apfelmus noch warm. Nom, nom… :

Wir haben das Mus klassisch zu Reibeplätzchen gegessen, man kann daraus aber auch leckere Nachspeisen machen oder als Kuchenzutat verwenden.

Hier noch ein paar Fotos. Ich habe leider nicht genügend Gläser gehabt, deswegen habe ich einiges vom Mus eingefroren. Von der ganzen Menge habe ich leider auch verpasst Fotos zu machen, aber glaubt mir, es ist mehr als genug. 😉

Das ist die 2. Portion Äpfel:

Und hier noch die erste Portion bereits geschnitten:

Damit bin ich auf meiner Liste „101 Dinge in 1001 Tagen“ bei diesen Dingen einen Schritt weiter gekommen:

  • Das Projekt 52 Wochen – 52 Rezepte zu ende bringen
  • Zu jedem Buchstaben des Alphabets etwas herstellen
    (Fotografieren, basteln, nähen, stricken,…) und darüber bloggen.
Oktober 22 2012

101 Dinge in 1001 Tagen

Das Ganze habe ich bei Nenya auf dem Blog gelesen und fühlte mich sofort angesprochen.

Worum geht es?
Man erstellt eine Liste von 101 Dinge, die man immer schon mal gemacht hat, sie aber ständig vergisst, vor sich herschiebt oder sich bisher noch nicht getraut hat.

Was für Aufgaben sollen es genau sein?
Es muss sich um klar definierte und messbare Aufgaben oder Erlebnisse handeln, die vor allem aber auch realistisch sind. Es können klassische “To Do Listen” sein, oder Sachen die man schon immer mal ausprobieren wollte, bestimmte Ziele die man erreichen möchte, usw.

Warum 1001 Tage?
Es geht darum, sich einen realistischen Zeitrahmen zu setzen. 1001 Tage (ca. 2,75 Jahre) eignen sich besser als Zeitrahmen als ein Jahr, da man so längere und Jahresübergreifende Projekte wie beispielsweise längere Auslandsreisen, Studium, etc. besser organisieren kann. So man kann vor allem auch bestimmte Ziele/ Aufgaben auf einen anderen Zeitpunkt verschieben bzw. erneut versuchen wenn es mal nicht passt oder klappt.

Mit viel Nachdenken und Inspiration bei anderen Teilnehmern dieser Aktion habe ich heute ebenfalls meine Liste zusammengestellt. Ihr findet sie oben unter „101 Dinge…“ (bzw. klickt diesen Link einmal an).

Ich würde mich freuen, wenn ihr ebenfalls daran teilnehmt und mir dazu einen Kommentar hinterlasst. Gern könnt ihr mir auch schreiben warum ihr das nicht machen wollt/ könnt/ dürft.

Oktober 13 2012

Erkundung, Teil 1: Theoretisches Vorweg

Nun nehme ich mir zwischendurch ein wenig Zeit mich über meinen neuen Wohnort und hoffentlich meine neue Heimat schlau zu machen.

Klar ist, dass sowohl die Stadt als auch der (eingemeindete) Ort, in dem ich wohne eine lange Geschichte haben.

Fangen wir mit der Stadt an.

Größe
Laut Homepage gab es am 31.12.2011 37.711 Einwohner. Damit ist diese Stadt um einiges größer als der Ort, in dem ich aufgewachsen bin (12.236 Einwohner zum 31.12.2009)  aber weitaus kleiner als die Stadt in der ich vorher gelebt gewohnt habe (117.672 Einwohner zum 31.12.2011).

Geschichte
Unter Kaiser Augustus machten sich die Römer auf, um Germanien zu erobern. Dabei hielten sie sich nah an den Flüssen. Entlang dieser Flüsse, in diesem Fall der Lippe errichteten sie Lager, Kastelle und Häfen. Eines dieser ursprünglichen Militärstandorte wurde „Aliso“ genannt. Der heutige Name „Haltern“ kommt von dem Haupthof Haltern, der einer der ältesten münsterischen Amtshöfe war. Bereits 1289 wurden dem Ort die niederen Stadtrechte verliehen.  Geschichtlich gehört die Stadt zum Münsterland, obwohl sie heute dem Kreis Recklinghausen zugeordnet ist. Wegen der militärisch günstigen Lage wurde die Stadt immer wieder zerstört und fiel an unterschiedliche Herrscher. 1975 dann wurden etliche Gemeinden zu Haltern eingemeindet, unter anderem auch der Ort, in dem ich wohne. 2001 dann kam der Zusatz „am See“ hinzu.

