Archiv der Kategorie: Mein Leben und ich

Ich kauf nix – Fazit Mai 2020

Hm, wo fange ich an?

Der Mai stand immer noch im Zeichen Corona. Die Beschränkungen wurden in Deutschland langsam gelockert. – In ganz Deutschland?
Nein, nicht in dem Kreis, in dem ich wohne. Denn hier traten gehäuft Fälle in einem Fleischverarbeitungsbetrieb auf. (Leider nicht überraschend, wenn man sich nur ansatzweise mit den Bedingungen in Schlachthöfen befasst.)
Also traten die Lockerungen hier um eine Woche verspätet in Kraft.
In Anspruch genommen habe ich diese Lockerungen nur ein Mal: Mein Mann und ich sind in den Zoo gefahren.

Außer, dass ich nicht mehr gerne einkaufen gehe, ich meine Strickdamen schmerzlich vermisse und meine Eltern weiterhin nur noch per Videokonferenz sehe, hat sich sonst weiterhin nicht wirklich viel verändert.

Dafür war ich weiter produktiv – auch wenn mir langsam Podcastfolgen und Serien ausgehen, wird es mir bislang nicht langweilig.

Mental hatte ich zwischenzeitlich einen großen Durchhänger und ich war sehr froh, als ich endlich Urlaub hatte. Die erste Urlaubswoche habe ich dann damit verbracht, mich geistig zu sortieren und vor allen Dingen zu schlafen. In den ersten Junitagen bin ich dann noch einige Male von der fiesen Migräne überfallen worden. Ich hoffe, dass es jetzt wieder bergauf geht.

Dann also mein Fazit:

Tee

Da ich kaum noch einkaufen gehe und ich Tee ungern online bestelle, läuft der Abbau hier gut. Die Kräutertees sind weiter dezimiert und ich trinke im Moment fast jeden Tag einen großen Becher schwarzen Tee.

Lesen

Ich habe “Alte weiße Männer” von Sophie Passmann beendet und fand es – gerade im Hinblick auf das Thema – kurzweilig und gut zu lesen.

Danach habe ich wieder zu einem englischsprachigen Buch gegriffen: “I am half-sick of shadows” von Alan Bradley. Kurzweilig sind seine Geschichten auch, aber das etwas angestaubte Upper-Class-English bremst meine Lesegeschwindigkeit stark ab. Dennoch habe ich im Mai etwa 3/4 des Buches gelesen.

Da ich aktuell Lust auf feministische Literatur habe, ist dann doch noch ein Buch neu bei mir eingezogen: “Untenrum frei” von Margarete Stokowski.

Macht also: +- 0 auf dem SuB.

Stricken

Ravello der II.

Der Ravello ist fertig! 364,6 g und 947,96 m sind damit aus meinem Stash verschwunden. Gewaschen ist das gute Stück ebenfalls schon und jetzt wird der Pullover bis zum nächsten Herbst eingemottet.

Ich habe Wolle von Schaf im Schrank verwendet. Ein bisschen was ist noch übrig geblieben. Ich denke, ich werde daraus im kommenden Herbst noch eine Weste oder einen Pullunder stricken.

Edie

Dank Corona habe ich davor auch noch den Edie beendet. Mit 228,8 g und 1006,72 m ist er ein echtes Leichtgewicht.

Das Stricken hat jedoch leider kaum Spaß gemacht. Das Garn spleißt leicht beim Stricken und mit der Zusammensetzung ist das Ganze auch eine ziemlich rutschige Angelegenheit, was bei mir zu einigen Verspannungen geführt hat. Ich war sehr froh, dass ich das Oberteil so schnell von den Nadeln bekommen hatte und ich von dem Garn erstmal eine Pause machen konnte. Trotzdem mag ich das Muster und werde es bestimmt noch mal stricken.

Dann ist noch “nebenbei” ein Cowl von Nicolor fertig und auch schon fleißig getragen worden: Don’t touch your face.
Es gab ja einen ziemlichen Strick-Hype auf Instagram um das Muster und ich weiß gar nicht, mit wie vielen Bildern ich dazu täglich überflutet worden bin. Eine Freundin hat den Cowl ebenfalls gestrickt und hat mir erklärt, dass da keine kleinen Verzopfungen im Muster sind. Damit war mein Zweifel, ob ich das Ding auch stricken soll, weg und ich habe losgelegt.

Wie auch der “Wolkig” letzten Monat war der Cowl ultraschnell fertig: 7 Tage, inklusive waschen und vernähen. (Und 2 Tage auf der Wäscheleine vergessen…) Fluffige 115,5 g wiegt das Teilchen und ist kuschelig warm. Ein vernünftiges Foto habe ich bisher allerdings noch nicht gemacht.

Gleiches gilt für einen zweiten “Hitchhiker“, den ich aus Single-Merino von Regenbogenwolle gestrickt habe. Der liegt momentan noch in der Wäsche.

Ich war meinen Vorsätzen untreu und habe Wolle bei Lanaphilia gekauft: Je einen Strang Zen Yarn Garden Serenity 20 (100 g, 365 m) und String Theory Caper Sock (114 g, 366 m), sowie eine Rundstricknadel in 3,75.

Den Strang Serenity 20 habe ich direkt gewickelt und angefangen das MKAL-Tuch “Maylik” von Daniela Johannsenova mitzustricken. Aktuell bin ich mit Teil 11 von 13 fertig. Der Strang wird also im Juni direkt wieder aus dem Stash verschwinden.

Aus dem anderen Strang soll auch ein Tuch werden. Eine konkrete Idee habe ich allerdings noch nicht.

Bleibt für Mai also ein Minus von 594,4 g, bzw. 1.993,28 m. Im Stash befinden sich damit noch 14,96 kg Garn mit einer Lauflänge von 47,06 km.

Spinnen

Viel zu vermelden gibt es hier nicht. Ich habe angefangen Rolags zu verspinnen, die ich in einer Wichtelaktion zu Weihnachten 2019 bekommen habe. Bisher ist knapp die Hälfte versponnen und ich freue mich sehr auf das Ergebnis.

Nähen

Ich wollte einen bestimmten Stoff vernähen und nach einigem Herumprobieren, fiel mir auch wieder ein, warum ich den Jersey noch nicht vernäht hatte: Er reicht nicht aus.

Ähm, ja. Also habe ich schwarzen Jersey zum Kombinieren bestellt. Und da man schwarzen Jersey auch eigentlich immer gebrauchen kann, habe ich ein bisschen mehr bestellt. Und nachdem zwei Stoffpanele wieder verfügbar waren, die ich schon versucht hatte, letztes Jahr zu kaufen, mussten die natürlich auch noch mit…
Und wie der dunkelblaue Musselin, den ich schon mal vernäht hatte, in den Warenkorb gehüpft ist, weiß ich auch nicht so richtig…

Will sagen: Ich habe Stoffe bestellt.

Anleitungen

Den Ravello habe ich schon einmal gestrickt. Daher zählt die Anleitung nicht als “verbraucht”. Dafür habe ich “Wolkig”, “Edie” und “Don’t touch your face” erstmalig gestrickt und damit – 3 Anleitungen für diesen Monat zu verbuchen.

Sonstige Ausgaben

Diesen Monat ist wieder einiges für das Haus “draufgegangen” und ich habe ein etwas größeres Geburtstagsgeschenk gekauft.

Dafür haben wir es nun endlich geschafft, unseren Vorgarten fertigzustellen. Nach den Arbeiten, über die ich schon im April-Fazit geschrieben hatte, waren wir jede Menge Pflanzen kaufen. Über drei Stunden habe ich gebraucht, um diese einzugraben. (Mein Mann hat natürlich fleißig geholfen. Aber bei Pflanzen bin ich eigen. Mehr als Handlangerarbeiten durfte er nicht machen. Das wurde dann direkt durch einen heftigen Muskelkater mit Zerrung bestraft.)

Ein bisschen Platz ist trotzdem noch. Im Herbst folgt dann also der 2. Teil der Pflanzaktion. Da nicht mehr so viel fehlt, sollte das aber entspannter ablaufen.

Weitere Ausgaben waren ein Sonnenhut für mich – nachdem ich mir (alle Jahre wieder…) einen Sonnenbrand auf dem Kopf zugezogen hatte – und der nun monatlich anfallende Mitgliedsbeitrag für die örtliche SoLaWi.

