Archiv der Kategorie: Grund und Boden

Ich kauf nix – Fazit August – September

Hach, und schon wieder rennt die Zeit davon.

Arbeitsmäßig war und ist so viel zu tun, dass ich meistens nur ein wenig auf Instagram herumdümpel und ganz vergesse, hier auch zu schreiben.

Heute und morgen werde ich definitiv nicht stricken – ich habe wohl in den letzten Tagen etwas damit übertrieben und die Gartenarbeit heute hat meiner Hand dann auch noch den Rest gegeben. Tippen geht gerade noch – wie du siehst.

Deswegen schnell zum Rückblick der letzten beiden Monate, auch wenn der September noch nicht vorbei ist:

Tee

Im August war mir nicht so nach Tee. Ich habe von verschiedenen Kräutertee-Sorten Sodbrennen bekommen und daher eine Weile ausgesetzt. Ab und an eine Tasse schwarzer Tee mit Milch und Honig war ok, mehr aber auch nicht.

Ende September, als es mit den Temperaturen herunterging, habe ich dann vorsichtig wieder angefangen. Bisher vertrage ich die ausgwählten Mischungen gut.

Entsprechend hat sich hier kaum etwas reduziert, dafür habe ich eine Packung Tee nachgekauft, die im örtlichen Laden ausgelistet wird.

Lesen

Ich habe weiter versucht “Radium Girls” von Kate Moore zu lesen. Die Sprache ist eingängig und das Buch ist gut zu lesen. Thematisch zieht mich das aber immer noch so herunter, dass ich komplett die Lust am Lesen verloren habe. Nachdem ich doch immer mal wieder versucht habe, ein paar Seiten zu lesen, habe ich nun vor ein paar Tagen beschlossen, dass Buch erstmal wieder ins Regal zu stellen.

Dafür habe ich heute “Untenrum frei” von Margarete Stokowski angefangen. Mittlerweile ja schon fast eine Art Klassiker in Sachen Feminismus. Ich habe bislang das Vorwort und das erste Kapitel gelesen. Viel kann ich zu diesem Buch daher noch nicht sagen.

Obwohl ich von meinem Geburtstag vor ein paar Monaten noch einen Gutschein hier liegen habe, habe ich auch diesen Monat kein Buch gekauft. Angekommen sind nur zwei Zeitschriften, die aber beide schon gelesen sind.

Macht also vorerst +-0 Bücher.

Stricken

Das Sommertop aus diesem fürchterlich spleißenden Garn habe ich vorerst eingemottet und die Fertigstellung auf das nächste Jahr verschoben. Jetzt sind die Temperaturen eh sehr herbstlich und es würde auch im fertigen Zustand monatelang aufs Getragenwerden warten. (Das ist natürlich der vollkommen einzige Grund hüstel.)

Woodlark Shawl aus Finkhof-Wolle

Der Woodlark-Shawl, von dem ich im Rückblick für Juni/ Juli erzählt habe, ist im August fertig geworden. Er gefällt mir sehr gut und ich freue mich schon darauf, mich bei den passenden Temperaturen darin einzumuckeln.

Das Tuch wird in der Runde gestrickt und anschließend aufgeschnitten (= Steek). Das klingt gruseliger als es ist und ich mag so eigentlich ganz gerne stricken. Es ist jedenfalls deutlich einfacher, als mit verschiedenen Farben in Rückreihen zu hantieren.

Ich weiß gerade gar nicht, ob ich schon mal davon erzählt habe, deswegen hier noch mal in epischer Breite:

Seit ein paar Jahren packe ich mir zum Ende des Jahres Päckchen mit einem oder maximal zwei Strängen Garn und einer passenden Anleitung dazu. Im Laufe des nächsten Jahres ziehe ich dann in vorher festgelegten Abständen ein Päckchen und habe so ein kleines, selbstgebasteltes Garn-Abo.

Dieses Jahr wurde das dann in der Ravelry-Gruppe “Podcasting auf Deutsch” aufgegriffen. In jedem Quartal wurde eine Nummer ausgelost.

Simple Lines aus Schoppel Wool finest

Im dritten Quartal waren bei mir zwei Stränge von Schoppel drin. (Ein traumhaftes Garn übrigens.)

Daraus ist eine etwas vergrößerte Variante des Tuches “Simple Lines” geworden. Ein toll zu tragendes und auch schön zu strickendes Tuch.

Wenn du auf der Suche nach einem stricktrefftauglichem Projekt bist, das trotzdem nicht langweilig ist – das hier ist meine Empfehlung.