Geographisch
Wasser spielt hier auch wirklich eine große Rolle. Es gibt hier einige Flüsse: Die schon erwähnte Lippe, außerdem befinden sich noch die Stever und der Mühlenbach in der Nähe. Viele Städte in der Umgebung beziehen außerdem ihr Trinkwasser aus den beiden großen Stauseen, die zusammen mit dem großen Waldgebiet auch ein Magnet für Tagesausflügler sind. Ich selber bin vor allem im Sommer früher oft mit dem Rad nach Haltern gefahren.

Zu dem Gelände gehören aber nicht nur Flüsse und Seen, sondern auch ein großes Waldgebiet. Und am Rande desselben wohnen wir seit Kurzem. Das Waldgebiet ist Teil des Naturparks Hohe Mark, mit ca. 1040 Quadratkilometer einer der größten Naturparks in NRW.  Für münsterländische Verhältnisse ist es hier ziemlich bergig. Es gibt einige Erhebungen in der Gegend und wenn man durch den Wald läuft, findet man selten eine wirklich gerade Strecke. Ständig geht es auf und ab. Der höchste „Berg“ hier ist 145,9 m über NN hoch. Eine Höhe, über die die Süddeutschen, die hier ggf. mitlesen sicherlich nur mitleidig lächeln. Für uns „Flachlandtiroler“ stellen einige Hänge aber mit Sicherheit schon eine Herausforderung dar.

Ich persönlich bin immer davon ausgegangen, dass dieses hügelige Waldgebiet künstlichen Ursprungs ist, gerade auch, weil es hier in der Gegend sehr viel Bergbau gibt.  Deswegen war ich überrascht, dass das Gebiet natürlich entstanden ist und zwar handelt es sich dabei um ein eiszeitliches Hügelland, das im Wesentlichen aus Kalk-(Sandstein) besteht. Dies schlägt sich in den Sandstein- und Quarzwerken nieder, die es hier in der Umgebung gibt. Nahegelegene Badeseen zeichnen sich durch einen feinen Sandstrand aus. Leider war ich selbst noch nie dort, werde aber (da frei zugänglich) mal im Winter mein Glück versuchen und mir einen Eindruck verschaffen.

Regionale Versorgung
Definitiv auch ein Bereich, mit dem ich mich immer auseinandersetze. Auch hier möchten wir wieder gern regional kaufen. Was wir bisher gesehen haben, reizt uns aber nicht so sehr. Am vergangenen Sonntag waren wir auf einem eher enttäuschenden Hoffest. Ich hatte wesentlich mehr Selbstgemachtes erwartet und vor allem auch mehr als einen mickrigen Obst-/ Gemüsestand, der nur ein paar Zwetschgen, Möhren und Äpfel angeboten hat. Wenigstens gab es dort einen Stand von einem örtlichen Ziegenhof, der leckeren Ziegenkäse verkauft hat. Da mein Schatz allerdings keine Ziegenprodukte mag, wäre das höchstens mal was für mich. Ansonsten ist uns hier nur ein touristischer Schau-Bauernhof untergekommen, bei dem man hochmoderne Ställe (nebst Inhalt) besichtigen kann um anschließend XXL-Schnitzel und XXL-Bratwürste zu verspeisen. Gern wohl auch mal im Rahmen einer Kaffeefahrt. (Jedenfalls war das früher so.) Das ist nicht das, was wir uns unter „regionaler Versorgung“ vorstellen. Ich hoffe, dass wir hier noch ein paar versteckte Perlen entdecken.

Ich könnte noch einiges mehr schreiben, z.B. über die 100 Schlösser-Route, die dich bei uns vorbeiführt, aber für heute soll es das erst mal gewesen sein. Vielleicht komme ich später wieder darauf zurück.

