November 17 2013

Mit allen Sinnen…

Die Zombiekatze wirft auf ihrem Blog ein Stöckchen in die Internetwelt, dass ich sehr schön finde, und es deswegen auffange. (Und mal wieder was schreibe, dass schnell geht *auf die unfertigen Entwürfe schiel*)

Nenne die 5 (gerne auch mehr) Dinge, die du am liebsten…

…hörst:

  • Das Muigen meiner Meerschweinchen
  • Das Prasseln von Regen auf die Dachfenster
  • Vogelgezwitscher am Morgen
  • Musik, bei der man laut (und falsch) mitsingen kann
  • Blätterrauschen im Wald

…riechst:

  • Frühlingswald im Sonnenschein, nach einem Regenguss
  • Frisches Heu
  • Bücher
  • Das Parfum meines Schatzes
  • Seltsam aber wahr: Den Geruch, der beim Schweißen entsteht
  • Der Duft von Lagerfeuer, Kachelofen und Kamin

…schmeckst:

  • Schokolade
  • Honig
  • Kürbissuppe
  • Ich gestehe jetzt etwas, dass eigentlich nur mein Schatz und mein engster Familienkreis weiß: Gefrorene Pommes
  • Selbst angebaute und frisch geerntete Tomaten
  • Den Geschmack von See und Meer
  • Englischen Tee

…siehst:

  • Grüne Dinge
  • Buchstaben, die sich vor den eigenen Augen in Wörter, Sätze, Geschichten, andere Welten verwandeln
  • Meine Meerschweinchen 😉
  • Sonnenstrahlen die durch Nebelschwaden brechen
  • Felder mit reifem Korn in der Sommerhitze

…fühlst:

  • In ein frisch bezogenes Bett sinken
  • Schweinefüßchen auf der Hand
  • Brotteig der geknetet werden will
  • Mit bloßen Händen in der Erde graben
  • Stricknadeln und schöne Wolle
  • Buchseiten

Es gibt bestimmt noch so viele Dinge mehr, aber gerade will mir nicht mehr einfallen.

Was berührt deine Sinne?

November 12 2013

Buchstatistik Mai – Oktober 2013

Ui, schon lange her. Dann reiche ich mal die Bücher der letzten Monate nach:

Mai 2013

Gelesene Bücher: 4
Gesamtanzahl der Seiten: 1920
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 480
Deutschsprachig: 4
Englischsprachig: 0
Kürzestes Buch: Alle waren gleich lang: 480 Seiten
Längstes Buch:  Alle waren gleich lang: 480 Seiten

Juni 2013

Gelesene Bücher: 2
Gesamtanzahl der Seiten: 704 Seiten
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 352
Deutschsprachig: 2
Englischsprachig: 0
Kürzestes Buch: Ian Rankin – Wolfsmale (320)
Längstes Buch:  Ian Rankin – Ehrensache (384)

Juli 2013

Gelesene Bücher: 4
Gesamtanzahl der Seiten: 1046
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 262
Deutschsprachig: 4
Englischsprachig: 0
Kürzestes Buch: Die drei ??? – House of Horrors – Haus der Angst (124)
Längstes Buch:  Brom – Der Kinderdieb(656)

August 2013

Gelesene Bücher: 4
Gesamtanzahl der Seiten: 1759
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 440
Deutschsprachig: 3
Englischsprachig: 1
Kürzestes Buch: Mark Haddon – the curious incident of the dog in the night-time (226)
Längstes Buch:  Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit (800)

September 2013

Gelesene Bücher: 4
Gesamtanzahl der Seiten: 1095
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 274
Deutschsprachig: 3
Englischsprachig: 1
Kürzestes Buch: Lothar-Andreas Hotze – Schilddrüse: Mehr wissen besser verstehen: Der Weg zur sicheren Diagnose und den besten Therapien (199)
Längstes Buch: Jonathan L. Howard – Johannes Cabal – Seelenfänger (384)