SoLaWi bedeutet “Solidarische Landwirtschaft”. Es gibt ein Feld, auf dem Obst und Gemüse angebaut werden. Alle zahlen ein, alle helfen mit und teilen sich die Erträge dann. Im Prinzip also eine Gemüse-Genossenschaft.

Bewirtschaftet wird üblicherweise nach Bio-Prinzipien. Bei der SoLaWi, bei der wir jetzt Mitglied sind, wird Permakultur betrieben. Entsprechend steht nicht alles in “Reih und Glied”, sondern wild – aber geplant – “durcheinander”. Das Chaos hat System, wirkt aber auf jemanden, der sich nicht damit beschäftigt, unter Umständen seltsam oder sogar verlottert.

Es ist aber faszinierend zu beobachten, wie sich das Mikroklima ändert und sich die einzelnen Pflanzen unterstützen. So wächst z.B. Spinat unter Sträuchern: Der Spinat dient als Bodendecker und schützt damit den Boden um die Sträucher. Die Sträucher hingegen spenden dem Spinat ausreichend Schatten. Ich bin sehr gespannt, wie wir damit klarkommen und ob das was für uns ist. Vorerst sind wir für ein Jahr Mitglieder geworden.

Mit dem Mai ist also ein weiterer durchwachsener Monat vergangen. Trotz des Garnkaufes bin ich mit dem Abbau sehr zufrieden.

Ich kauf nix – Fazit April 2020

Der Ausnahmezustand ist zur Normalität geworden und ich weiß noch nicht, wie ich das finden soll. Spannend finde ich auf jeden Fall, dass wir uns – sowohl als Individuum als auch als Gesellschaft – vergleichsweise schnell anpassen können und aus der neuen Situation so zügig das neue Normal entsteht.

Emotional gab es bei mir eine kleine Achterbahnfahrt. Ich habe darüber mit einigen Kolleginnen gesprochen und denen ging es ganz genau so. Von “Zuhause bleiben ist voll ok und ich bin damit zufrieden.” bis “Ich mag einfach nicht mehr. Alles blöd und voller Probleme hier und mir fällt die Decke auf den Kopf.” war alles mit dabei.

Dazu kommt, die anfangs sehr spannungsgeladene Stimmung auf der Arbeit. Irgendwie schwebte immer ein Damoklesschwert über uns: Was, wenn es bei uns auch Fälle gibt? Was und wo werde ich arbeiten? Wie geht es weiter? – All diese und noch mehr Fragen haben mich sehr beschäftigt und beschäftigen und auch immer noch. Dennoch ist auch hier schon eine Art Routine angekommen und zwischendurch kann man – verhalten – etwas durchatmen. Das hilft.

Tee

Ich war brav und habe ausschließlich Vorräte aufgebraucht. Eine viertel Teebeutelpackung mit schwarzem Tee habe ich mit zur Arbeit genommen, da meine Vorräte dort aufgebraucht waren. Auch wenn ich im Moment nicht immer vom Büro aus arbeite, schmelzen die Vorräte dort zuverlässig. Da die Teebeutel im Büro inzwischen aufgebraucht sind, macht das eine leere Packung.

An Kräutertee war ich recht monogam, sodass ich hier schon ein gutes Stück von der 100 g-Packung geleert habe.

Außerdem hatte ich letztes Jahr einen Adventskalender mit schwarzem Tee von meinem Mann geschenkt bekommen. An jedem Tag waren 20g Tee in dem Kalender. Einige Packungen haben wir letztes Jahr gemeinsam aufgebraucht, aber der Mann mag Tee nicht so gerne und so ist der Verbrauch ein wenig ins Stocken gekommen. Im April habe ich aber wieder etwas mehr davon getrunken und eine Packung aufgebraucht.

Lesen

Mit meiner Konzentrationsfähigkeit ist es immer noch nicht weit her. Dennoch habe ich es ein paar Mal geschafft, mich mit Buch (und Tee) auf die Terasse zu setzen und ein paar Seiten zu lesen. “Equal Rites” habe ich in der letzten Aprilwoche beendet.

Dann habe ich als Geburtstagsgeschenk ein Buch im örtlichen Buchhandel bestellt und mir von dort liefern lassen. (Das haben die übrigens schon vor Corona gemacht. Wie so viele im Ort, habe ich es aber da noch nicht genutzt.) Bücher zum Verschenken zählen aber nicht für mich, finde ich.

Da Bücher allerdings nicht alleine reisen können (räusper), ist noch das Buch “Tücher in Runden stricken” von Andrea Brauneis für mich mitgereist.

Außerdem habe ich direkt ein neues Buch angefangen: Sophie Passmann “Alte weiße Männer”. Feministische Literatur für mich. Bisher unterhält es mich sehr gut.

Das macht also für April plusmins null Bücher.

Stricken

Ich verpacke ja am Ende des Jahres immer ein paar Einzelknäuel zusammen mit einer passenden Anleitung. In jedem Quartal des folgenden Jahres ziehe ich dann ein Päckchen und freue mich über die “neue” Wolle. Denn was ich genau in welches Päckchen gepackt habe, habe ich spätestens im Januar vergessen.

Dieses Jahr gibt es so eine Aktion in der Podcasting auf Deutsch-Gruppe bei Ravelry und ich mache mit.

In diesem Quartal war ein Strang Sockenwolle vom Wolldackel, den ich 2019 auf dem Düsseldorfer Wollfestival gekauft hatte, in der “Überraschungstüte”. Daraus habe ich Socken gestrickt; das Muster war Strickleiter/ Rope Ladder . Mit Wolle und Muster bin ich sehr zufrieden und ziehe 100g Sockenwolle von meinem Stash ab.

Dann habe ich an dem Ravello weitergestrickt und bin auch mit dem Körper fertig geworden. Bei der Hälfte des ersten Ärmels hat mich dann aber die Lust verlassen. Auf einen Winterpulli bei 23°C hatte ich einfach keine Lust. Im Moment liegt der Ravello noch in einer Tasche auf der Couch, aber ich überlege ihn bis zum Herbst einzumotten. Mal schauen.

Momentan ist mir ja eher nach Sommer zumute. Also habe ich das Oberteil Edie von Isabell Kraemer angefangen. Hier ziehe ich noch nichts aus meinem Stash ab, da ich noch nicht weit gekommen bin.

Sieht seltsam aus, lässt sich auch schlecht fotografieren, aber trägt sich sehr angenehm.

Dafür habe ich recht spontan den Cowl Wolkig von Martina Behm angeschlagen und innerhalb von 3 Tagen auch beendet. Verbraucht habe ich 100g Zitron Unisono und zwar vollständig.

Und zu guter letzt stricke ich ja zusammen mit einer Gruppe aus Dülmen einen Jahresschal. Jeden Monat gibt es ein neues Muster und ich habe etwas hinterhergehangen. Die Muster für März und April waren noch offen, aber ich habe beide beendet und bin jetzt auf den Mai gespannt. Für den Schal habe ich jetzt den 2. Strang Sockenwolle von PondeRosa gewickelt. Ich nehme damit also die ersten 100 g aus meinem Stash.

Den Ley Lines hatte ich letzten Monat nicht mit in meine Berechnung aufgenommen, da ich das Tuch da noch nicht gewogen hatte: 247,5 g.

Macht summa summarum -547,5 g und folgenden Endstand:
15,77 kg Garn im Stash mit 49,78 km Lauflänge.

Spinnen

Regenbogenwolle mit schwarzem Merino verzwirnt.

Auch im April war ich wieder fleißig. Zwar habe ich auf der Terasse wenig gelesen, aber dafür viel gesponnen:

  • 100 g Weißes Bergschaf
  • 100 g Rauwolliges Pommersches Landschaf
  • 100 g Regenbogen-Märchenwolle
  • 100 g Merino (schwarz)

Sind also stolze – 400 g!

Nähen

Genäht habe ich nicht viel. In der Hauptsache habe ich Masken gemacht, was mir aber überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Da ich auf der Arbeit aber welche tragen muss und mein Mann auch welche für die Fahrt mit den Öffis braucht, kam ich um diese Pflichtübung nicht herum.

Dafür habe ich nichts gekauft. Ist doch auch mal was.