Dieses Garn kann ich nicht von meinem Stash abziehen, da ich die Päckchen 2019 gepackt hatte, als ich noch keine Inventur gemacht habe.

Davon abgesehen ist “nur” noch ein Paar Stinos fertig geworden, von denen ich gerade kein Foto zur Hand habe. Gestrickt habe ich diese aus Opal-Sockenwolle, die mir eine liebe Strickfreundin zum Geburtstag geschenkt hat.

Aktuell stricke ich noch am “Wool and Honey” Sweater, mal wieder aus Finkhof-Wolle. Naturgemäß bleibt die Garnmenge bis zur endgültigen Fertigstellung im Stash stehen.

Gekauft habe ich übrigens einiges:

Meine Geburtstagsgutscheine habe ich im örtlichen Woll-Geschäft “investiert” und eine Pullovermenge “Zitron Echt” (100% Baumwolle), sowie einen Strang “Zitron Filisik” und einen Strang “Zitron Unisono” gekauft.

NBK Superwash Merino Fingering

In der ravelry-Gruppe von “Lanaphilia” gibt es außerdem nun regelmäßige KALs und ich lasse mich zu so was meistens mit Vergnügen hinreißen. Nach dem “Herr der Ringe KAL”, der am 30.09. endet, stricken wir das Tuch “Earthstar“. Dafür habe ich bei Lanaphilia eingekauft: Je zwei Stränge “NBK Superwash Merino Fingering” in den Farben Tang und Potion.

Damit aber weiterhin nicht genug.

Diese Woche ist noch eine Spontanbestellung angekommen. Ich bin meine Wollvorräte durchgegangen und habe Projekte zusammengestellt. – Immerhin möchte ich so langsam schon meine Quartalsprojekte 2021 sammeln. Dabei sind mir zwei spontan gekaufte Stränge BC Garn Bio-Balance in die Hände gefallen. Nachdem ich nichts gefunden habe, was ich aus den beiden Strängen machen könnte, habe ich vier Stränge in einem Mittelgrau bestellt. Alles zusammen soll eine Art Sommer-Ravello mit kurzen Ärmeln werden. – Natürlich nächstes Jahr erst. Vorbereitung und so… hüstel.

Summa Summarum ergibt das also einen Stash von 17,75 kg bei einer Lauflänge von 53,86 km. Im Vergleich zu den 16,91 kg/ 51,68 km ein deutlich größeres Plus, als ich erwartet hätte.

Dazu kommt, dass nach dem “Earthstar-KAL” ab November der KAL “Flauschig Kuschelig” startet und ich diesen nutzen möchte, um endlich eine längere Strickjacke mit Taschen zu stricken. Ich weiß auch schon welche Anleitung und welches Garn ich dafür nehmen möchte. Leider sind weder das eine noch das andere Dinge aus meinem Stash…

Ich bleibe aber erstmal optimistisch, dass ich doch noch ein (winzig-)kleines Minus irgendwo herzaubern kann.

Spinnen

Dieses Jahr gab es zwei Mal die Tour de Fleece: Ein Mal zu dem Zeitpunkt, an dem sie eigentlich stattgefunden hätte, aber Corona-bedingt ausgefallen ist und ein Mal zu dem Zeitpunkt, an dem sie wirklich stattgefunden hat. An dem zweiten Termin habe ich teilgenommen und tatsächlich fast zwei Spulen in der Zeit gesponnen. Es fehlt nur noch ein kleines bisschen auf der 2. Spule. Ich werde das Garn Navajoverzwirnen und möchte mir daraus eine Strickjacke machen. Dazu werde ich aber bestimmt noch mindestens eine dritte Spule brauchen, eventuell eine vierte.

So richtig fertig ist damit nichts geworden, aber immerhin bin ich auf dem besten Wege.

Nähen

Yeah! Ich habe genäht!

Das war die gute Nachricht. Bisher bin ich noch nicht fertig geworden. Entsprechend gibt es noch kein Minus zu verzeichnen.

Gekauft habe ich nur eine Spule Nähgarn für das aktuelle Blusenprojekt und das zugehörige Schnittmuster.

Anleitungen

Ein paar Anleitungen sind in meine Favoriten gewandert, aber bis auf die Anleitung für den “Earthstar” habe ich nichts gekauft.

Die Anleitung für den “Wool and Honey“-Sweater habe ich tatsächlich schon im November 2019 gekauft. Seitdem hat sie zusammen mit dem Garn auf ihre Bestimmung gewartet. Da der Sweater noch nicht fertig ist, zählt die Anleitung allerdings auch noch nicht als genutzt.

Dann gab es noch eine kostenfreie Anleitung, die ich mir heruntergeladen habe.

