{"id":450,"date":"2012-10-13T11:19:43","date_gmt":"2012-10-13T11:19:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.yggdrasils.de\/?p=450"},"modified":"2018-05-25T11:04:52","modified_gmt":"2018-05-25T09:04:52","slug":"erkundung-teil-1-theoretisches-vorweg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.yggdrasils.de\/?p=450","title":{"rendered":"Erkundung, Teil 1: Theoretisches Vorweg"},"content":{"rendered":"<p>Nun nehme ich mir zwischendurch ein wenig Zeit mich \u00fcber meinen neuen Wohnort und hoffentlich meine neue Heimat schlau zu machen.<\/p>\n<p>Klar ist, dass sowohl die Stadt als auch der (eingemeindete) Ort, in dem ich wohne eine lange Geschichte haben.<\/p>\n<p>Fangen wir mit der Stadt an.<\/p>\n<p><strong>Gr\u00f6\u00dfe<\/strong><br \/>\nLaut Homepage gab es am 31.12.2011 37.711 Einwohner. Damit ist diese Stadt um einiges gr\u00f6\u00dfer als der Ort, in dem ich aufgewachsen bin (12.236 Einwohner zum 31.12.2009) \u00a0aber weitaus kleiner als die Stadt in der ich vorher <del>gelebt<\/del> gewohnt habe (117.672 Einwohner zum 31.12.2011).<\/p>\n<p><strong>Geschichte<\/strong><br \/>\nUnter Kaiser Augustus machten sich die R\u00f6mer auf, um Germanien zu erobern. Dabei hielten sie sich nah an den Fl\u00fcssen. Entlang dieser Fl\u00fcsse, in diesem Fall der Lippe errichteten sie Lager, Kastelle und H\u00e4fen. Eines dieser urspr\u00fcnglichen Milit\u00e4rstandorte wurde &#8220;Aliso&#8221; genannt. Der heutige Name &#8220;Haltern&#8221; kommt von dem Haupthof Haltern, der einer der \u00e4ltesten m\u00fcnsterischen Amtsh\u00f6fe war. Bereits 1289 wurden dem Ort die niederen Stadtrechte verliehen.\u00a0 Geschichtlich geh\u00f6rt die Stadt zum M\u00fcnsterland, obwohl sie heute dem Kreis Recklinghausen zugeordnet ist. Wegen der milit\u00e4risch g\u00fcnstigen Lage wurde die Stadt immer wieder zerst\u00f6rt und fiel an unterschiedliche Herrscher. 1975 dann wurden etliche Gemeinden zu Haltern eingemeindet, unter anderem auch der Ort, in dem ich wohne. 2001 dann kam der Zusatz &#8220;am See&#8221; hinzu.<\/p>\n<p><strong>Geographisch<\/strong><br \/>\nWasser spielt hier auch wirklich eine gro\u00dfe Rolle. Es gibt hier einige Fl\u00fcsse: Die schon erw\u00e4hnte Lippe, au\u00dferdem befinden sich noch die Stever und der M\u00fchlenbach in der N\u00e4he. Viele St\u00e4dte in der Umgebung beziehen au\u00dferdem ihr Trinkwasser aus den beiden gro\u00dfen Stauseen, die zusammen mit dem gro\u00dfen Waldgebiet auch ein Magnet f\u00fcr Tagesausfl\u00fcgler sind. Ich selber bin vor allem im Sommer fr\u00fcher oft mit dem Rad nach Haltern gefahren.<\/p>\n<p>Zu dem Gel\u00e4nde geh\u00f6ren aber nicht nur Fl\u00fcsse und Seen, sondern auch ein gro\u00dfes Waldgebiet. Und am Rande desselben wohnen wir seit Kurzem. Das Waldgebiet ist Teil des Naturparks Hohe Mark, mit ca.