Anleitungen

Ich bin standhaft geblieben und habe einen großen Bogen um neue, reduzierte oder kostenfreie Anleitungen gemacht.

Dafür habe ich die bereits erwähnten Anleitungen Strickleiter/ Rope Ladder, Wolkig und die März und April-Muster des Jahresschals verwendet.

Das sind demnach – 4 Anleitungen.

Sonstige Ausgaben

Der April steht mit seinem Quartalsbeginn hauptsächlich für Pflichtausgaben. Diverse Versicherungen wollten eine Menge Kohle haben…

Die Stiefmütterchen säen sich jetzt selbst aus.
Sooooooo schön!

Der größte Teil der sonstigen Ausgaben, den ich sonst noch hatte, waren Garten- und Baumärkte. Ich habe Erde, Samen und einige Pflanzen gekauft. Dann brauchte ich noch ein (biologisches) Mittel gegen Ungeziefer an den Zimmerpflanzen. Außerdem bin ich an Bio-Salatsetzlinge gekommen, die jetzt im Garten fröhlich vor sich hinwachsen.

Vom “Hausbudget” sind dann noch Bestellungen beim Baustoffhandel dabei gewesen, die ein großes Loch ins Budget gerissen haben. Natürlich war das geplant, denn wir möchten ja einen schönen Vorgarten haben. Da wir aufgrund einer “Umplanung” der Straßenhöhe leider einen ungeplanten Höhenunterschied von fast 40 cm ausgleichen müssen, mussten wir den Vorgarten nach vorne hin etwas abstützen, damit bei einem Regenguss nicht die ganze Erde auf die Straße geschwemmt wird. Außerdem haben wir noch Erde aufgefüllt, denn das was der Baugrund hergibt, ist einfach der letzte Sch…
Für die Versäuberungsschicht wollen wir nun noch Steine kaufen und dann kann es ans Bepflanzen gehen. Davon erzähle ich dir dann aber lieber separat.

Bei dem Rest bin ich “brav” gewesen und habe nur Lebensmittel eingekauft.

Fazit

Im April habe ich vergleichsweise wenig konsumiert. Trotzdem weint mein Konto – allein wegen der ganzen Fixkosten. Sparen wird also erst im Mai wieder machbar sein.

Dafür haben wir ganz viel in und am Haus abarbeiten können. Natürlich ist noch genug übrig – mit einem Haus ist man schließlich nie ganz fertig.

So suche ich immer noch einen hübschen kleinen Buffetschrank, den ich aufarbeiten möchte. Dann muss der Keller noch gestrichen werden und sowohl Vorgarten als auch Garten sind auch noch nicht “fertig”.

“Nix kaufen” hat also absolut nicht geklappt. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Ich habe so gut wie keine Sponankäufe getätigt und freue mich immer noch, welche Schätze ich da in meinen Vorräten habe und was ich daraus alles machen kann.
Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass ich so gut wie keine Sommergarne habe und ich fürchte, dass ich hier in nächster Zeit schwach werde. Versorgt bin ich in dieser Hinsicht aber erstmal trotzdem, sodass ich schon mit meinem ersten Sommeroberteil dieses Jahr anfangen konnte.

Ich kauf nix – Fazit März 2020

Momentan hält uns ja alle ein ganz anderes Thema in Atem. So sehr der Rückzug der gesunden Menschen ins Private der Umwelt nützt, so groß sind auch Unsicherheit und Aufregung in der Bevölkerung.

Für mich persönlich steht auf der positiven Seite, die Reaktion vieler, vieler handarbeitender Menschen. Es gibt Aktionen, Online-Stricktreffs und viel Miteinander ohne sich direkt gegenüberzusitzen. Und wenn ich ehrlich bin: Im normalen Alltag besteht mein Leben auch hauptsächlich aus Arbeit – Einkaufen – Zuhause herumpröddeln. Eingeschränkt fühle ich mich (momentan) nicht viel.

Auf der negativen Seite stehen neben den Kranken und Toten, dem egomanischen Verhalten zu vieler Menschen für mich persönlich auch der Wegfall eines signifikanten Anteils meiner Arbeit, mit allen Unsicherheiten und Problemen.
Persönlich vermisse ich aber auch die direkten Kontakte und auch wenn ich nicht jeden Tag zu meinen Eltern gefahren bin oder mich mit meinen Strickdamen getroffen habe, vermisse ich die Möglichkeit dies zu tun. Onlinetreffen sind da eine Möglichkeit, aber dennoch nicht dasselbe.

Vielleicht gerade deswegen möchte ich mich innerlich etwas ablenken und erzähle dir lieber, wie es diesen Monat mit meinem Konsum gelaufen ist:

Tee

Auch ich habe Hamsterkäufe im kleinen Rahmen getätigt. Neben einer Nudelschwemme, die ehrlicherweise versehentlich passiert ist (“Da war noch eine nicht ausgeräumte Tüte in der Ecke??? – Mist!”), habe ich mich mit Tee eingedeckt. Hinzugekommen sind also 200g loser Kräutertee. Dafür habe ich eine Packung schwarzen Tee (Beutel) leergemacht und zwei Packungen Kräutertee sind auch fast alle. Summa Summarum also + eine Packung.

Lesen

Ich habe die Graphic Novel “Watchmen” beendet. Zwischen den Comic-Bereichen gibt es zu jedem Kapitel einleitende, erklärende oder ergänzende Texte, die mich im Lesefluss etwas aufgehalten haben. Ich kannte ja vorher schon den Film und habe daher immer ein bisschen verglichen. Mein Fazit ist, dass der Film auch im Vergleich zur literarischen Vorlage sehr gut ist, das Buch aber natürlich mehr in die Tiefe geht und Hintergrundinformationen bietet. Alles in Allem aber vielleicht nicht die optimalste Geschichte, die man in Zeiten wie diesen lesen sollte.

Außerdem habe ich ein Buch angefangen: “Equal Rites” von Terry Pratchett. Was soll ich sagen? Pratchett halt. Schade, dass er nicht mehr unter uns weilt und weiter so wunderbare, verschrobene und witzige Geschichten schreibt. Hier bin ich mittlerweile auch schon bei der Mitte des Buches angelangt.

Dann habe ich beschlossen, dass ich auch Hörbücher hier erwähnen möchte. Davon habe ich nämlich auch einen virtuellen Stapel, auch wenn der nicht so groß ist, wie der physische. Ich höre seit Monaten immer mal wieder an “Die drei Sonnen” von Liu Cixin. Zwischendrin wurde es richtig zäh, weswegen ich das Hören immer etwas vor mich hinprokrastiniert habe. Durch fast zwei Wochen Krankschreibung (nichts ernstes, alles wieder gut) bin gut vorwärts gekommen: 1 h 44 m sind noch übrig und jetzt macht die Geschichte auch wieder Spaß.

Das Ergebnis bei den Büchern ist also -1 und viel Fortschritt bei den angefangenen Büchern.

Stricken

Ancasta aus Sockenwolle vom Finkhof – hier noch ohne vernähte Fäden…

Mein Ancasta-Kleid ist fertig!

Ich vermelde damit ein Minus von 624,2 g oder 1.560,5 m Garn. Zusätzlich habe ich einige Garne zum Basteln an eine Nachbarin verschenkt. Insgesamt habe ich damit ~ 17,24 kg bzw. ~ 54,12 km Garn in meinem Vorrat.

Daneben stricke ich gerade an einem Paar Socken, sowie einem weiteren Ravello. Beides ist hoffentlich Ende April fertig und nimmt noch mal einige Gramm Wolle aus dem Stash.

Spinnen

Sonne tanken und spinnen!

Das blaue Polwarth ist fertig versponnen und ich habe dazu noch schwarzes Merino versponnen. Ein Teil davon ist mit dem Polarth verzwirnt worden, den anderen Teil habe ich Navajo-gezwirnt. Aus den ganzen unterschiedlichen Variationen soll ein Tuch entstehen. Gewogen habe ich die Garne noch nicht, es werden aber so zwischen 200 und 250 g sein.

Ebenfalls fertig versponnen sind 100g braunes Bergschaf und ebenfalls 100g Alpines Steinschaf. Momentan überlege ich, ob ich nun mit dem weißen Bergschaf oder dem Rauwolligem Pommerschen Landschaf weitermachen soll.

Definitiv gibt es hier also ein Minus im Stash.