Die Anleitung für den “Simple Lines“-Shawl war kostenlos und befand sich bereits seit gefühlten Äonen in meiner Bibliothek.

Macht alles in allem also + 1 Anleitung.

Sonstige Ausgaben

So, hier gibt es jetzt wieder mehr zu verzeichnen:

Meine aktuelle Achillesferse ist offensichtlich der Garten. Wir haben am Freitag extra Urlaub genommen um ein paar Gartenmärkte unserer niederländischen Nachbarn abzuklappern. Die Läden waren angenehm leer und man konnte anderen gut aus dem Weg gehen. Dennoch war es sehr seltsam, dass dort keine Maskenpflicht herrscht und wir entsprechend viele Leute ohne Maske gesehen haben.

Nach drei sehr unterschiedlich ausgestatteten Gartenmärkten und einem reichhaltigen, wenn auch verspätetem Mittagessen sind wir dann todmüde nach Hause gekommen. Einkaufen strengt immer so an.

Erstmal ausladen und gießen.
Wellness für Blumen nach der langen Fahrt.

In mein kleines, schnuckeliges Autochen haben wir aber tatsächlich ganze 42 Pflanzen und fünf Beutel Blumenzwiebeln gepackt bekommen. Was ein Raumwunder!

Heute dann haben wir alles eingepflanzt. – Wobei: Alles stimmt so nicht. Im Wohnzimmer liegen noch ein paar Packungen Blumenzwiebeln herum. Die haben wir beim besten Willen nicht alle geschafft, einzubuddeln.

Vor dem Einbuddeln kam nämlich erst das rausrupfen.

Da sowohl mein Mann, als auch ich seit Monaten beruflich sehr eingespannt sind, ist der Garten sträflich vernachlässigt worden.

Meine Freizeit habe ich tatsächlich lieber strickend auf der Couch verbracht und mein Mann hat zur Entspannung gezockt.

Da wir immer noch mit dem “wundervollen” Ackerboden zu kämpfen haben, den wir geliefert bekamen, als wir den Garten angelegt haben, sprießen diverse Beikräuter stärker als es schön ist. Zwischendurch eine Distel oder hier und da ein bisschen ungewolltes Zeug ist ja ok. Wenn wir aber zwei Wochen in Folge nicht jäten, sind die Blumen unter einem Urwald verschwunden. Wir packen regelmäßig Bio- und Restmülltonne voll (je nachdem um welches Kraut es sich handelt) und haben schon Queckewurzeln entfernt, die sicherlich von hier bis zum Mond reichen würden.

Entsprechend sind wir heute auch nicht komplett fertig geworden, aber wir sind weit genug gekommen.

In vier Wochen ist außerdem (hoffentlich) noch eine Lieferung von Blaukissen und Kissenglockenblumen für den Vorgarten angekündigt. Wenn das alles drin ist, heißt es für uns erstmal nur den Status Quo beizubehalten.

Fazit

Das “nicht kaufen” klappt so gar nicht. Trotzdem merke ich, dass ich länger über einen Kauf nachdenke und überlege, ob etwas bereits Vorhandenes nicht auch ausreicht.

Im Großen und Ganzen also doch die Entwicklung, die ich haben wollte.

Ich kauf nix – Fazit Mai 2020

Hm, wo fange ich an?

Der Mai stand immer noch im Zeichen Corona. Die Beschränkungen wurden in Deutschland langsam gelockert. – In ganz Deutschland?
Nein, nicht in dem Kreis, in dem ich wohne. Denn hier traten gehäuft Fälle in einem Fleischverarbeitungsbetrieb auf. (Leider nicht überraschend, wenn man sich nur ansatzweise mit den Bedingungen in Schlachthöfen befasst.)
Also traten die Lockerungen hier um eine Woche verspätet in Kraft.
In Anspruch genommen habe ich diese Lockerungen nur ein Mal: Mein Mann und ich sind in den Zoo gefahren.

Außer, dass ich nicht mehr gerne einkaufen gehe, ich meine Strickdamen schmerzlich vermisse und meine Eltern weiterhin nur noch per Videokonferenz sehe, hat sich sonst weiterhin nicht wirklich viel verändert.

Dafür war ich weiter produktiv – auch wenn mir langsam Podcastfolgen und Serien ausgehen, wird es mir bislang nicht langweilig.

Mental hatte ich zwischenzeitlich einen großen Durchhänger und ich war sehr froh, als ich endlich Urlaub hatte. Die erste Urlaubswoche habe ich dann damit verbracht, mich geistig zu sortieren und vor allen Dingen zu schlafen. In den ersten Junitagen bin ich dann noch einige Male von der fiesen Migräne überfallen worden. Ich hoffe, dass es jetzt wieder bergauf geht.