Oktober 2013

Gelesene Bücher: 1
Gesamtanzahl der Seiten: 288
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 288
Deutschsprachig: 0
Englischsprachig: 1
Kürzestes Buch: Maggie Sefton – Knit one, kill two (288)
Längstes Buch:  Maggie Sefton – Knit one, kill two (288)

Und natürlich noch die kumulierten Werte Januar 2013 – Oktober 2013:

Gelesene Bücher: 31
Gesamtanzahl der Seiten: 11016
Durchschnittliche Seitenzahl (gerundet): 356
Deutschsprachig: 25
Englischsprachig: 6
Kürzestes Buch: Christoph Marzi – Du glaubst doch an Feen, oder? (102)
Längstes Buch: Peter V. Brett – Das Lied der Dunkelheit (800)

November 10 2013

Zwei rechts, zwei links, eine fallen lassen

… so beschreiben lustige Menschen, die keine Ahnung von der Materie haben, oft den Vorgang des Strickens.

Das es viel mehr Möglichkeiten gibt (und das man nur in Ausnahmefällen absichtlich eine Masche fallen lassen sollte) brauche ich euch ja nicht zu erzählen. Wohl ist mir aber aufgefallen, dass ich oft Nadeln in der Hand habe, hier aber selten zeige, was da so entsteht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich ein sogenannter „Prozessstricker“ bin, im Gegensatz zu einem „Ergebnisstricker“. Wie der Name schon sagt, geht es mir ums tun. Ich beschäftige gern meine Hände, lenke mich ab, mache ein wenig „Strickmeditation“. Ist das Projekt fertig, liegt es aber unter Umständen länger herum ohne benutzt zu werden, weil es noch gewaschen werden müsste, oder gespannt, oder die Fäden vernäht werden müssten, oder oder oder. Aber eigentlich habe ich schon längst wieder was Neues auf den Nadeln und das fertig gestrickte rückt gedanklich irgendwie in den Hintergrund.

Dazu kommt auch noch, dass ich nicht die schnellste Strickerin bin. Ein größeres Teil kann also schon mal mehrere Monate zur Fertigstellung benötigen. Manchmal lege ich es auch zur Seite und mache erst etwas anderes, so dass aus den Monaten auch schon mal ein Jahr werden kann.

Da ich momentan (unfreiwillig) viel Zeit habe, habe ich es aber endlich geschafft, einige Dinge komplett fertigzustellen – mit Waschen und Vernähen – sowie zu fotografieren und meine ravelry Projektseite zu aktualisieren. Für alle, die keine Lust haben dort nachzuschauen, oder die dort nicht angemeldet sind, zeige ich euch mal, was ich so in den vergangenen Monaten gemacht habe:

Die Designs von Martina Behm gefallen mir (fast) alle sehr gut. Leider habe ich bisher nur eine Anleitung von ihr verwendet (aber das soll sich jetzt bald ändern – ich werde berichten) und das ist diese hier:

Hitchhiker03

Geradezu ein Klassiker von Martina Behm; der Hitchhiker. Benannt nach eben dem Buch, hat er genau 42 Zacken. 🙂 Gemacht ist er aus Sockenwolle von Bärengarn mit einem Baumwollanteil. Er kratzt mich trotzdem am Hals, aber mit einem Rollkragenpullover darunter lässt er sich prima tragen und hält schön warm. Er wird schräg gestrickt und demnach ziehen sich die letzten Reihen schon ziemlich. Aber ich bin mir sicher, dass ich davon irgendwann noch ein Exemplar stricken werde.

Da ich schnell am Hals friere und dann im Handumdrehen Halsschmerzen bekomme, habe ich eine große Auswahl an Schals und Tüchern für die kältere und kalte Jahreszeit. Einen, den ich sehr gern trage, ist ein Rundschal, der Twisted Rib Neckwarmer. Natürlich in Grün aber leider aus 100% Polyacryl. Ich wollte die Wolle mal testen, vor allem, da sie als superweich angepriesen wurde. Wie sollte es anders sein? – Sie piekst mich ebenfalls. Scheinbar geht nur Baumwolle bei mir, aber die ist dafür nicht geeignet, da schwer und unflexibel. Die Farbe hingegen gefällt mir sehr gut und warm hält er auch. Eben nur wieder mit etwas darunter.