\u00a01040 Quadratkilometer einer der gr\u00f6\u00dften Naturparks in NRW. \u00a0F\u00fcr m\u00fcnsterl\u00e4ndische Verh\u00e4ltnisse ist es hier ziemlich bergig. Es gibt einige Erhebungen in der Gegend und wenn man durch den Wald l\u00e4uft, findet man selten eine wirklich gerade Strecke. St\u00e4ndig geht es auf und ab. Der h\u00f6chste &#8220;Berg&#8221; hier ist\u00a0145,9 m \u00fcber NN hoch. Eine H\u00f6he, \u00fcber die die S\u00fcddeutschen, die hier ggf. mitlesen sicherlich nur mitleidig l\u00e4cheln. F\u00fcr uns &#8220;Flachlandtiroler&#8221; stellen einige H\u00e4nge aber mit Sicherheit schon eine Herausforderung dar.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bin immer davon ausgegangen, dass dieses h\u00fcgelige Waldgebiet k\u00fcnstlichen Ursprungs ist, gerade auch, weil es hier in der Gegend sehr viel Bergbau gibt. \u00a0Deswegen war ich \u00fcberrascht, dass das Gebiet nat\u00fcrlich entstanden ist und zwar handelt es sich dabei um ein eiszeitliches H\u00fcgelland, das im Wesentlichen aus Kalk-(Sandstein) besteht. Dies schl\u00e4gt sich in den Sandstein- und Quarzwerken nieder, die es hier in der Umgebung gibt. Nahegelegene Badeseen zeichnen sich durch einen feinen Sandstrand aus. Leider war ich selbst noch nie dort, werde aber (da frei zug\u00e4nglich) mal im Winter mein Gl\u00fcck versuchen und mir einen Eindruck verschaffen.<\/p>\n<p><strong>Regionale Versorgung<\/strong><br \/>\nDefinitiv auch ein Bereich, mit dem ich mich immer auseinandersetze. Auch hier m\u00f6chten wir wieder gern regional kaufen. Was wir bisher gesehen haben, reizt uns aber nicht so sehr. Am vergangenen Sonntag waren wir auf einem eher entt\u00e4uschenden Hoffest. Ich hatte wesentlich mehr Selbstgemachtes erwartet und vor allem auch mehr als einen mickrigen Obst-\/ Gem\u00fcsestand, der nur ein paar Zwetschgen, M\u00f6hren und \u00c4pfel angeboten hat. Wenigstens gab es dort einen Stand von einem \u00f6rtlichen Ziegenhof, der leckeren Ziegenk\u00e4se verkauft hat. Da mein Schatz allerdings keine Ziegenprodukte mag, w\u00e4re das h\u00f6chstens mal was f\u00fcr mich. Ansonsten ist uns hier nur ein touristischer Schau-Bauernhof untergekommen, bei dem man hochmoderne St\u00e4lle (nebst Inhalt) besichtigen kann um anschlie\u00dfend XXL-Schnitzel und XXL-Bratw\u00fcrste zu verspeisen. Gern wohl auch mal im Rahmen einer Kaffeefahrt. (Jedenfalls war das fr\u00fcher so.) Das ist nicht das, was wir uns unter &#8220;regionaler Versorgung&#8221; vorstellen. Ich hoffe, dass wir hier noch ein paar versteckte Perlen entdecken.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte noch einiges mehr schreiben, z.B. \u00fcber die 100 Schl\u00f6sser-Route, die dich bei uns vorbeif\u00fchrt, aber f\u00fcr heute soll es das erst mal gewesen sein. Vielleicht komme ich sp\u00e4ter wieder darauf zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun nehme ich mir zwischendurch ein wenig Zeit mich \u00fcber meinen neuen Wohnort und hoffentlich meine neue Heimat schlau zu machen. Klar ist, dass sowohl die Stadt als auch der (eingemeindete) Ort, in dem ich wohne eine lange Geschichte haben. Fangen wir mit der Stadt an. Gr\u00f6\u00dfe Laut Homepage gab es am 31.12.2011 37.711 Einwohner. 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