Dann also mein Fazit:

Tee

Da ich kaum noch einkaufen gehe und ich Tee ungern online bestelle, läuft der Abbau hier gut. Die Kräutertees sind weiter dezimiert und ich trinke im Moment fast jeden Tag einen großen Becher schwarzen Tee.

Lesen

Ich habe “Alte weiße Männer” von Sophie Passmann beendet und fand es – gerade im Hinblick auf das Thema – kurzweilig und gut zu lesen.

Danach habe ich wieder zu einem englischsprachigen Buch gegriffen: “I am half-sick of shadows” von Alan Bradley. Kurzweilig sind seine Geschichten auch, aber das etwas angestaubte Upper-Class-English bremst meine Lesegeschwindigkeit stark ab. Dennoch habe ich im Mai etwa 3/4 des Buches gelesen.

Da ich aktuell Lust auf feministische Literatur habe, ist dann doch noch ein Buch neu bei mir eingezogen: “Untenrum frei” von Margarete Stokowski.

Macht also: +- 0 auf dem SuB.

Stricken

Ravello der II.

Der Ravello ist fertig! 364,6 g und 947,96 m sind damit aus meinem Stash verschwunden. Gewaschen ist das gute Stück ebenfalls schon und jetzt wird der Pullover bis zum nächsten Herbst eingemottet.

Ich habe Wolle von Schaf im Schrank verwendet. Ein bisschen was ist noch übrig geblieben. Ich denke, ich werde daraus im kommenden Herbst noch eine Weste oder einen Pullunder stricken.

Edie

Dank Corona habe ich davor auch noch den Edie beendet. Mit 228,8 g und 1006,72 m ist er ein echtes Leichtgewicht.

Das Stricken hat jedoch leider kaum Spaß gemacht. Das Garn spleißt leicht beim Stricken und mit der Zusammensetzung ist das Ganze auch eine ziemlich rutschige Angelegenheit, was bei mir zu einigen Verspannungen geführt hat. Ich war sehr froh, dass ich das Oberteil so schnell von den Nadeln bekommen hatte und ich von dem Garn erstmal eine Pause machen konnte. Trotzdem mag ich das Muster und werde es bestimmt noch mal stricken.

Dann ist noch “nebenbei” ein Cowl von Nicolor fertig und auch schon fleißig getragen worden: Don’t touch your face.
Es gab ja einen ziemlichen Strick-Hype auf Instagram um das Muster und ich weiß gar nicht, mit wie vielen Bildern ich dazu täglich überflutet worden bin. Eine Freundin hat den Cowl ebenfalls gestrickt und hat mir erklärt, dass da keine kleinen Verzopfungen im Muster sind. Damit war mein Zweifel, ob ich das Ding auch stricken soll, weg und ich habe losgelegt.

Wie auch der “Wolkig” letzten Monat war der Cowl ultraschnell fertig: 7 Tage, inklusive waschen und vernähen. (Und 2 Tage auf der Wäscheleine vergessen…) Fluffige 115,5 g wiegt das Teilchen und ist kuschelig warm. Ein vernünftiges Foto habe ich bisher allerdings noch nicht gemacht.

Gleiches gilt für einen zweiten “Hitchhiker“, den ich aus Single-Merino von Regenbogenwolle gestrickt habe. Der liegt momentan noch in der Wäsche.

Ich war meinen Vorsätzen untreu und habe Wolle bei Lanaphilia gekauft: Je einen Strang Zen Yarn Garden Serenity 20 (100 g, 365 m) und String Theory Caper Sock (114 g, 366 m), sowie eine Rundstricknadel in 3,75.

Den Strang Serenity 20 habe ich direkt gewickelt und angefangen das MKAL-Tuch “Maylik” von Daniela Johannsenova mitzustricken. Aktuell bin ich mit Teil 11 von 13 fertig. Der Strang wird also im Juni direkt wieder aus dem Stash verschwinden.

Aus dem anderen Strang soll auch ein Tuch werden. Eine konkrete Idee habe ich allerdings noch nicht.

Bleibt für Mai also ein Minus von 594,4 g, bzw. 1.993,28 m. Im Stash befinden sich damit noch 14,96 kg Garn mit einer Lauflänge von 47,06 km.

Spinnen

Viel zu vermelden gibt es hier nicht. Ich habe angefangen Rolags zu verspinnen, die ich in einer Wichtelaktion zu Weihnachten 2019 bekommen habe. Bisher ist knapp die Hälfte versponnen und ich freue mich sehr auf das Ergebnis.

