Balkongarten, Klappe die Zweite!

Nachdem wir letztes Jahr Pech mit unseren Pflanzen hatten (echter + falscher Mehltau auf den Gurken, Blattläuse und Spinnmilben auf der Petersilie und Trauermücken haben mir Thymian und Lavendel weggefressen), gibt es dieses Jahr einen neuen Anlauf für meinen Traumbalkon.

Ich habe über den Seedhub bei Facebook mit ringelmiez Saaten getauscht und für meine letzten Lavendelsamen wundervolle Tomatensamen erhalten.

Außerdem versuche ich es noch mal mit Gurken, Basilikum (andere Sorte) und Thymian, sowie mit Schnittlauch und Rosmarin. Jetzt fehlt mir nur noch eine schöne Minzpflanze, mehr möchte ich dieses Jahr nicht an Nutzpflanzen auf den Balkon stellen.

In die Kästen, in denen letztes Jahr Rucola und Salat standen, kommt in diesem Jahr eine bunte Blumenmischung “Bienenweide”. Imkern in der Großstadt ist wohl immer mehr im Kommen (z. B. der Arbeitgeber meines Schatzes hat mehrere Bienenstöcke auf dem Dach des Firmengebäudes) während es auf dem Land mit der Unterstützung der Honig- und Wildbienen immer noch schlechter aussieht, wie ein Bericht aus der SZ aufzeigt:

Es braucht wieder mehr Bienen auf dem Land. Nur: “Damit sich wirklich etwas ändert, müssten die Bedingungen für sie dort verbessert werden”, sagt Friedrich. Weniger Pestizide, ein besseres Nahrungsangebot, ökologische Vorrangflächen – das sind nur einige Punkte. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/leben/urban-beekeeping-honig-vom-balkon-1.1948605 )

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich werde heute die Tomaten- und Gurkenpflanzen umtopfen, da sie für ihre Mini-Anzuchtschale nun wirklich viel zu groß sind. Ich mag allerdings keine Kokosquelltöpfe o.ä. kaufen und deswegen falte ich die Töpfchen aus Zeitungspapier, nach dieser Anleitung. Der Vorteil ist, dass ich die kostenlosen Zeitungen, die immer ungefragt in unserem Briefkasten landen nicht wegwerfen muss (bzw. nur die Hochglanzbroschüren im Mittelteil) und ich außerdem auch kein Extrageld für Töpfe ausgebe. Wenn die Pflanzen dann in ihr endgültiges Zuhause kommen, ziehe ich die Zeitungspapiertöpfe einfach vom Wurzelballen herunter oder topfe alles zusammen ein. Das Papier verrottet nämlich wunderbar.

Wie immer bin ich natürlich auf eure Meinung und eure Erfahrungen gespannt.

2 Gedanken zu „Balkongarten, Klappe die Zweite!

  1. Valo

    Erfahrungen mit der Imkerei habe ich nicht, aber ich kann zumindest vermelden, daß hier in unserer Region sehr viele unterschiedliche Arten Wildbienen unterwegs sind und daß viele Leute imkern. Für die Wildbienen werden hier auch Unterkünfte errichtet.

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    1. yggdrasil Beitragsautor

      Das ist doch mal eine gute Nachricht. Es ist also nicht überall in Deutschland so. Finde ich gut.
      Hier sieht es leider anders aus. Maisfeld reiht sich an Weizenfeld reiht sich an Maisfeld. Früher wurde hier auch Anderes angebaut, aber davon habe ich in den letzten Jahren leider nichts mehr gesehen. Die fürs Münsterland typischen Hecken zwischen den Feldern gibt es zwar noch, aber Blumen sehe ich dort auch nirgendwo. Ich wollte immer noch Fotos gemacht haben, damit ihr mal einen Eindruck bekommt, bin aber nicht dazu gekommen. Vielleicht schaffe ich es ja “irgendwann” mal.
      In der unmittelbaren Nachbarschaft gibt es auch kaum Blumen in den Gärten, nur akkurat gestutzter Rasen mit Lebensbaum-Hecken. Unser Balkon ist hier eine echte Ausnahme.

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