Nähen

Ich fühle mich gerade akut überfordert darin, mir das nächste Nähprojekt auszusuchen. Daher habe ich erst einmal beschlossen, die ungewaschenen Stoffe zu waschen und in der Zwischenzeit noch mal in mich zu gehen.

Ich habe außerdem zwei Mal Bündchenstoff gekauft (jeweils 30 cm) und zwei Packungen Nähmaschinennadeln.

Anleitungen

Ley Lines aus Merino-Garn von der Zauberwiese. Auch hier sind die Fäden mittlerweile vernäht.
Ich liebe diese Farbe!

Viele Designer haben auf ravelry Anleitungen kostenfrei herausgegeben und ich bin hier schwach geworden. Zwölf (!) Anleitungen sind daher in meine Bibliothek gewandert. Daher habe ich aufgehört in die einschlägigen Threads und Foren zu schauen. Das will ja alles auch genutzt werden.

Auf der “Minus-Liste”, weil beendet, steht die Anleitung zum Ancasta Dress.
Außerdem habe ich endlich den Ley Lines benndet, der schon seit dem Erscheinen auf meiner imaginären To Do-Liste steht. Aber gut, hat ja nur fünf Jahre gebraucht…

Das sind also insgesamt +10 Anleitungen.

Sonstige Ausgaben

Es wird Frühling und ich habe Blumensamen gekauft. Der Garten ist immer noch nicht so bepflanzt und bewachsen, wie ich das gerne möchte und so lange werden die Lücken von einjährigen Blumen gefüllt. Die Insekten und Vögel freuen sich.

Außerdem ist im März noch ein RÅSKOG samt diversem Zubehör von IKEA bei mir eingezogen und weil eine Strickfreundin und ich eh schon in Dortmund waren, haben wir auch bei Stoff & Stil eingekauft. Ich nenne jetzt also endlich eine Schneiderschere mein Eigen, sowie ein zweites Crasy Trio Set, dieses Mal in 2,0 mm.

Dringend nötig hingegen war es, ein Paar Stiefeletten reparieren zu lassen. Die Schuhe sind erst ca. ein Jahr alt und auf einer Seite hat sich die Sohle abgelöst. Und weil die Schuhsohle sowieso ziemlich dünn ist, habe ich die Schuhe direkt neu besohlen lassen. Der örtliche Schlüsseldienst/ Schuhservice hat sich schnell und gut darum gekümmert und ich hoffe, dass die Schuhe nun noch ein paar Jahre halten.

Fazit

Ich hatte viel Zeit und nach anfänglicher Motivation dann leider einen ganz schönen Durchhänger. Trotzdem habe ich eine Menge geschafft und “abgearbeitet”.

Ich hatte viele Kaufimpulse und habe auch etlichen nachgegeben. Einiges davon war sicherlich notwendig (wie die Schuhe) oder wenigstens hilfreich (wie der RÅSKOG, den ich sehr zu schätzen weiß). Andere Ausgaben hätte ich auf jeden Fall bleiben lassen können.

Nur, gerade im Moment möchte ich so viele Menschen unterstützen. Den Läden vor Ort bricht gerade die Laufkundschaft weg. Es gibt vor Ort einen Zusammenschluss von Geschäften, die einen Lieferdienst anbieten, was ich für eine tolle Idee halte. Auch im Handarbeitsbereich gibt es Handfärber, Stoffhändler und viele, viele andere, die unterstützenswert sind.

Leider habe ich nur begrenzte Mittel zu Verfügung und natürlich widerspricht das auch meinem Vorhaben. Das ist also gerade ein Zwiespalt, in dem ich stecke.

Ich halte dich weiter auf dem Laufenden und wünsche dir, dass du die aktuelle Situation gut überstehst und auch, dass du gesund bleibst.

Pass gut auf dich auf!

Ich kauf nix 2020

Gut, das ist natürlich etwas übertrieben – und ja, auch heute gibt’s kein direktes Wollthema bei mir. Instagram ist da (leider?!) einfacher und direkter. Ganz ohne Handarbeiten und Wolle geht es hier aber bestimmt nicht und es wird irgendwann wieder mehr werden.

Seit so ca. Mitte letzten Jahres springt mich neben dem Thema “Nachhaltigkeit” auch immer wieder das Thema “einfacher leben” an. Ich sehe das bei vielen Menschen in meiner Filterblase. Eigentlich sind viele satt, viele wollen nicht mehr blind konsumieren, sondern bewusst und dafür weniger.

Wie dich wenig überraschen wird, schleicht sich das also immer mehr in mein Leben und ich habe ebenfalls seit Jahren dieses Übersättigungsgefühl.

So sehen knappe 17 Kilo Garn aus…

Nachdem ich Anfang Februar meinen Stash auf einen Haufen geworfen, sortiert und katalogisiert habe, habe ich mein Gefühl des Zuviel schwarz auf weiß. Mir ging es vor ein paar Jahren ja schonmal so. Da hatte ich aber viele Spontankäufe und alte Schätzchen im Wollvorrat, die ich nicht mehr verstricken wollte. Meine Lösung war, alles ungeliebte (aber qualitativ hochwertige) Garn an den Strickkreis des örtlichen Tierheims zu spenden. So habe ich nicht nur meinen Stash verkleinert, sondern auch noch was Gutes getan.

Dieses Mal ist die Lage etwas anders. Bis auf eine verschwindend geringe Anzahl an Einzelknäulen mag ich meine Wolle und möchte sie auch auf jeden Fall verarbeiten.


Auch bin ich nicht der Typ für den ebenfalls aktuellen Minimalismustrend. Den Stash komplett verkaufen/ verschenken geht also auch nicht.

Also heißt meine Lösung: Verarbeiten vor Kaufen. Das passt auch wunderbar zum Projekt Kleiderschrank, denn statt Energie aufzuwenden neue Dinge zu kaufen, kann ich diese dafür verwenden, die vorhandenen Sachen zu verarbeiten um sie anschließend auch zu benutzen.

Tatsächlich neige ich in einigen Bereichen zum horten. Gut, Messi-Ausmaße nimmt es lange nicht an und für die laufenden Kosten ist auch ausreichend Geld übrig, aber dennoch möchte ich es jetzt wieder ernsthafter angehen, alles zu reduzieren. Ein weiterer Nebeneffekt dürfte sein, dass ich Geld spare. – Das hoffe ich jedenfalls.

Deswegen hier meine Regeln für meinen persönlichen Konsumverzicht bis Ende 2020

Generell achte ich in den allermeisten Fällen darauf, ob der Kauf notwendig ist. Große Anschaffungen bespreche ich natürlich auch ausgiebig mit meinem Mann. Hier sehe ich also keinen besonderen Handlungsbedarf.

Meine Achillesfersen sind allerdings für meinen Geschmack zu zahlreich. Deswegen möchte ich besonders auf diese Dinge achten:

  • Tee
    Ziel: Verbrauchen.
    Nur noch 6 Sorten (mit jeweils einer Packung…) im Haus zu haben. Zwei davon sind für Fenchel- und Pfefferminztee gesetzt.
    Den wirklich leckeren Adventskalendertee aus 2019 verbrauchen.
  • Bücher
    Ziel: SuB verkleinern.
    Bücher, die nicht mehr gelesen werden, verschenken/ verkaufen.
    Maximal ein neues Buch pro Monat kaufen.
    Ausnahme: Fachbücher
  • Garne
    Ziel: Stash verkleinern.
    Neukäufe gehen nur, wenn vorhandenes Garn verarbeitet oder verschenkt/ verkauft wurde.
  • Fasern
    Ziel: Machen!
    Mindestens 4 Spinnprojekte beenden.
    Nichts neu kaufen.
    Ausnahme: Für Recherchezwecke dürfen Fasern lokaler Schafrassen gekauft, müssen aber auch zeitnah verarbeitet werden.
  • Stoffe
    Ziel: Nähen!
    Vorräte im Sinne des Projekt Kleiderschrank verarbeiten.
    Bis zum 31.03. konkreten Plan aufstellen, was im Kleiderschrank fehlt und was davon aus bereits gekauften Stoffen genäht werden kann.
  • Anleitungen
    Ziel: Vorhandenes verwenden.
    Erst die schon vorhandenen Anleitungen durchschauen, ob was Passendes dabei ist.
    Keine “Oh, das ist ja gerade reduziert!”-Käufe mehr!