Nähen

Ich wollte einen bestimmten Stoff vernähen und nach einigem Herumprobieren, fiel mir auch wieder ein, warum ich den Jersey noch nicht vernäht hatte: Er reicht nicht aus.

Ähm, ja. Also habe ich schwarzen Jersey zum Kombinieren bestellt. Und da man schwarzen Jersey auch eigentlich immer gebrauchen kann, habe ich ein bisschen mehr bestellt. Und nachdem zwei Stoffpanele wieder verfügbar waren, die ich schon versucht hatte, letztes Jahr zu kaufen, mussten die natürlich auch noch mit…
Und wie der dunkelblaue Musselin, den ich schon mal vernäht hatte, in den Warenkorb gehüpft ist, weiß ich auch nicht so richtig…

Will sagen: Ich habe Stoffe bestellt.

Anleitungen

Den Ravello habe ich schon einmal gestrickt. Daher zählt die Anleitung nicht als “verbraucht”. Dafür habe ich “Wolkig”, “Edie” und “Don’t touch your face” erstmalig gestrickt und damit – 3 Anleitungen für diesen Monat zu verbuchen.

Sonstige Ausgaben

Diesen Monat ist wieder einiges für das Haus “draufgegangen” und ich habe ein etwas größeres Geburtstagsgeschenk gekauft.

Dafür haben wir es nun endlich geschafft, unseren Vorgarten fertigzustellen. Nach den Arbeiten, über die ich schon im April-Fazit geschrieben hatte, waren wir jede Menge Pflanzen kaufen. Über drei Stunden habe ich gebraucht, um diese einzugraben. (Mein Mann hat natürlich fleißig geholfen. Aber bei Pflanzen bin ich eigen. Mehr als Handlangerarbeiten durfte er nicht machen. Das wurde dann direkt durch einen heftigen Muskelkater mit Zerrung bestraft.)

Ein bisschen Platz ist trotzdem noch. Im Herbst folgt dann also der 2. Teil der Pflanzaktion. Da nicht mehr so viel fehlt, sollte das aber entspannter ablaufen.

Weitere Ausgaben waren ein Sonnenhut für mich – nachdem ich mir (alle Jahre wieder…) einen Sonnenbrand auf dem Kopf zugezogen hatte – und der nun monatlich anfallende Mitgliedsbeitrag für die örtliche SoLaWi.

SoLaWi bedeutet “Solidarische Landwirtschaft”. Es gibt ein Feld, auf dem Obst und Gemüse angebaut werden. Alle zahlen ein, alle helfen mit und teilen sich die Erträge dann. Im Prinzip also eine Gemüse-Genossenschaft.

Bewirtschaftet wird üblicherweise nach Bio-Prinzipien. Bei der SoLaWi, bei der wir jetzt Mitglied sind, wird Permakultur betrieben. Entsprechend steht nicht alles in “Reih und Glied”, sondern wild – aber geplant – “durcheinander”. Das Chaos hat System, wirkt aber auf jemanden, der sich nicht damit beschäftigt, unter Umständen seltsam oder sogar verlottert.

Es ist aber faszinierend zu beobachten, wie sich das Mikroklima ändert und sich die einzelnen Pflanzen unterstützen. So wächst z.B. Spinat unter Sträuchern: Der Spinat dient als Bodendecker und schützt damit den Boden um die Sträucher. Die Sträucher hingegen spenden dem Spinat ausreichend Schatten. Ich bin sehr gespannt, wie wir damit klarkommen und ob das was für uns ist. Vorerst sind wir für ein Jahr Mitglieder geworden.

Mit dem Mai ist also ein weiterer durchwachsener Monat vergangen. Trotz des Garnkaufes bin ich mit dem Abbau sehr zufrieden.

Zurück aus der Sommerpause – oder: Endlich kühler sagt der Garten

Über den fehlenden Regen und die außerordentlich hohen Temperaturen dieses Jahr brauche ich dir ja nicht mehr großartig was erzählen. Ich denke wir haben alle noch die (vermutlich) schlaflosen Nächte und die absolute Unlust auch nur irgendetwas zu tun in Erinnerung. Nachdem es hier in den letzten Tagen nach und nach etwas kühler wurde, kam dann gestern der Temperatursturz – zusammen mit einem ganzen Tag Regen und Gewitter.

