Mai 19 2012

Monsanto hat wieder zugeschlagen

Vor einigen Tagen habe ich auf dem Blog von Dryade mit Erschrecken gelesen, dass die Saatgutfirma “Kiepenkerl” von dem Saatgutkonzern “Monsanto” aufgekauft wurde!

Kiepenkerl Saatgut findet sich in so ziemlich jedem deutschen Bau-, Garten- und oft auch Supermarkt. Meine Eltern hatten früher einen Garten mit Gemüse aus Samen von Kiepenkerl, ich selbst habe das Saatgut gern gekauft, als ich noch die Möglichkeit hatte, etwas selbst anzubauen.

Die taz hat auch einen Artikel über die Übernahme von Kiepenkerl durch Monsanto geschrieben.

Aber warum klingt das jetzt alles so negativ?

Monsanto wird seit etlichen Jahren als der “böse Bube” des Gartenbaus und der Landwirtschaft gehandelt. Der Konzern nutzt seine “Allmachtsstellung” aus und verkauft jede Menge genmanipuliertes Saatgut. Z.B. gibt es da den berühmt-berüchtigten Mais Mon810, der auch in dem oben verlinkten taz-Artikel genannt wird. Im Zusammenhang mit Monsanto wird auch immer wieder Percy Schmeiser genannt. Hierbei handelt es sich um einen kanadischen Landwirt, der auf seinen Feldern Pflanzen aus dem Saatgut von Monsanto fand. Dieses Saatgut hatte er nie selbst ausgebracht, er wurde trotzdem von Monsanto wegen Verletzung des Patentrechtes verklagt! Einen Wikipedia-Artikel dazu findet ihr hier.

Vor einigen Jahren ist auch ein Film dazu herausgekommen. Leider habe ich diesen noch nicht gesehen, er steht aber definitiv noch auf meiner Tapetenrolle Liste. Hier gibts den Link. (Noch so ein Konzern, ich weiß – aber ich bin noch auf der Suche nach Alternativen zum Bestellen…)

We feed the world” hingegen habe ich damals im Kino gesehen und auch hier wird das Thema Monsanto angesprochen – und das nicht gerade positiv.

Die Konsequenz für mich ist jetzt einfach noch genauer hinzuschauen. Auch wenn ich mit der Qualität von Kiepelkerl bisher zufrieden war, werde ich zukünftig möglichst kein Saatgut und auch Setzlinge mehr von dieser Firma kaufen. Momentan stellt sich diese Situation für mich nicht, aber ich suche dennoch schon mal nach Alternativen – die hoffentlich existieren…

Mai 17 2012

*hibbel*

Your order #291xx has been shipped!

Tree of Life

Curls and Swirls 

Lovely circle stone-set 

Princess Tiara Dangle

Unique circular swirl

Ja, ja – ich weiß. Kein Geld haben, aber Haarspielzeug bestellen… Ich schäme mich auch. Ein bisschen wenigstens. Momentan überwiegt aber das Herumhibbeln. Wie lange das Päckchen wohl braucht?

(Im Übrigen habe ich bei einer Free Shipping-Aktion bestellt und dazu noch einen Gutschein-Code in die Finger bekommen, mit dem man die 5. Flexi gratis dazubekommt. Jetzt hoffe ich nur, dass die Größe XL für Dutts passt. M ist mir nämlich viel zu klein. Wenn nicht, gibt es demnächst wohl Flexis in XL zu verkaufen und ich muss auf die nächste Free Shipping-Aktion warten…)

Für was, was andere Leute total unnötig finden, gebt ihr Geld aus?

Mai 12 2012

Haare – Stand der Dinge

Irgendwie komme ich momentan nicht vom Thema Haare los, aber ich hatte ja versprochen, ein Update zu geben wenn ich die Khadi-Produkte getestet habe.

