Urlaubsimpressionen – Teil 7: Mehr Schein als Sein

Da waren wir also in Newcastle-upon-Tyne. Unser Hotel sah protzig aus, nicht zuletzt wegen der Säulen am Eingang und dem Rolls Royce Phantom vor der Tür. Die Dame an der Rezeption blieb zwar typisch britisch-höflich, aber das wir da mit unseren Jeans und Pulli nicht zwischen den Business-Leute passten, fiel sofort ins Auge. Das Ambiente war gediegen und wir machten, dass wir auf unser Zimmer kamen. Nach dem ersten “Wow-Moment” kam dann aber die Ernüchterung. Das Hotel war so, wie der größte Teil der Stadt: Irgendwann wars mal schön, aber wenn man nichts pflegt und mal renoviert, dann sieht es nach all den Jahren… ranzig aus.

Als wir unsere Urlaubsfotos das erste Mal durchgeschaut haben, waren wir überrascht, wie gut alles doch auf den Fotos von Newcastle ausgesehen hatte. In der Tat sieht man nicht die abgeblätterten Ecken, die Kaugummis, die überall klebten, den Müll der oft herumlag und man riecht auch nicht die vielen Menschen, die sich in allen möglichen Ecken und Winkeln erleichtert hatten. Für uns war es okay, sich die Stadt mal angeschaut zu haben, zumal wir ein wirklich tolles Restaurant gefunden haben, aber noch mal müssen wir nicht dort hin. Positiv sei zu vermerken, dass sich etwas tut. An vielen Ecken wird gebaut und renoviert und der Bereich um die Universität und auch Blackfriars sind echte Oasen der Wohltat in der Stadt. Bezeichnend fanden wir auch, dass in dem Prospekt in unserem Hotelzimmer als größte Attraktion der Stadt das riesige Einkaufszentrum genannt wurde. Und wirklich: Wir haben fast einen ganzen Tag dort zugebracht, aber mehr aus der Not heraus, weil wir sonst schon so ziemlich alles abgeklappert hatten.

Schade eigentlich, aber eine Übernachtung hätten wir uns da mindestens sparen können.

Eine positive Überraschung war der Bereich um Blackfriars, eines alten Klosters, von dem aber nur noch einige Fundamente und ein Wirtschaftsgebäude stehen. Der Innenhof war geradezu idyllisch und man konnte vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet.

Falls es euch also mal irgendwann dorthin verschlagen sollte: Schaut euch das Kloster an und geht unbedingt im Restaurant essen. – Wenn ihr überlegen solltet extra dort hinzufahren: Tut es nicht.

Und wie immer noch ein paar Impressionen. Wie gesagt, auf den Fotos sieht es ganz schön aus, das Wetter hat sicherlich auch einen großen Teil dazu beigetragen.

Collage Newcastle

Ein Gedanke zu „Urlaubsimpressionen – Teil 7: Mehr Schein als Sein

  1. Amala Krähenfeder

    schade, daß ihr die stadt so siffig empfunden habt, aber ich muß sagen, daß mir england insgesamt sehr viel mülliger vorgekommen ist als ich das hier aus unserer region kenne und auch als ich es in erinnerung hatte…

    Antworten

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