Heute trage ich das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten wieder Stricksocken.
Auf der einen Seite freue ich mich auf die schönen Seiten des Herbstes: Gemütlichkeit (oder wie man heutzutage sagt: Hygge), Tee und heißer Kakao und das Gefühl, dass man Kleidung wirklich tragen sollte.
Auf der anderen Seite heißt es aber natürlich auch, dass die Tage jetzt schnell wieder kürzer werden, dass uns wahrscheinlich Wochen mit Schietwetter und depressiver Stimmung bevorstehen und ein paar “hübsche” Erkältungen und Grippeerkrankungen.

Doch das ist noch alles Zukunftsmusik. Deswegen erzähle ich dir in den nächsten Tagen erstmal, was so alles passiert ist, denn langweilig wars hier nicht – und gestrickt habe ich tatsächlich auch. Was soll man denn auch sonst tun, wenn man die Sonne und das heiße Wetter nicht gut verträgt?

Der Flieder hat Unmengen von Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln angelockt

Wir hatten Mühe die Pflanzen durch die Dürre zu bringen. Ich denke jeder, der einen Balkon oder Garten hat, wird das nachvollziehen können. Deswegen habe ich auch ein wenig Angst vor der diesjährigen Wasserrechnung…

Dafür habe ich – als noch nicht absehbar war, dass so lange das Wasser fehlen wird – jede Menge Lavendel gepflanzt. Ich liebe Lavendel und freue mich schon darauf, dass er nächstes Jahr so richtig anfangen wird zu blühen. 

Im Bereich Nutzpflanzen ertrinken wir geradezu in Tomaten. Ich habe bereits mehrere Kilos geerntet und die Pflanzen sehen immer noch so aus, als ob ich noch nichts gepflückt hätte. Heute wird es deswegen Schnitzel mit Tomatensauce geben. Da ich aus den kleinen Johannisbeertomaten (der Name ist Programm) noch nie eine Sauce gekocht habe, wird dies ein Test sein. Sollte es schmecken, werde ich anfangen jede Menge Sauce einzukochen. Roh essen können wir diese Mengen jedenfalls nicht. – Leider.

Das bedeutet allerdings auch, dass ich gleich aus der gemütlichen Schlafanzug/ Morgenmantel-Kombination in etwas richtiges schlüpfen und nach draußen gehen muss. 10 Uhr und immer noch im Morgenmodus – das hatte ich lange nicht mehr.

Gelbe Johannisbeertomaten

Habe ich zu viel versprochen? – Und das war nur eine Ernte.

Auch der Kürbis wächst und gedeiht. Die ersten zwei haben wir schon gegessen und zwei weitere verschenkt. Dafür mag die Gurkenpflanze nicht so. Sie kümmert etwas vor sich hin und produziert immer nur eine Gurke auf einmal. Da ich die aber eh alleine esse, ist das voll ok.
Außerdem habe ich gelernt, dass Brokkoli wirklich groß wird. Nächstes Jahr wird mit mehr Abstand gepflanzt!

FO: Zebra-ish

Langsam aber sicher werden meine fertigen Projekte sommerlicher.

Von meiner Hochzeitsstola hatte ich noch jede Menge weißes ITO Kinu übrig. Es gibt zwei Farben in diesem Universum, die ich keinesfalls tragen kann: Rosa und Weiß. Also was tun? – Logisch: Mit anderen Farben kombinieren!

Und so ist aus einem Teil der weißen Bouretteseide ein einfacher RVO mit leichter A-Linie geworden. Um dem Weiß die Schärfe zu nehmen, habe ich es mit blauem ITO Asa kombiniert und zusätzlich mit einem anthrazitfarbenem ITO Kinu. Dabei ist ein leichtes Sommershirt herausgekommen, dass ich sehr gerne trage. – Die Frage ist nur: Was mache ich denn nun mit dem übrigen Weiß?

  • Muster/ pattern: Improvisierter RVO mit leichter A-Linie
  • Wolle/ yarn: ITO Kinu, 356 Cream und 25 Charcoal, ITO ASA, 52 Blue
  • Nadelstärke/ needle size: 2,5 mm/ US 1 1/2

Anleitung zum Einfangen eines Muskelkaters

Im April habe ich dir ja schon Neues aus unserem Garten berichtet. Seitdem hat sich wieder einiges getan. Nach dem Bau des Hochbeetes haben wir noch weitere Beete und ein Tomatenhaus angelegt. Außerdem habe ich jede Menge Pflanzen gesetzt. Die letzten habe ich heute Morgen “eingebuddelt”.

Unsere Bodenverhältnisse hier sind leider etwas schwierig, so dass ich nun nur noch hoffen kann, dass auch alles wächst. Natürlich ist noch nicht alles zugewachsen, so dass ich leider aktuell viel an Beikräutern aus den Beeten heraushole. Spätestens in ein paar Jahren sollte sich das aber reduziert haben. – Wenn alles nach Plan läuft natürlich.