2013-10-11-Twisted Rib Neckwarmer01

Als Nächstes möchte ich euch zeigen, was ich meiner Schwiegermutter in Lauerstellung letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt habe:

Ein Mal einen Schal, der auch mit dem Muster vom Twisted Rib Neckwarmer aus handgefärbter Sockenwolle von Tinkus und grauer Sockenwolle, deren Name ich gerade vergessen habe, gestrickt wurde:

Twisted Rib Neckwarmer ScarfUnd einmal den Spiral Staircase Shawl, ebenfalls aus der selbstgefärbten Wolle von Tinkus:

Spiral Staircase Shawl02Leider habe ich erst später erfahren, dass sie gar kein Pink mehr trägt, sondern lila. Dementsprechend habe ich nie gesehen, dass sie einen von beiden Schals getragen hat. Was für mich heißt: Die Mühe kann ich mir sparen. Selbstgemachtes verschenke ich nicht mehr.

Meine letzten beiden – oder vielmehr drei Werke sind dann wieder für mich gewesen:

Der Buttercup aus Geilsk Bomuld og uld, ebenfalls von Tinkus, sowie Handstulpen aus dem Restgarn:

Buttercup01Und dazu ist noch mein ewiges Stricktreff-Projekt fertig geworden:

EasyLaceStole02Die Easy Lace Stole aus gut abgelagerter Lana Grossa Lace Merino Print.

Selbstverständlich habe ich danach direkt wieder etwas angefangen. Ein Tuch, das bereits fertig ist, aber noch gewaschen und gespannt werden muss. Und selbstverständlich sind auch noch einige Fäden zu vernähen. Mal schauen, wann ich das alles schaffe… 😉

Auf den Nadeln habe ich seit gestern einen zweiten Revontuli, da mir der erste leider kaputt gegangen ist und ich das auch nicht mehr reparieren kann. Geplant ist dann noch ein weiteres Tuch von Martina Behm und aus grüner Merinowolle ein weiterer Raglanpullover. (Nicht, das der erste schon fertig wäre *hust* ). Danach hätte ich gern eine dicke, kuschelige Winterjacke, überlege aber noch, welches Garn passend und bezahlbar wäre. Ihr seht also, ich habe immer etwas zu tun. Aber das ist ja auch Teil des Spaßes an diesem Hobby. 😉

Wenn es euch interessiert, berichte ich gern so regelmäßig wie möglich über meine (Strick-) Projekte.

November 8 2013

Warum ich kein Veganer bin – Nachtrag

Bei meinem ersten Beitrag dazu hat Amala folgendes geschrieben:

mich irritiert in dieser ganzen diskussion immer das wort “natürlich” (oder “naturnah”). wie natürlich ist eine zentralheizung?

ich verstehe auch nicht recht, woher das bedürfnis kommt, daß nicht-vegan lebende menschen sich dafür rechtfertigen, sich erklären. wenn es für dich ok ist, dich omnivor zu ernähren und lederschuhe zu tragen, dann ist doch die meinung anderer völlig egal.

peace!

Eins vorweg: Amala, du hast Recht. Immerhin leben wir nicht in einer natürlichen Welt, sondern in einer, die wir selbst so stark verändert und angepasst haben, wie nie ein Lebewesen vor uns auf diesem Planeten. Alles um uns herum ist auf irgendeine Art und Weise künstlich, sei es das Haus, in dem wir leben (mit Zentralheizung 😉 ) ,  die von uns gezüchteten Tiere, die wir (also einige zumindest) essen oder auch das Obst und Gemüse, dass wir aus Gärten oder von Feldern ernten.

