Oktober 30 2013

Ich habe gewonnen! + Kleine Buchrezension

Bevor es mit den drölfzigtausend Beiträgen weitergeht, die ich noch auf meiner Tapetenrolle stehen habe, möchte ich zunächst einen Artikel veröffentlichen, bei dem es mir sehr peinlich ist, dass ich ihn jetzt erst schreibe.

Denn bereits Anfang Mai hat Judith von Tee & Kekse Bücher verlost. Es ist das vorgekommen, was bei mir wirklich nur alle Jubeljahre vorkommt: Ich habe gewonnen! 🙂

Das Buch ist schnell bei mir gewesen und nach dem ersten Durchblättern und der Notiz „Unbedingt einen Beitrag darüber schreiben und sich bedanken!“ ist das Buch dann doch erst einmal im Regal gelandet. Momentan versuche ich, liegengebliebene Dinge zu erledigen, und da fiel es mir wieder in die Hand.

Bevor ich ein Wort über das Buch an sich verliere, bedanke ich mich hiermit herzlich bei Judith. Es tut mir wirklich leid, dass ich mich so lange nicht dazu gemeldet habe.

Nun zum Buch – und hier gibt es erst einmal die Fakten:

Autor: Lydia Klös
Titel: Animal Hats  – Mützen für den Großstadtdschungel
Seiten: 80
Verlag: Topp Verlag
ISBN-13: 9783772463303
Preis:  14,99 €

Los geht es nach einem kleinen Quasi-Vorwort mit einigen Bildern von den vorgestellten Mützen in freier Wildbahn. Die folgende „Grundanleitung einfache Mützen“ ist kurz und knapp und umfasst nicht einmal eine Seite. Zwar werden im hinteren Teil noch einmal Grundlagen des Strickens und des Häkelns bebildert erklärt, für komplette Strickneulinge halte ich es aber dennoch für zu wenig detailliert. Eine solche Einführung gibt es am Anfang eines jeden Abschnittes. Die jeweils vorgestellten Mützen werden aus einer von drei Grundformen gearbeitet:

  1. Einfache Mützen
  2. Mützen mit Ohrenklappen
  3. Schalmützen

Insgesamt gibt es 16 Anleitungen und drei mitgelieferte Stofflabels. Auf den zahlreichen Fotos sieht man die Mützen von vorn oder maximal schräg von der Seite. Das finde ich etwas schade – andererseits: Mützen von hinten schauen vermutlich auch etwas langweilig aus.

Natürlich braucht man eine Portion Mut, sich als Erwachsener mit einer solch ungewöhnlichen Mütze in der Öffentlichkeit zu zeigen, da man mit den Modellen auf jeden Fall auffällt.

Lediglich das Modell „Zebra“ ist meiner Meinung nach etwas dezenter, weil das Gesicht nicht so offensichtlich angebracht ist. Mir gefallen die Anleitungen für die Katze (mit passenden Stulpen, bei denen die Pfotenabdrücke leider aufgenäht und nicht eingestrickt werden), den Koala, den Haushund, das Zebra und den Wolf am Besten.

Ich werde die eine dieser Anleitungen nacharbeiten und mich dann noch einmal zu den Anleitungen selber äußern. Die Gestaltung ist auf jeden Fall ansprechend und das Beilegen von drei passenden Stofflabels eine nette Idee. Ich weiß allerdings nicht, ob ich es mir gekauft hätte, da ich denke, dass man die Anleitungen zur Umsetzung nicht unbedingt benötigt.

(Vorläufiges) Fazit: Hübsches Buch für Menschen, die den Mut zu außergewöhnlichen Kopfbedeckungen haben.

Oktober 28 2013

YulzauberWichteln

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Die wunderbare Amala lädt dieses Jahr zum YulzauberWichteln ein und ich habe mich dafür mal angemeldet. Immerhin habe ich momentan viel Zeit (unfreiwillig) und die will genutzt werden.

Ich bin schon sehr gespannt, wer für mich ausgelost wird und hoffe, dass ich die Wünsche erfüllen kann.

Anmelden kannst du dich noch bis zum 03.11.2013 um Mitternacht.

Oktober 13 2013

Warum ich kein Veganer bin

Nun ist wieder das passiert, was ich vermeiden wollte: Mein Blog lag wieder mal brach. Ich gelobe Besserung, weiß aber – wie immer *hrmpf* – nicht, wie gut ich sie einhalten kann. Mein Versuch dies wieder gutzumachen startet dieses Mal mit einem Thema, dass ich schon seit Monaten formulieren wollte und wo der Text immer nicht gut genug das auszudrücken schien, was ich eigentlich sagen wollte.

Ursprünglich bin ich durch die Blogs von Alexis Solvey und der Flauschglitzerwelt darauf gekommen, dass scheinbar hierzu noch Gesprächsbedarf besteht. Nachdem ich meinen Beitrag dazu x-mal umgeschrieben habe, lag er lange Zeit als Entwurf auf meinem Blog herum. Heute habe ich nun einen Blogeintrag gesehen, der meine Meinung, mein Gefühl zu diesem Thema nahezu vollständig trifft. Karmindra hat ihn verfasst und ich kann ihr nur „Danke“ sagen.