Das Öl habe ich nun bereits drei Mal benutzt. Zwei Mal für eine Ölkur und einmal für die Spitzenpflege.  Der Geruch ist sehr kräuterlastig, ein bisschen eine Mischung aus Erkältungsmittel und Tierarzt. Letzteres wohl durch den Kampfer-Anteil bedingt. Wer also Kräutergeruch mag, der wird das Vitalisierende Haaröl mögen. Der Geruch hält sich ein bisschen, schwächt sich aber relativ schnell (ca. nach 1/2 – 1 Stunde) ab.

Die Flasche geht beim ersten Mal ein bisschen schwer zu öffnen, habe ganz schön herumgefummelt, bis ich den Verschluss abbekommen hatte.  Aber gut, dass ist ja nur einmal und danach hat man längere Zeit in der die Handhabung gut und einfach ist.

Das Öl lässt sich gut verteilen, bleibt aber nicht an Ort und Stelle, sondern verteilt sich nach und nach selbst weiter. Ich würde sagen, es ist mittel spreitend. Der Pflegeeffekt ist durchaus vorhanden, aber für mich ist es jetzt nicht der heilige Gral der Haarpflege. Trotzdem mag ich es bisher und würde mir nach dem jetzigen Stand der Dinge eine weitere Flasche holen.

Heute dann war es soweit und ich habe mal wieder mit Henna nachgefärbt. Gestern habe ich mich ein wenig anders als sonst “vorbereitet”. Ich habe meine Wildschweinborstenbürste (WBB) wieder mal hervorgekramt und mich lange und ausgiebig gebürstet und das natürliche Sebum damit gut in den Längen verteilt.  Anschließend habe ich ein wenig Öl zusätzlich auf die Kopfhaut und in die Spitzen gegeben.

Heute Morgen folgte dann das Henna. Angerührt habe ich es dieses Mal ein bisschen anders:

Schwarzer Tee war wieder die Grundlage, dann habe ich das Henna-Pulver und etwa einen Teelöffel Amla eingerührt. Zu guter Letzt habe ich noch zwei gute Spritzer Zitronensaft dazugegeben. Von der Handhabung her war es wie immer. Da ich ja (mehr oder weniger) regelmäßig färbe, brauchte ich eigentlich nur den Ansatz nachfärben. Ich habe allerdings noch ein bisschen Henna in die Längen und Spitzen gegeben.

Das Ganze habe ich dann etwas über 2 1/2 Stunden einwirken lassen und anschließend mit warmem Wasser ausgewaschen. Jetzt nachdem die Haare trocken sind, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Die Haare sind nicht ganz so trocken wie nach den letzten Henna-Färbungen und die Farbe ist schön leuchtend und intensiv geworden. Da Öl Farbe zieht, werde ich in den nächsten Tagen nicht Ölen können. Naja, mal schauen – vielleicht ein klitzekleines Bisschen in die Spitzen… 😉

So sehen die Haare aus, ohne weitere Pflegemittelchen, luftgetrocknet und lediglich gebürstet:

Man sieht, dass die Spitzen ein bisschen trocken sind – mit dem Rest bin ich aber gut zufrieden. Die Länge nach SSS ist übrigens 76 cm – meine Hände liegen auf der Hüfte. Hüftlänge ich komme! 🙂

Mai 4 2012

Lange Haare – Warum?

Und schon wieder gibt es einen haarigen Blogeintrag.

Anlass sind die Kommentare, die ich unter anderem zu diesem Artikel bekommen habe, aber auch die, die man so im täglichen Leben bekommt.

Natürlich begegnen einem die einen oder anderen Vorurteile und Fragen.

Meine Lieblinge kommen hier:

Lange Haare sind ungepflegt und man bekommt schnell Läuse und anderes Ungeziefer!