Oktober 7 2012

Der Schweinepalast – oder: Wenn wir eine größere Wohnung bekommen, bekommen die Schweinchen auch eine

Es hat ein bisschen gedauert von der ersten Idee bis zur Fertigstellung, aber seit einer Woche ist er fertig, der neue Meerschweinchen-Eigenbau, von uns auch liebevoll „Schweinepalast“ genannt. Er steht in unserer neuen Wohnung als Raumteiler zwischen Wohnzimmer und „Flur“.

Und so haben wir ihn gebaut (Achtung, Bilderflut!)

Am Anfang war das schwedische Möbelhaus… 😉 Dort haben wir zwei Expedit-Regale erstanden – und aufgebaut. Im Hintergrund seht ihr den Übergangskäfig:

Die beiden einzelnen Regale haben wir übereinandergestellt, unten haben wir Schubladen und eine Tür eingebaut: 

Im Baumarkt unseres Vertrauens (den mein Freund in den kommenden Tagen so oft aufsuchen musste, dass er schon befürchtet hat, die Angestellten würden ihm das „Du“ anbieten – aber das wussten wir glücklicherweise zu diesem Zeitpunkt noch nicht) haben wir die Materialien erstanden. Im Wesentlichen war das eine Menge Möbelholz in den unterschiedlichsten Größen:

Sowie Bastelglas: 

Eine große Platte (fachgerecht zugesägtes) Möbelholz dient als Rückwand für die beiden übereinandergestapelten Regale und wird mit diesen verschraubt um Stabilität zu erhalten: 

Es werden Trennwände eingezogen, die ebenfalls für Stabilität sorgen und gleichzeitig den geplanten Stauraum teilen: 

Die Grundplatte liegt auf und Rück- sowie Seitenwände sind angebracht. Alles wird mit Schrauben, bzw. Winkeln befestigt: 

Hier noch mal ein Bild von der anderen Seite, noch ohne Seitenwände: 

Vor Kopf haben wir noch ein Regal eingebaut. Wie hier zu sehen ist, wurden die Regalbretter auf eingeschraubte Holzlatten gelegt:

Hier die komplette Ansicht der Kopfseite:

Und so sieht der Eigenbau mit angeschraubten Seitenwänden aus: 

Probeweise einmal mit der zukünftigen Ebene: 

Und der fertig eingerichtete Eigenbau mit eingesetzter Scheibe, Ebene und Hütten. Zum Schutz des Holzes haben wir PVC verlegt, der mit doppelseitigem Klebeband befestigt wurde. Über die Kanten haben wir zusätzlich noch (unbehandelte) Teppichleisten geschraubt, so dass kein Schweinchen auf die Idee kommt, den PVC anzuknabbern. Wenn der Boden durch den Urin irgendwann einmal schäbig geworden ist, kann man die Leisten abschrauben, den Boden herausreißen und durch einen neuen ersetzen. Der Käfig an sich leidet dadurch so gut wie nicht und hält viel länger. Unter dem Käfig ist außerdem noch Stauraum, wie ihr sehen könnt. Hier soll noch ein Vorhang vor:

Und noch mal das seitliche Regal mit den ersten Büchern: Die Kopfseite mit meinen Kochbüchern:  Die erste Fütterung. Leider kommen aktuell nur die „alten“ Schweinchen heraus, die beiden Neuen sind noch sehr scheu:

Insgesamt haben wir zwei Heuraufen an den Wänden befestigt: 

Und hier der Versuch die beiden Neuen zu fotografieren:

Insgesamt haben die Schweinchen nun eine Lauffläche von 2 m x 1 m, sowie die Ebene mit den Maßen 0,5 m x 1 m. Der große Vorteil ist, dass sie hier endlich eine große Lauffläche haben und keine Rampen laufen müssen, wenn sie nicht wollen. An Streu benötigen wir etwas mehr als beim alten Eigenbau, da wir regelmäßig zwischendurch die „Pipiecken“ reinigen. Dafür scheint es, als müssten wir die gesamte Fläche seltener reinigen.