Im Gegensatz zu ihr lebe ich jedoch omnivor, versuche aber häufig vegetarisch oder vegan zu kochen. Ich bin ein Genussmensch (was man leider auch an meiner Figur sehen kann 😉 ) und ich halte nichts davon mich allzusehr selbst zu kasteien. Es gibt Dinge, die tue ich aus ethischen Gründen, aber vegan zu leben gehört für mich nicht mit dazu. Ein Punkt, den Karmindra nicht erwähnt hat, für mich ist z.B., dass Veganer auf Leder verzichten. Aber was nutzen sie stattdessen für Schuhe, Taschen, etc.? – 100% natürliche Materialien wahrscheinlich auch nicht. Vielfach wird es Kunstleder sein. Was genau das eigentlich ist, könnt ihr hier nachlesen. Wer die Kurzfassung lesen will: Es wird unter Zuhilfenahme von Kunststoffen hergestellt, also der bekanntermaßen sehr limitierten Ressource Erdöl. Für mich persönlich ist das ein Grund, diese Produkte zu meiden. Ich trage hingegen lieber Lederschuhe, die ich pflege und die mir daher einige Jahre lang erhalten bleiben.

Natürlich soll jeder so leben, wie er es möchte. Ich bin auch sehr gerne bereit veganes Essen zu probieren. (Leider hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit dazu von einem echten Veganer bekocht zu werden, aber auch wir kochen dann und wann vegan und es schmeckt.) Wenn ich alleine schon die Beiträge bei der zombiekatze anschaue, all diese wunderbaren Fotos, läuft mir das Wasser im Mund zusammen…

Aber wie ernähre ich mich nun? Dazu füge ich hier einige Passagen aus meiner ursprünglichen Beitragsvorlage ein:

Mir ist es Wichtig, dass die Lebens-Mittel (ja, das ist mit Absicht so geschrieben 😉 ) aus möglichst guter Quelle stammen. Dabei stehe ich auch des Öfteren vor dem Dilemma, dass Leo Hickman in seinem (übrigens großartigem) Buch „Fast nackt“ beschrieben hat: Was ist ethisch korrekter? Bio oder Regional? Sind Bio-Mango ethisch korrekter als konventionell angebaute Gurken beim Bauern im Dorf nebenan? Eine schlüssige Antwort habe ich für mich da auch noch nicht gefunden, bis dahin gilt meine übliche Maxime: Die goldene Mitte macht es.

Ich esse nun Fleisch im speziellen aus geschmacklichen und kulturellen Gründen. Es gibt durchaus Fleisch, dass ich nicht esse, Schweinefleisch z.B. Ich mag es nicht, es hat so einen unangenehm scharfen Beigeschmack und kann es verstehen, wenn Menschen aus muslimischen Ländern, Menschen aus westlichen Ländern als „Schweinefleischfresser“ beschimpfen (also nicht das Beschimpfen, sondern die Einstellung dazu). Man riecht es. Mein Freund z.B. isst Schweinefleisch, also haben wir im Kühlschrank öfters Salami, Mettwurst und Co. Wenn ich den Kühlschrank öffne, dann wird mir übel – es riecht wirklich streng. Mein Freund hingegen riecht es nicht.

Das ich Fleisch aus geschmacklichen Gründen esse, bedeutet aber auch, dass ich es – naturgemäß – probieren muss. Dabei gibt es für mich Grenzen des guten Geschmacks. Die berühmten Affenhirne, die man aus den noch lebenden Tieren löffelt sind da ein abstoßendes Beispiel. Die Würde des Tieres muss gewahrt bleiben!

Am Liebsten kaufe ich Lebens-Mittel in Hofläden, auf regionalen Märkten oder im Bioladen.

Dabei stelle ich mich nicht, wie von Distelfliege in ihrem Podcast (es ging um LOHAS) kritisiert, über andere nur, weil sie eben nicht so bewusst konsumieren wie ich. Ich bin auch lange nicht konsequent in dieser Hinsicht. Schon alleine, weil es unser Geldbeutel nicht auf Dauer hergibt. Aber wir versuchen unser möglichstes. Das bedeutet auch, dass es nicht jeden Tag Fleisch zu essen gibt.

Außerdem verzichte ich, soweit praktikabel, auf zu stark verarbeitete Lebensmittel. Das Meiste was wir kaufen sind wirklich „Rohwaren“, also Mehl (ich muss sagen: Eine eigene Getreidemühle wäre mein Traum. In Anbetracht der Preise aber dann doch leider eher Utopie), Eier, Milch, Gemüse, Obst, Fleisch. Fertige Gewürzmischungen mit Geschmacksverstärkern meide ich wo es geht, weil ich z.B. Mononatriumglutamat nicht vertrage. Ich mag aber die Mischungen von Herbaria sehr gerne, allerdings sind die auch Bio.

Wie ich auch schon bei der Flauschglitzwelt geschrieben habe, lege ich Wert auf Naturnähe. Wenn es nötig wäre, würde ich auch einem Huhn, das ich essen möchte, selbst den Kopf abschlagen. Allerdings gibt es viele Menschen, die das besser können und das Huhn damit wenigstens schnell stirbt. Deswegen (und mangels eigener Nutztiere) überlasse ich es eben diesen Menschen.

Also: Jeder wie er will und mit offenen Augen und offenem Herzen durch die Welt gehen, nur dann entdeckt man Neues.