Für dieses Jahr sind wir jedenfalls mit den “Großprojekten” fertig, nun heißt es nur noch pflegen und genießen.

(Die Nachbarn habe ich – wie immer – etwas “anonymisiert”.)

Links ist unser Nutzgarten. Ganz unten das Hochbeet, über das ich schon geschrieben habe. Dahinter ein großes Gemüsebeet, dass von zwei kleineren Kräuterbeeten eingerahmt wird. Ganz hinten dann das Tomatenhaus.

Hinten und auf der rechten Seite stehen dann hauptsächlich Zierpflanzen, wobei ich mich hier von Alyss Fowler habe inspirieren lassen und einiges wild durcheinandergepflanzt. So stehen auch Kräuter und Erbsen dazwischen.

Wie du siehst, haben wir eines mehr als genug im Garten: Sonne.
Auf der einen Seite ist das natürlich schön, alles hell und freundlich. Auf der anderen Seite macht es die Nutzung des Gartens für die Zeit zwischen Mittag und spätem Nachmittag aber unmöglich. Außerdem trocknet die Erde wahnsinnig schnell aus.
Nirgendwo hat ein Nachbar einen Baum gepflanzt, der wenigstens perspektivisch die Sonne ein wenig abmildert – und unser Garten ist dafür etwas klein.
So bleibt nur, uns etwas anderes in Sachen Sonnenschutz zu überlegen und ansonsten darauf zu hoffen, dass alles langsam aber sicher zuwächst.

Wenn du einen Tipp in Sachen Sträucher hast, die gut auf Lehmboden wachsen und nicht zu ausladend werden, schreib mir gerne.

Gärtnern – es wird ernst – echt jetzt…

Im Moment fliegen die Tage nur so vorbei. Ein bisschen gestrickt habe ich schon, aber nichts beendet. Dafür beginnt jetzt die Zeit im Garten. Beete und die erste Bepflanzung hatten wir ja schon im Herbst in Angriff genommen. Jetzt ging es neben dem Unkraut  Beikraut jäten an den Nutzgarten.

In einem Anfall von Übermut habe ich offensichtlich viel zu viel gesät – aber irgendwo bringe ich die Pflanzen bestimmt unter:

Was du auch auf dem Foto siehst, ist unser nigelnagelneues Hochbeet. Wir haben lange überlegt, wie wir ein Hochbeet gestalten wollen, welches Material sinnvoll ist, welche Größe praktikabel. Schlussendlich sind wir bei Gabionen gelandet. Das Beet hat die Außenmaße von 1,30 x 2,00 m. Wir haben es übers Internet bestellt und sind sehr zufrieden mit dem Kontakt und der Lieferung.

Erhalten haben wir das Beet in Einzelteilen und einer Aufbauanleitung. Der Aufbau ging gut und schnell:

Die Befüllung haben wir gleichmäßig außen (Steine) und innen (Befüllung) vorgenommen.

Als Tipp haben wir gelesen, dass man die Folie oben mit Wäscheklammern befestigen soll, damit die Folie nicht wegrutscht. Leider hat das bei uns nicht ausgereicht, es ist trotzdem alles ein Stück gerutscht.

Wenn du also so ein Beet bauen möchtest: Zieh die Folie so weit nach oben, dass du sie ein Stück weit über den Rand umschlagen kannst und befestige sie dann erst mit Wäscheklammern. Solltest du zu viel genommen haben, kannst du die Folie immer noch abschneiden.
Wir hingegen mussten improvisieren und haben einen Streifen Folie nachträglich eingefügt.

Befüllt haben wir das Beet ganz klassisch: Nach Einlegen der Folie kam eine Schicht Grassoden und Strauchschnitt hinein. Darüber haben wir noch eine Schicht Sand/ Kies gegeben, da der Boden unter dem Beet nicht sooo gut drainiert ist. Dann bin ich mit unserer Schubkarre zum benachbarten Reitstall gefahren und habe insgesamt zwei Mal Mist geholt.

An dem Tag war es brütend heiß, so dass wir uns sehr beeilt haben, den Mist mit Gartenerde abzudecken. Kaum war das letzte bisschen unter einer Erdschicht verschwunden, roch es wieder annehmbar und die Massen an Fliegen waren enttäuscht abgeschwirrt.