Ich halte dich auf dem Laufenden, wie gut das Ganze klappt.

Jahresziele, Monatsziele – nötig oder überflüssig?

Ich hoffe, dass du gut ins neue Jahr gestartet bist. Der Januar hatte ja schon so einiges “zu bieten” – leider vor allen Dingen schlechte Nachrichten aus der Welt.

Andererseits: Wann sind einem je überwiegend gute Nachrichten aus den Medien entgegengeschwappt? Es liegt auf jeden Fall viel im Argen, keine Frage und für die Betroffenen in Australien oder China ist es auch kein Trost, wenn es woanders gut läuft. Dennoch: Die Welle an Unterstützung und Hilfen aus aller Welt ist in all der Zerstörung dann doch wieder eine gute Nachricht.

Der seit Jahren anhaltende Hygge-Trend ist ein Zeichen dafür, dass sich die Menschen – zumindest in der westlichen Welt – wieder mehr in sich selbst zurückziehen. Je komplizierter die Welt ist, desto lieber zieht man sich in das Bekannte zurück. Das kann eben von Hygge reichen (was ja erstmal was positives ist, denn es tut dem Einzelnen gut) aber geht leider auf der anderen Seite auch bis zur Furcht vor allem Neuen, allem was anders ist. Ersteres ist hübsch und plüschig und letzteres dann voller Hass und Verachtung.

Da die Welt nicht schlagartig simpel und “wie in den guten alten Zeiten” wird, braucht der eine oder andere eben andere Strategien. (Wobei das mit “früher war alles besser” auch ein anderes Thema ist. – Um es mit Volker Pispers zu sagen: “Früher war nicht alles besser, früher war nur alles früher.”)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde persönliche Ziele sinnvoll und ich erkläre dir auch warum das meine Meinung ist – und in welchen Fällen sie es dann doch nicht sind.

Neben all den Nachrichten strömen so viele Dinge auf uns ein. Alles ist jederzeit verfügbar – das schließt auch Menschen ein. Glücklicherweise ist es bei mir nicht der Fall, aber wie viele Chefs und Kollegen schreiben oder rufen Mitarbeitende im Feierabend oder im Urlaub an? Klar gibt es Fälle, in denen es gerechtfertigt ist. Ich behaupte aber, dass der allergrößte Anteil Kinkerlitzchen sind, die man genau so gut am nächsten Tag oder nach dem Wochenende, nach dem Urlaub, etc. besprechen kann.
Beeinflussen kann man so etwas leider nicht immer.

Das, zusammen mit “Freizeitstress” und einer höher-schneller-weiter-Mentalität, kann leider mächtig schief gehen.

Viel zu schnell landet man im Hamsterrad und findet den Ausstieg nicht mehr. – Mehr dazu z.B. in diesem Artikel auf der Zeit-Seite.

Ich bin auch so ein Kandidat dafür. Mein Perfektionismus und mein Pflichtgefühl stehen mir da leider oft im Weg.

Deswegen sind Ziele für mich so wichtig. Ich lege damit Prioritäten fest, eben auch für meine Freizeit. So laufe ich nicht Gefahr, vor meiner Wolle zu stehen und völlig überfordert zu sein weil ich nicht weiß, wo ich anfangen und wo ich aufhören soll. Denn auch hier gibt es so viele Einflüsse: Wie viele Handfärber möchte man eigentlich unbedingt mal ausprobieren, wie viele Anleitungen hast du so gekauft und dann doch nie genutzt?

Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, mich mindestens alle 2 Wochen hinzusetzen, einen Wochen-, oder Monatsplan zu schreiben und zu sortieren, was ich noch machen will. Haben sich z.B. meine Prioritäten geändert und ich sollte alte Ziele aussortieren? Bin ich auf dem Weg, auf dem ich sein möchte? Aber auch: Bin ich irgendwo abgebogen und stelle fest, dass es hier doch viel schöner ist als gedacht?

Denn gerade letzteres finde ich wichtig. Denn wenn man bei seinen persönlichen Zielen auch in den Perfektionismus gleitet, wird das alles auch wieder stressig. – Glaub mir, ich spreche da aus eigener Erfahrung. An einmal gesetzten Zielen mit aller Kraft festzuhalten und sich verbissen da durchzukämpfen bringt in beruflichen Zusammenhängen genau so wenig, wie in privaten. Und dabei spreche ich nicht davon, tausend Dinge anzufangen und nichts zu beenden, sondern eher von dem berühmten (und ja, auch schon recht abgelutschtem) Spruch von dem Cowboy und dem toten Pferd, von dem man irgendwann absteigen sollte.

Vielleicht ist also der Begriff “Ziele setzen” nicht ganz passend. Vielleicht sollte man es eher “Kompass” nennen, oder “Richtlinien”?

Denn klar ist: Ich erreiche meine Ziele nicht immer. Manchmal nehme ich mir vor eine Mütze zu stricken und dann endet es damit, das aus der Wolle Socken werden.
Genau das ist in diesem Monat nämlich passiert. – Ein Foto kann ich dir allerdings noch nicht zeigen, denn die Socken liegen gerade in der Wäsche.

In der Podcasting auf Deutsch-Gruppe bei ravelry, haben wir pro Jahr einen Thread mit Monatszielen. Wenn du in den Thread von 2019 hineinschaust, wirst du sehen, dass ich meine Ziele oft nicht erreicht habe. Aber wenigstens habe ich in diesen Fällen eine bewusste Entscheidung getroffen. Und manchmal ist ein Sonntag auf der Couch eben wichtiger, als unbedingt einen Pullover zu einem Stichtag fertigzubekommen.

So wie heute. Ein Tag, an dem ich lieber dieses hier schreibe, als – wie geplant – mein T-Shirt fertig zu nähen. Bei dem Wetter brauche ich eh noch keins. 😉

In diesem Sinne: Trete einen Schritt zurück, sammel und sortier dich, setz dir Ziele und werfe sie im Zweifel auch ruhig mal über Bord.

Faserverzückter Jahresrückblick 2019

Am letzten Sonntag des Jahres sitze ich bei einem verspäteten Frühstück (Brot mit Marmelade und Quark – kennst du das auch?) und – endlich! – winterlichem Wetter an meinem Rechner und dachte mir, dass dies der richtige Zeitpunkt für den Faserverzückten Jahresrückblick ist.

Dieser wurde von Distelfliege gestartet und läuft über die ravelry-Gruppe “Podcasting auf Deutsch“. Dort findest du bald auch viele andere Rückblicke.

Handarbeitsfragen

Einfacher Raglan-Pullover, aber eines der am meisten getragenen selbstgemachten Kleidungsstücke 2019

Wie lief es mit deinen Projekten 2019, hast du dir deine Strick- Spinn-, Häkel-, Web- und sonstigen Wünsche erfüllt, deine Ziele erreicht? Oder kam es doch ganz anders, und wenn ja, wie ist es dir ergangen?

Mein erster Gedanke war gerade: Ich bin nicht ganz zufrieden, denn ich habe viel weniger Kleidungsstücke gestrickt und genäht, als ich es gern getan hätte.
Ein Blick in meine Projekte bei ravelry hat mich dann direkt eines besseren belehrt:
Von 16 Projekten, die ich mir vorgenommen hatte, zu stricken habe ich tatsächlich 21 beendet.
Davon sechs Oberteile und einen Rock. Doch gar nicht so schlecht, die Quote.

Noch nicht fertig, aber es fehlen nur noch die Knöpfe!

Genäht habe ich zwei Jogginghosen, ein Kleid (und bei dem auf dem Bild fehlen nur noch die Knöpfe), ein Langarm-Shirt und einen Sweat-Blazer. Ich finde, dass das noch ausbaufähig ist.

Mein “Spinn-Mojo” hingegen habe ich erst im Dezember wiedergefunden. Hier habe ich einen Faser-Adventskalender versponnnen und verzwirnt.
ich habe allerdings gerade große Lust, die versponnenen Garne zu verstricken und auch schon eine Idee…

Was war dein Highlight (deiner Handarbeitsprojekte) und warum?

Eigentlich bin ich mit allem zufrieden, was ich gemacht habe. Besonders sind vielleicht der oben schon genannte Faser-Adventskalender und der Zweig-Pullover, von dem ich dringend noch einen zweiten brauche.