Klar, lange Haare können ungepflegt sein. Wenn man sich nicht kümmert, dann entstehen schnell Spliss oder Knoten oder die Haare sehen strähnig und fettig aus. Aber es ist mit den Haaren, wie mit dem Rest des Körpers auch. Wenn ich meine Hände nicht pflege, dann sehen die auch usselig aus… schwarze Ränder unter den Fingernägeln (ich weiß nicht, ob es ein verbreiteter Begriff ist, aber bei uns heißen die dann “Trauerränder” oder wie mein Vater so “nett” sagt “Grabschüppen” 😉 ) , abgenagte Fingernägel, Dreck an den Fingern, eingerissene Haut, etc.

Meine sehen nicht aus, wie uns die Werbung weismacht. Ich habe dann und wann auch mal einen “Bad Hair Day”. Aber wer fühlt sich denn schon jeden Tag zu 100% super?

Trotzdem sind meine Haare gepflegt. Ungeziefer hatte ich übrigens *toi toi toi* noch nie. Weder als Kind noch als Erwachsene. Weder in der Schule noch später. Weder mit kurzen noch mit langen Haaren. Auch wenn mein Hund früher mal den einen oder anderen Floh mitgebracht hat (was sich leider nicht vermeiden lässt, wenn man einen Hund Hund sein lässt…) und in der Grundschule die Läuse umgingen… Ungeziefer scheint mich nicht zu mögen und das ist auch gut so. Lediglich Mücken scheinen mich zu lieben – aber das haben sie schon getan, als ich noch kurzes Haar hatte. Und glaubt mir, ich habe so ziemlich alle Haarlängen durch. 🙂

Außerdem spielt hier natürlich auch der persönliche Geschmack eine Rolle. Den sollte man respektieren – dann aber bitte in beide Richtungen.

Im Übrigen habe ich festgestellt, dass viele Menschen, die eher kurze Haare bevorzugen, generell eher geordnete Bahnen mögen. Möbel mit klaren Linien – Zucht und Ordnung im und auf dem Kopf. 😉  Das bin ich aber nicht. Ich bin chaotisch, kreativ, verrückt und impulsiv. Ein wildes Weib – ich lasse mich nicht dressieren. (Alle Kurzhaarigen, die jetzt aufschreien: Jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt. Ich pauschalisiere ungern, denn ich weiß, dass es oft die Ausnahme von der Regel gibt. Also könnt ihr beruhigt sein, ich weiß, dass nicht alle gleich sind…)

Lange Haare sind aufwändig zu pflegen!

Eigentlich nicht. Ich habe, wie schon erwähnt, so ziemlich alle Haarlängen durch. Nur eine Glatze hatte ich noch nie. 10 mm sind aber schon nah dran, finde ich. Meine Pflegeroutine mit kurzen Haaren sah so aus:

  • Jeden Tag waschen (mit 08/15 KK Shampoo, einfach mal alles draufknallen 😉 )
    ca. 10 Minuten
  • Schaum rein, einkneten
    ca. 2 Minuten
  • Haare bürsten + fönen
    ca. 15 Minuten
  • Haare zurechtmachen mit Haarspray, Wachs oder Gel
    ca. 10 Minuten
  • Abends Haarspray/ Wachs/ Gel herausbürsten oder waschen
    ca. 15 Minuten

Das machte jeden Tag also um die 50 Minuten fürs Herrichten und fürs “demontieren”. Zusätzlich noch spätestens alle 2 Monate zum Frisör zum Färben und/ oder Nachschneiden.

Meine Pflege heute:

  • Alle zwei Tage mit Shampoo waschen und anschließend mit Zitronensaft oder Tee rinsen
    ca. 10 Minuten
  • Am Vorabend der Wäsche die aktuelle Haarkur reinpacken, meistens ist es einfach Bodylotion (NK) oder Öl
    ca. 5 Minuten
  • Abends einen Schlafzopf flechten
    ca. 2 Minuten
  •  Zwei Mal täglich bürsten
    ca. 10 Minuten
  • Morgens die Haare zusammenbinden/ hochstecken
    ca. 1 Minute bis ca. 20 Minuten (je nach Aufwand und Wachheitsgrad)