Zu guter Letzt kam noch eine Schicht Kompost hinein. Da wir ja noch recht früh im Jahr haben, wollte ich noch keine meiner wärmeliebenden Setzlinge nach draußen pflanzen. Also habe ich als erstes Salat und Möhren gesät. Ein paar Tage später habe ich dann gelesen, dass man beides nicht in neue Hochbeete pflanzen soll, da es sich um Schwachzehrer handelt. Naja, schauen wir mal, ob es was wird…

Ein Wochenende später haben wir dann zwei weitere Beete gebaut. Diese sind aber wesentlich niedriger (und auch günstiger). Mein Mann hat Konstruktionsholz auf Maß geschnitten und ich habe es gestrichen. Nun gibt es ein kleines Beet für Kräuter und ein großes für Gemüse. Die Wege im Nutzgarten haben wir mit Rindenmulch ausgestreut:

Jetzt heißt es noch die Eisheiligen abzuwarten und dann kann es weitergehen.

Beim nächsten Mal berichte ich dann wieder über etwas Wolliges. Ich wollte dir ja schon seit Anfang des Jahres von meinem neuen Hobby erzählen…

Garten – aktueller Stand/ Gardening – update

Es hat sich im Garten einiges seit meinem letzten Eintrag getan. Bevor ich gleich nach draußen gehe um das letzte Zaunstück zu setzen, zeige ich euch deswegen noch ein frisch geschossenes Foto. Aufgenommen habe ich es von unserem Dachboden aus.

Dort wo der Senf (=Gründünger) gerade so schön blüht sollen ab Herbst Beete bepflanzt werden. Kurz vor der dauerhaften Bepflanzung wird dann alles abgeschnitten und untergegraben. Die Beete hinten und rechts werden aber noch vergrößert. Wie ihr seht muss auch noch der Rasen dichter werden, aber das wird die Zeit sicherlich richten.

A lot of changes were made since last time. We’ll build the last part of the fence today but I took some time to take a photo for you. 

We’re growing some field mustard on the future beds. We use it as green manure and it looks lovely at the moment. We’re going to cut and dig it in shortly before we’ll plant the flowers. The other day I decided to extend the beds on the right side and the back of the garden. 

Dieses Foto habe ich aus dem Fenster unseres Esszimmers aufgenommen.

I took this photo from the window of our dining room.

Garten – erste Schritte/ Gardening – first steps

Ich habe ja schon fast gedacht, dass es nichts mehr wird, aber vor ein paar Wochen war es dann doch endlich soweit: Wir konnten mit unserem Garten anfangen! Das Problem ist, dass wir höher als unsere Nachbarn liegen und wir daher 2 von 4 Seiten des Gartens mit L-Steinen versehen mussten. Hier aber jemanden zu finden, der das erledigen kann war eine Herausforderung. Da es natürlich alles schön und gerade sein sollte, stand außer Frage, das wir es ohne Anleitung selbst versuchen wollten. Aber schließlich und endlich haben wir dann jemanden gefunden und es konnte losgehen.
Auf dem Foto sieht man ganz gut, dass die L-Steine wirklich notwendig waren. 80 cm sind sie hoch!

We had some massive problems to find someone who could help to prop up our garden. But some weeks ago we finally found some help. Yay! 🙂
As you can see it really was necessary to underpin the boundary. The stones are 80 cm high!

Am vergangenen Donnerstag haben wir dann damit angefangen den Garten anzulegen. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Gartenparadies! Nachdem ich auf dem PC grob vorgezeichnet hatte, wo ich gerne Beete anlegen wollte, konnte es losgehen:

Eventually we were able to lay out the garden last Thursday. It was  a lot of work but I think it was worth it. Another step closer to a small paradise in the backyard. First I sketched how to contour the patches:

Die rote Linie  ist die Umgrenzung des Nutzgartens und die braune Linie das Blumenbeet. In der Mitte legen wir erst einmal Rasen an. In die kleine Ecke zwischen Nutzgarten und Grundstücksgrenze kommt ein Kompost.

The red line marks the future kitchen garden and the brown line the patches for flowers. Plus we plant lawn in the middle. In the corner between kitchen garden and boundary we’ll have a compost heap.

Nachdem die Beete abgesteckt waren und alles begradigt wurde, konnten wir dann endlich Rasen einsäen. Wir hatten überlegt Rollrasen zu verlegen, uns hat aber ehrlich gesagt der Preis abgeschreckt. In die Beete habe ich erst einmal Gründünger und einjährige Blumen gesät. Im Herbst folgt dann die “richtige” Pflanzung. Ich hoffe, dass dies die richtige Entscheidung war. Jetzt heißt es also wässern, warten und Daumen drücken.

After we marked the edges of the patches and trimmed the soil we finally could sow grass-seeds. First we thought about using rolled sod but to be honest: It was too expensive. I hope that I decided properly. Now we have to water, wait and keep our fingers crossed.