Wie hat sich dein Stash entwickelt? Bist du dem aktuellen Minimalismustrend erlegen oder konntest du da gegensteuern?

Ich habe gekauft und gekauft und gekauft. Ich spare jeden Monat einen kleinen Betrag für besondere Handarbeitseinkäufe. Im letzten Jahr habe ich schon einen kleineren Beitrag aus dieser Kasse für das Wollfestival in Düsseldorf genommen, aber in diesem Jahr habe ich die Kasse fast komplett aufgelöst. Ich habe wundervolle, hochwertige Wolle gekauft und bin strikt bei meinem Einkaufszettel geblieben. Nichtsdestotrotz waren meine Taschen prall gefüllt.

Sockenwolle vom Wolldackel

Direkt danach habe ich noch bei Baumwolle zugeschlagen, da ich mehrere Baker’s Twine stricken wollte. Das habe ich auch getan, aber dennoch ist noch jede Menge Baumwolle da. Ich denke, ich werde darauf zurückgreifen, wenn es im nächsten Sommer zu warm für Wolle ist.

Zu guter letzt habe ich noch einen ordentlichen Teil meines Weihnachtsgeldes in Garn investiert. Ich habe bei Schaf im Schrank, bei Finkhof und bei Frau Odersocke bestellt.


Bis auf den einen oder anderen Strang Sockenwolle, ist auch bereits alles für Strickprojekte vorgesehen. Dennoch ist mein Stash wieder mehr als randvoll.

Was war für dich dieses Jahr Bemerkenswertes in der Faser-Community los? Zu welchen Events bist du gegangen, an welchen Diskussionen hast du teilgenommen?

Oh, da war einiges!

Im April war ich auf der H+H. Dies ist eine Fachmesse für Handarbeits- und Hobbybedarf. Die schiere Menge an Ausstellern hat mich fast erschlagen. Dennoch war es sehr spannend und interessant, neue Händler, neue Kollektionen und neue Garne kennenzulernen.

Am 8. Juni dann, war “Knit in Public Day” den Caia vom Wollshop Lanaphilia organisiert hatte. Wir haben uns an der Burg Vischering in Lüdinghausen getroffen. Das Wetter war mies, aber die Laune super.

Selbstgenäht – Schnitt aus der Ottobre

Im August bin ich mit zwei Strickfreundinnen nach Düsseldorf zum Wollfestival gefahren. Es war voll, es war tierisch warm und absolut nicht förderlich für meinen Kontostand.
Aber es war toll. Mit einigen Mitgliedern der oben schon erwähnten Podcasting auf Deutsch-Gruppe gab es ein Treffen und ich habe viele, viele alte und neue Bekannte getroffen.

Noch erwähnen möchte ich auf jeden Fall noch die Treffen mit dem Dülmener Stricktreff, dem Stricktreff im Wollshopbüro von Lanaphilia, “mein” Strickcafé und die vielen, vielen Begegnungen mit wundervollen Menschen.

Holla die Waldfee, Es war ja wirklich ein diskussionsreiches Jahr! Wenn du teilgenommen hast und etwas für dich mitgenommen hast, erzähl doch was davon.

In der Retrospektive sind viele unangenehme Themen hochgekocht.

Zum Beispiel die Diskussion über Rassismus in der Handarbeitsszene, die mir ehrlich gesagt in meiner kleinen Filterbubble gar nicht bewusst war. Traurig aber wahr. Das Gute ist, dass es Änderungen gab. Vielleicht zu kleine Änderungen, aber es wurde etwas angestoßen, dass unsere Handarbeitswelt hoffentlich inklusiver, bunter und vielfältiger macht.

Die zweite Sache, die für große Wellen gesorgt hat, spielt in die Rassismus-Debatte mit hinein. Denn das ravelry-Team hat Menschen, die Trump unterstützen vor die Wahl gestellt: Rede nicht über Politik oder geh.
Im deutschsprachigen Bereich habe ich mich auch an der Diskussion um rechte Parteien und Nazis beteiligt, die leider nicht von allen Seiten sachlich geführt wurde und nach der ich den einen oder anderen ravelry-Nutzer mit anderen Augen sehe.

Dann gibt es ein Thema, dass sich irgendwie still und leise in mein Leben geschlichen hat und doch sehr weitreichend ist: Nachhaltigkeit.

Ich habe viel nachgedacht über unsere Zukunft und habe mich in Sachen Handarbeit gefragt, ob wir wirklich so nachhaltig sind, wie wir auf den ersten Blick meinen.

Eine Konsequenz daraus war meine Reihe über lokale Schafrassen, die ich auch im kommenden Jahr fortsetzen möchte.

Deine Lieblingsdesigner_innen 2019? Oder dein Lieblingsdesign?

Puh. Gute Frage. So wirklich unzufrieden war ich mit keinem meiner Projekte. Einen einzelnen Lieblingsdesigner kann ich gar nicht nennen.

Welches war Dein liebstes Garn und Dein ungeliebtestes in diesem Jahr?

Ich brauche unbedingt Kleidungsstücke aus Bergschaf-Wolle und aus der Wolle des Rauwolligem Pommerschen Landschaf!
Fehlgriffe habe ich dieses Jahr entweder noch nicht getan, oder sie noch nicht entdeckt, weil das Garn noch im Stash schlummert.

Hast Du etwas neues gelernt und wenn ja: was?

Ich hatte mir vorgenommen eine neue Technik zu lernen. Irgendwie ist darauf aber nicht so recht was geworden. Macht aber nix – für nächstes Jahr gibt es schon konkrete Pläne.

“Einmal und nie wieder!” – hattest du so einen Moment, und wenn ja, was war’s?

Nein. Jedenfalls nichts, was mir einfallen würde.

Allgemeine Fragen

Welches war Dein Lieblingsbuch in 2019?

Ich habe endlich geschaft “American Gods” von Neil Gaiman zu beenden und mag die Schreibweise und die Welten von Gaiman sehr gern. Die amazon-Serie dazu ist gleich und doch anders und auf ihre Weise gut.

Dann habe ich noch eine seichtere Empfehlung: Graeme Simsion “Das Rosie-Projekt” hat mich ein bisschen verzaubert.

Was hast du 2019 sonst noch entdeckt, was dich auch 2020 weiter begleiten wird?

Hier sind wieder die Diskussionsthemen aus 2019: Nachhaltigkeit und Rassismus.

Hast Du neue Podcasts entdeckt? Und wenn ja, welche? Gerne auch abseits der Handarbeitsszene, was kannst Du empfehlen?

Nicht für jeden Geschmack was, aber meistens mein Humor: Alliteration am Arsch mit Bastian Bielendorfer und Rainhard Remford. Und das, obwohl ich eigentlich nicht auf reine Laberpodcasts stehe.

Ans Herz legen kann ich dir außerdem noch:

  • Die Anachronistin – Nora Hespers auf den Spuren ihres Großvaters, des Widerstandskämpfers Theodor Hespers.
  • Faking Hitler – über die gefälschten Hitler-Tagebücher und wie es dazu kam
  • Denkangebot – Katharina Nocun spricht fundiert und gut recherchiert über politisch relevante Themen.

Handarbeitspodcasts höre ich natürlich auch reichlich. Besonders toll finde ich – neben den “Dauerbrennern”)

Hast du 2020 ein Ziel/Ziele, die du erreichen möchtest (auch abseits von Handarbeit)?

Eindeutig ja! Nachdem ich dieses Jahr schon 10 Kilo abgenommen habe, möchte ich das im kommenden Jahr weiterführen – weitere 10 Kilo sollen purzeln und natürlich auch auf Dauer wegbleiben. In dem Zusammenhang möchte ich meine Laufleistung verbessern: 5 km durchlaufen wären super, 10 km ein Traum!

In Sachen Handarbeit möchte ich hauptsächlich dranbleiben: Das Projekt Kleiderschrank soll genauso weitergehen wie die Vorstellung von heimischen Schafrassen.

Auch mein Stash soll wieder kleiner werden. Das gilt für alles, was ich in Sachen Handarbeit habe: Garne, Fasern und Stoffe. Ich habe auch wieder ein eigenes “Garn-Abo” geplant. Hier packe ich Garne aus meinem Stash zusammen mit Anleitungen in Tütchen und ziehe dann jedes Quartal eins davon. Heute gepackt, kann ich dir bereits in wenigen Wochen nicht mehr sagen, was ich da hineingepackt habe und so lasse ich mich übers Jahr überraschen.