Macht summa summarum  23 bis 42 Minuten pro Tag. Regelmäßige Frisörbesuche fallen weg. Ich schneide eventuell vorkommenden Spliss selbst heraus und lasse zwei Mal im Jahr die Kante begradigen. Zugegeben: Alle zwei Monate färbe ich mit Henna. Das dauert länger. Allein schon das Einwirken sollte mindestens 1 1/2 Stunden in Anspruch nehmen, dauert bei mir aber eher 2 bis 3 Stunden. Andererseits mache ich das Zuhause, so dass ich während der Wartezeit alles machen kann, was ich sonst auch Zuhause tun würde – ich verlasse lediglich die Wohnung nicht mit der Pampe auf dem Kopf. Das Färben läuft also eher nebenbei, bis auf das Auftragen und das Auswaschen.

Natürlich beschäftigt man sich mehr mit seinen Haaren, überlegt, wie man seine Pflege ggf. optimieren kann oder probiert neue Frisuren aus. Es gibt auch (Sonn-) Tage, an denen muss ich nicht raus. Da lasse ich eine Haarkur schon mal den ganzen Tag und die darauffolgende Nacht drin. Schaut nicht toll aus, aber meinem Schatz macht es nichts aus und meinen Haaren und meiner Kopfhaut tut es gut.

Andere kaufen lieber Schuhe oder Handtaschen oder schminken sich oder noch krasser: lassen sich Nervengift spritzen um Falten zu mindern oder gleich operieren obwohl es eigentlich nicht nötig wäre. Solange man merkt, dass es einem gut tut und man sich darüber nicht selbst verliert, ist alles in Butter. 🙂

 Menschen mit langen Haaren sind eitel und/ oder selbstverliebt!

Nö. Jedenfalls nicht exzessiv. Ich mag meine Haare, keine Frage. Außerdem weiß ich, dass ich auf mich achten sollte. Seit Anfang des Jahres mehr als vorher. Warum dann nicht auch auf die Haare achten?

Lange Haare sind unpraktisch!

Ich denke, wenn man die klassische Länge erreicht hat, dann kommt man in einen Bereich, der beginnt wieder unpraktisch zu werden. Bis dahin stecke ich meine Haare einfach weg, wenn sie stören. So wie gestern morgen: Ich habe mein Gesicht über dem Waschbecken gewaschen. Ins Gesicht hing mir kein einziges Haar, ich hatte sie einfach hinten in mein T-Shirt gestopft. 🙂 Lediglich offene Haare bei windigem oder stürmischem Wetter sind doof, die hat man nämlich immer im Gesicht hängen.

Übrigens, liebe Sabine: Deinen Kommentar habe ich zwar zum Anlass genommen, diesen Artikel zu schreiben, aber Reaktionen bekommt man natürlich öfters mal. Daher vielen Dank für den Anstoß, ich hoffe, ich konnte mich ein wenig verständlicher machen. 🙂

Auch für dich, liebe Woll-Maus noch ein paar Worte bzw. Infos: Meine Haarstruktur… hm, ich weiß gar nicht, ob man das Struktur nennen kann. 😉 Eine ehemalige Arbeitskollegin nannte meine Haare immer “Schnittlauch-Locken”. Jetzt, wo das ganze Silikon herausgewaschen ist, sieht man allerdings, dass ich doch eine dezente leichte Naturkrause habe.

Hier findest du ein relativ aktuelles Foto, werde aber mal schauen, dass ich bald mal ein neues mache.

Aktuell fetten meine Haare leider ziemlich schnell nach, ich wasche derzeit alle 2 Tage, wenn ein Wochenende dazwischen liegt, auch mal alle 3 Tage.

Ich benutze (wie im oben verlinkten Beitrag angegeben) noch das Fern Shampoo von Aubrey Organics und anschließend rinse ich mit Zitronensaft oder Weidenrindentee. Alle paar Wochen spüle ich mit Natron und rinse danach ebenfalls.

Wenn du noch mehr wissen möchtest, frag einfach, ich beiße auch nur auf Wunsch. 😛