Deswegen ist das Wort „natürlich“ im Zusammenhang mit Ernährung wohl nicht ganz das Richtige für das, was ich eigentlich meine. Vielleicht würde „unverarbeitet“ besser passen?! Denn eigentlich geht es für mich im Wesentlichen um so Dinge wie z.B. Margarine, Vleisch und andere stark verarbeitete Nahrungsmittel. Im Bereich Kleidung und auch bei Haushaltswaren kritisiere ich eher den Bereich „Nachhaltigkeit“. Es will nicht so recht in meinen Kopf, warum man unbedingt Waren konsumiert, die aus einer endlichen Ressource, nämlich Erdöl, gemacht werden, wenn es doch nachhaltigere Möglichkeiten gibt (Eben z.B. Leder). Natürlich kommt hier wieder der Tierschutzaspekt – ich sehe es auch so, dass die Tierhaltung heute zum allergrößten Teil untragbar ist. Ich denke, wir kennen alle die Bilder, der eine oder andere war vielleicht schon mal selbst in einer Halle mit Käfighühnern, Mastschweinen etc. – Meine Sicht ist nur diese: Tiere haben sich uns vor vielen, vielen Jahrtausenden den Menschen angeschlossen weil sie einen Vorteil davon hatten: Schutz, Pflege, Versorgung. Im Gegenzug dazu wurden sie irgendwann getötet und aufgegessen. Bis dahin hatten sie aber ein gutes Leben und der Fortbestand der Art war ebenfalls gesichert. Es ist also eine Art Symbiose, ein Geben und Nehmen. Deswegen ist es für mich persönlich (tja, da ist es wieder…) „natürlich“. Das wir den Respekt vor diesen Lebewesen verloren haben, ist mir – wie gesagt – durchaus bewusst. Deswegen macht es für mich einen Unterschied ob ich (wie eine Bekannte vor Jahren mal sagte) „anonyme Tierleichen“ aus dem Supermarkt kaufe von gequälten Tieren, die ihr Leben lang kein natürliches Sonnenlicht gesehen haben, oder vom Bauern in der Gegend oder eben von einem Betrieb, bei dem kontrolliert wird, wie die Tiere dort leben. Dafür muss es eben auch nicht Bio sein, solange man dem „Erzeuger“ (seltsames Wort… ) trauen kann.

Ich bin ein Freund der goldenen Mitte. Es heißt also nicht, dass ich denke oder gar fordere „Benutzt ab sofort keine Plastikdosen mehr“ oder „Nieder mit den Plastikschuhträgern“ 😉 und auch ich verwende diese „bösen“ Materialien, kaufe dann und wann industriell vorgefertigte Waren (Blätterteig selbst machen? Never ever!) aber ich würde mich nicht für eine Lebensweise entscheiden wollen, in der ich auf eine verarbeitete Möglichkeit zurückgreife, wenn doch ohne großen Aufwand auf eine unverarbeitete zurückgreifen kann. Auch möchte ich mich nicht unbedingt rechtfertigen, sondern einfach nur meine Sicht der Dinge erklären. Wie gesagt: Ich bin offen für Vieles und würde wahnsinnig gern mal so richtig in Echtigkeit (wie man hier sagt 😉 ) vegan essen.

Es liegt mir fern jemandem meine Meinung oder meinen Lebensentwurf aufdrücken zu wollen und ich weiß, ich bin da ein Träumer, aber ich erwarte das auch von anderen. Das fängt bei den Zeugen Jehovas an, die mir ihren geistigen Lebensentwurf „verkaufen“ möchten und geht über viele Lebensbereiche eben bis hin zur Ernährung oder auch dem Kauf von Wolle. Leider sehen das andere Menschen anders und man wird schon dann und wann nicht für voll genommen, abwertend behandelt oder einfach abgekanzelt mit „die hat ja eh keine Ahnung“. Und das finde ich schade. Wir könnten alle so viel voneinander lernen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich meine Gedanken wirklich so wiedergegeben habe, wie ich es wollte – also schreibt mir gerne wenn euch Sachen unklar sind, wenn ihr Ergänzungen habt, wenn ihr etwas anders seht (und warum) und natürlich auch gern, wenn ihr etwas so seht wie ich. 🙂