Ein bisschen was Neues möchte ich aber doch lernen und zwar das, was ich eigentlich für dieses Jahr geplant hatte: Fair Isle bzw. Colourwork und Brioche.

Danke, das du bis hierhin durchgehalten hast!

Vielleicht hast du ja auch Lust auf einen Jahresrückblick? Dann würde ich mich freuen, wenn du mich verlinkst und mir Bescheid gibst, damit ich deinen Rückblick auch lesen kann. – Schau auch gerne in die ravelry-Gruppe Podcasting auf Deutsch hinein. Nette Leute, nette Aktionen – was will man mehr?!

Ein bisschen Farbe zum Jahresende




Ich wünsche dir einen guten Start
in das neue Jahr,
Gesundheit und Zufriedenheit!

[Projekt Kleiderschrank] Rückblick – Ausblick

Der nächste Beitrag zu heimischen Schafrassen liegt weiterhin in der Warteschleife.
Alle Maschenproben sind gestrickt, der Beitrag ist so weit fertig und ich habe von sehr hilfsbereiten Schäfern und Schafzüchtern Bilder zur Verfügung gestellt bekommen. – Fehlen also nur noch Fotos der Maschenproben. Dazu sollte ich in den nächsten Tagen noch kommen.

Zeit also, nach einer halben Ewigkeit mal wieder zum Thema Kleiderschrank zu resümieren und auch nach vorn zu blicken.

Rückblick

Den ursprünglichen Bedarf habe ich tatsächlich das letzte Mal im Januar 2018 aufgeschrieben. Seitdem habe ich – mal mehr, mal weniger; wie das im Leben immer so ist – daran gearbeitet und in der Zwischenzeit eine Menge gelernt. Auf der einen Seite habe ich ein Blick für Schnitte und Maße entwickelt und auf der anderen Seite habe ich auch viel über mich gelernt.

Klamotten einkaufen ist dadurch tatsächlich noch schwieriger geworden – was ich nie geglaubt hätte. Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen in der ganzen Sache.

Meine persönlichen Ansprüche an Schnitt und Material sind stark gestiegen. Gerade gestern war ich nach langer Zeit mal wieder los um Hosen für mich zu kaufen. Diese hatte ich schnell gefunden. Also habe ich noch ein wenig rechts und links geschaut. Selbst in den Läden mit Markenklamotten fanden sich fast ausschließlich Klamotten aus Polyesther, Polyacryl und Co. Der andere große Block an Stoffen war Viscose. Beides mag ich nicht auf der Haut tragen.

Seitdem ich mich intensiver mit Garnen beschäftigte, zieht es mich sehr stark in die Richtung “zurück zur Natur”. Ein gewisser Poly-Anteil ist je nach Zweck in Ordnung, mehr als 30% finde ich allerdings schwierig.

Interessant finde ich, dass solche künstlichen Materialien seit einiger Zeit als besonders toll, da vegan beworben werden. Ja, Polyacryl ist vegan, keine Frage. Abgesehen von den Trageeigenschaften (ich sag nur: versuch mal Schweißgeruch aus so was rauszuwaschen) missfällt mir aber, dass von einer wichtigen Tatsache abgelenkt wird: Polyesther, Polyacryl und Co. werden aus Erdöl hergestellt. – Eine endliche Ressource also. Davon abgesehen ist das Ganze nicht besonders umweltverträglich. Warum genau, kannst du in diesem Artikel bei Utpoia lesen.

Aber zurück zu meinem Kleiderschrank.

Seit dem Start meines Nähkurses und dem Start dieser Aktion sind einige Kleider “eingezogen”. Ein Kleidungsstück, dass ich früher so gut wie nie getragen habe.

Beruflich ist es bei mir schwierig, Kleider und Röcke zu tragen. Ich krieche häufiger mal unter Tischen herum, wenn ich Technik auf- bzw. abbaue. Da finde ich Röcke und Kleider einfach unangenehm zu tragen. An Tagen, an denen nichts derartiges anliegt, greife ich mittlerweile aber gern darauf zurück.

Ich habe außerdem angefangen T-Shirts selber zu nähen.

Dank dem Zuspruch meiner Nähkursleiterin und auch von Hanna und Nria vom Blog Mondkunst habe ich mich an das Nähen von Jersey gewagt.

Eine Weile habe ich fast nur Jersey vernäht. Aktuell schleicht sich aber wieder Webware ein. Ich nähe seit dem Frühsommer an einem Hemdblusenkleid aus schwarzem Leinen.

Danach soll aber wieder was aus Jersey folgen. Ausgedruckt ist das Schnittmuster schon – mal schauen, wann ich starten kann.

Gestrickt habe ich natürlich auch einiges. Es sind mehrere Pullover und Jacken entstanden, Handschuhe, Socken und Tücher. Ich habe ja immer das Gefühl, dass andere viel mehr schaffen und ich bei der schieren Menge an Inspiration gar nicht mehr hinterherkomme all das zu machen, was ich gerne möchte. Rückblickend kann ich aber doch gut zufrieden sein.

Das hier ist übrigens meine Liste aus 2018:

  • Stricksocken
  • Dunkle Jeans
  • Dunkle Stoffhose
  • Wintermantel
  • Blazer, bevorzugt in einem dunklen Grau
  • Strickjacken in neutralen Farben
  • Langarmshirts
  • T-Shirts/ Tops fürs Büro
  • Handschuhe
  • Mützen

Bislang habe ich nicht alles davon umgesetzt, aber das ist ja auch ein Marathon, kein Sprint. Auf dem Weg zu DEM Kleiderschrank ist mir auf jeden Fall bewusst geworden, was ich überhaupt möchte. Im Wesentlichen sind das zwei Dinge:

  • Farbe
  • Mich nicht verstellen

In Sachen Farben bin ich sicherer geworden, was ich tragen kann und möchte. Im Wesentlichen läuft es auf ein blaustichiges Grün, Petrol und ein bisschen Gelb hinaus.

Mit “mich nicht verstellen” meine ich, dass ich nunmal nicht der Typ Bluse und Pumps bin. War ich nie, werde ich vermutlich auch nie sein. (Man soll ja niemals nie sagen, aber das ist dann doch schon unwahrscheinlich.) Ich habe aber gelernt, dass man um schick zu sein, sich nicht zwangsläufig aufbrezeln muss. Ich würde meinen Stil mittlerweile als irgendwas zwischen
Nerd-Chic und seriös-bekloppt beschreiben. Kann man sich wahrscheinlich nicht wirklich vorstellen, ohne mich gesehen zu haben.

Welches Thema mich auch beschäftigt hat, ist: Wie viel Kleidung brauche ich eigentlich? Elle Puls hat dazu kürzlich eine Podcast-Folge veröffentlicht. Sie verweist da auf eine Formel von The Vivienne Files.

Nach dieser Formel komme ich für die kalte Jahreszeit (also usselige Herbsttage, Winter und doofe Frühlingstage) auf 49,5 Kleidungsstücke und für die warme Jahreszeit auf 40,43. Insgesamt sollte mein Kleiderschrank also aus ~ 91 Kleidungsstücken bestehen. Ohne nachzuzählen gehe ich davon aus, dass ich deutlich mehr habe. Dazu gehören allerdings auch Sachen, wie Kleider, die ich zu einer Hochzeit anziehen kann, oder eine weiße Bluse, die ich trage, wenn es gefordert wird. (Ich habe z.B. mal bei einer Veranstaltung geholfen, bei der alle eine weiße Bluse bzw. ein weißes Hemd und eine schwarze Hose tragen sollten.) Trotzdem sehe ich auf jeden Fall in Sachen Garderobe noch Luft nach oben.

Damit komme ich also zum

Ausblick

Ich fasse mich in Form einer Liste kurz. – Einiges übernehme ich von der alten Liste, es gibt aber auch neue Ziele:

  • Nähen: Dunkle Stoffhose
  • Nähen: Blazer (anthrazit, oder allgemein: dunkler Grauton)
  • Nähen: Tunika(-blusen)
  • Nähen/ Stricken: T-Shirts/ Tops fürs Büro
  • Nähen/ Stricken: Leggins
  • Nähen/ Stricken: Röcke
  • Stricken/ Nähen: Pullover (Fair Isle oder Norwegermuster – genäht Basic-Modelle)
  • Stricken: Jacken oder Cardigans (neutrale Farben oder “meine” Farben)
  • Stricken: Socken (nicht vorrangig, aber wenn dann gerne in knalligen Farben)
  • Stricken: Mützen

Ganz auf Kaufbekleidung verzichten möchte ich nicht. Gerade Jeans finde ich selbstgenäht schwierig. Zum einen braucht man dazu eine Maschine, die vernünftig durch mehrere Lagen Jeans näht und zum anderen sehen Jeans ohne Waschung schnell seltsam aus. Auf meiner “weiterhin kaufen”-Liste steht also:

  • Jeans
  • Winterjacke
  • Sportbekleidung
  • Unterwäsche
  • Nerdshirts

Wochenrückblick 15

Nach dem Ende der Sommerpause ist mir mal wieder nach einem Wochenrückblick zumute. Eigentlich wollte ich den nächsten Artikel über Schafrassen schon fertig haben, aber ich stricke noch an der zweiten Maschenprobe von dreien und danach möchte ich ja auch noch alles waschen und fotografieren. Wenn ich hier fertig getippt habe, werde ich mich also mit einem heißen Tee gemütlich auf die Couch setzen und ein wenig stricken.

Kreativ

Ich verliere immer so schnell aus den Augen, was ich schon alles so gewerkelt habe und komme mir dann vor, als ob ich gar nichts schaffe.

Dabei habe ich neben gleich mehreren Paar Socken auch ein Oberteil fertigbekommen. Leider hatte ich es – trotz Pulloverwetter seit ein paar Tagen – noch nicht an, da mir noch eine passende Hose dazu fehlt. Ich bräuchte eh dringend neue Hosen, aber davon erzähle ich dir weiter unten dann mehr.

Außerdem habe ich einen ganzen Nuvem gestrickt. Das Ende zog sich ganz schön, und als ich bei der (abgewandelten) Kante auch noch einen Fehler gemacht hatte, hat es mir gereicht. Nach ein paar Runden ohne Netzmuster habe ich dann abgekettet. Es ist trotzdem ein riesiges Teil geworden. Getestet habe ich es auch schon und man kann sich wunderbar darin einkuscheln.

Nuvem beim Trocknen in den letzten Sommersonnenstrahlen

Eigentlich wollte ich schon den Pullover “Zweig” angeschlagen haben, allerdings habe ich beim Baden der Maschenprobe festgestellt, dass die blaue Wolle ausblutet. In Kombination mit einem hellgrauen Kontrastgarn ist das nu nicht so prickelnd. Entsprechend heißt es erstmal: Garn umwickeln, waschen, in Essig baden, trocknen lassen, wieder umwickeln. Falls mir nicht noch spontan ein anderes passendes Garn in die Hände fällt, wird der “Zweig” also noch warten müssen. Die Zwischenzeit vertreibe ich mir mit dem Stricken der oben erwähnten Maschenproben und von zwei Mützen. – Letztere muss ich allerdings auch noch anschlagen…

Genäht habe ich übrigens auch. Vor der Sommerpause habe ich angefangen ein Hemdblusenkleid aus schwarzem Leinen zu nähen und da bin ich immer noch dran. Immerhin fehlen jetzt “nur” noch Manschetten, Brusttaschen, Saum und Knöpfe/ Knopflöcher. Vielleicht also nächste Woche endlich?

Arbeit

Wie üblich bedeutet der Herbst viel Arbeit und Überstunden. Wir schreiben gerade am Fortbildungsprogramm für 2020 und so langsam muss das Ganze Gestalt annehmen. Am Samstag war ich deswegen gute vier Stunden arbeiten. Klingt irgendwie doof, mache ich aber eigentlich ganz gerne. Man wird wenigstens nicht gestört und kann in Ruhe (und mit was leckerem zu Essen und zu Trinken) was wegarbeiten.

Vor ein paar Wochen habe ich übrigens selbst eine interessante Fortbildung besucht. Thema war das “Zürcher Ressourcen Modell“. So auf die Schnelle ist es schlecht zu erklären. – Im Wesentlichen geht es darum den “inneren Strudelwurm*” bei Entscheidungen mitzunehmen und dadurch aus “ich muss” “ich mache” zu machen. Hat ganz viel mit dem (neu) Vernetzen von Nervenbahnen und tiefenpsychologischen Bildern zu tun.

 * Strudelwürmer gibt es wirklich. Das ist eine Tiergattung, die ein guter Indikator für sauberes Wasser ist. Die Tierchen kennen also im Prinzip nur "mag ich = ich bleib hier" oder "mag ich nicht = ich will weg". Das ZRM nutzt dieses Bild um das Bauchgefühl zu umschreiben.

Sport + Gesundheit

Hier hat sich den Sommer über einiges getan! Kam ich ja zunächst nicht “inne Pötte”, habe ich im Mai mit einer Ernährungsberatung angefangen. Eigentlich weiß ich ja, wie alles so funktioniert, aber es war trotzdem die richtige Entscheidung, sich einen Profi dazuzuholen. Neben der obligatorischen Ernährungsumstellung (bei der gar nicht sooo viel nötig war), habe ich angefangen Sport zu machen.

Yoga mache ich ja schon seit Jahren, das habe ich beibehalten. Zusätzlich habe ich angefangen zu laufen. Erstmal flottes Spazierengehen, dann Walking (ohne Stöcke, die find ich doof). Momentan ist meine Standard-Runde 5,2 km lang und ich laufe im Durchschnitt zwei Mal in der Woche. Heute dann bin ich meinen ersten Kilometer gejoggt! Den letzten Kilometer bin ich dann wieder in meinem üblichen Tempo gelaufen und war zwar angestrengt, aber weniger aus der Puste als erwartet.

Ich stelle meine Strecken übrigens bei Strava an. Falls du auch dort bist und wir uns gegenseitig folgen wollen, melde dich gerne bei mir: yggdrasilsblog@gmail.com oder per PN bei ravelry.

Anfang dieser Woche habe ich es außerdem mit Gymnastik versucht. Das Ergebnis waren 3 Tage heftiger Muskelkater. Ich bleibe dran…

Aktueller Stand in Kilos sind seit Mai übrigens: – 7,2

Garten + Grünzeug

Ich habe letztes Wochenende angefangen den Garten winterfest zu machen. Der komplett verblühte Schmetterlingsstrauch ist bereits komplett zurückgeschnitten und der verblühte Lavendel ebenfalls. Die Gemüsebeete sehen sehr verlottert aus. Den Fenchel mag ich allerdings noch nicht zurückschneiden, da noch einzelne Blüten dazwischen sind, an die die Bienen gehen.

Und ich habe eine gute Nachricht: Meerschweinchen dürfen Franzosenkraut fressen – und unsere mögen es auch! So muss ich das Zeug wenigstens nicht entsorgen, sondern kann den Schweinchen noch eine Freunde damit machen.

Ach ja, noch eine Notiz an mich: Nächstes Jahr reichen 3 Tomatenpflanzen aus. Mit den Ochsenherz-Tomaten bin ich zufrieden. Davon möchte ich nächstes Jahr wieder zwei Pflanzen haben. Zusätzlich kommt dann vielleicht noch eine “normale” Tomatenpflanze dazu.

Medien

Wir haben “The Boys” geschaut. Ich mag DC ja oft nicht, aber die Serie ist grandios. Wenn aus Superhelden Megastars werden, geht das Geschäft vor. Eigentlich mehr Gesellschaftskritik als Superheldenserie. Meiner Meinung nach auch für Menschen geeignet, die nicht so auf Superheldenkram stehen.

Ausblick

Nächste Woche ist schon Oktober! Das bedeutet auf der einen Seite: Feiertag und damit eine kurze Arbeitswoche. Auf der anderen Seite bedeutet das aber auch: Einen Tag weniger für die Sachen, die dringend fertigwerden müssen.

Außerdem soll das Wetter ja eher… bescheiden werden, so dass ich mich sicherlich selbst treten muss, um nach draußen zu gehen.

Ich nehme mir außerdem vor, mich in Ruhe hinzusetzen und mindestens eine halbe Stunde lang zu lesen.