Archiv der Kategorie: Und sonst so…

Popsugar Reading Challenge 2017

Ich werde an der Popsugar Reading Challenge 2017 teilnehmen, allerdings werde ich die Regeln etwas modifizieren: Vorrangig werde ich Bücher von meinem SuB lesen. Erst wenn sich gar nichts anderes findet, schaue ich mich um, was der Büchermarkt so bietet.

Dann und wann gebe ich euch einen kleinen Überblick über das Ganze.

Together with some flatmates from 221b on ravelry I’ll join the Popsugar Reading Challenge 2017. But there will be a house rule: I’ll prefer books I already own. Only if I won’t find anything that fits I’m allowed to buy a book.

I’ll give you an update about the results from time to time on this blog.

London: Und sonst/ All the rest

Wir haben noch so viele schöne Orte und Plätze gesehen und leider auch ein paar, die uns nicht gefallen haben. Dazu zählten die überlaufenen Touristenzentren. Zum Beispiel sind wir eher zufällig am südlichen Themse-Ufer gelandet: Southbank.

Die Aussicht war grandios aber es waren mir eindeutig zu viele Menschen unterwegs. Es war voll, es war laut und es hatte ein bisschen was von Disneyland auf LSD. Trotzdem haben wir ein paar schöne Fotos gemacht.

Ich könnte euch noch stundenlang von allem erzählen, was wir gesehen haben, aber ich glaube ich belasse es jetzt erst mal dabei. Wenn ihr noch Fragen habt, oder etwas wissen wollte, hinterlasst mir einen Kommentar, ich antworte natürlich gern darauf.

We went to so many more lovely places in London but also to some which I didn’t like that much. More or less by chance we got to Southbank in the evening which is known as a tourist magnet (and for pickpockets).

The view was beautiful but there were so many people. It was massively crowded, it was loud and it was a bit like Disneyland on a trip. Despite all that we took some nice photos but I don’t think I want to  spend more time there.

I could go on for ages with all the places we had seen but I think I’ll leave it here. If you have questions or if you’d like to know more feel free to comment. I’d be happy to answer.

2016-10-222

Der Keller/ The cellar

Wie versprochen zeige ich euch Bilder von unserem Keller. Außen haben wir keine Mauern, sondern fertige WU-Betonteile erhalten. Die Innenwände sind gemauert. Seit Anfang der Woche ist die Decke gegossen und somit der Keller komplett fertig.

Here are some photos of our cellar as promised. The walls on the outside are prefabricated concrete walls for a better water-tightness and the walls on the inside are made of bricks. We got our first ceiling on Monday. That means our cellar is complete and we’re currently building our first floor.

Die Fertigteile werden angeliefert.

Delivering the prefabricated walls.

Keller03

 

Das hier werden unsere Innenwände.

These stones becoming our interior walls.

Keller04

 

Die Betonpumpe ist da! Der Rüssel sieht irgendwie lustig aus, findet ihr nicht?

The concrete pump is working! The trunk looks funny, doesn’t it?

Keller_05

Aktuell arbeiten wir am Erdgeschoss und an der Außendämmung des Kellers.

We’re currently working on the first floor and the insulation of our cellar.

Auf ein Neues!

Hallo ihr Lieben,

jedes Jahr zu Silvester denke ich über das vergangene Jahr nach und lese mit großem Interesse eure Jahresrückblicke. Jedes Jahr wieder überlege ich, was wann passiert ist und ob da noch mehr war. Und jedes Jahr wieder habe ich das Gefühl, so viel zu übersehen und vergessen zu haben.

Deswegen werde ich versuchen jeden Monat einen kleinen Rückblick zu schreiben. Welche positiven Dinge sind passiert, aber auch welche negativen? Meine Buchstatistik (die noch ausstehende kommt demnächst noch) möchte ich darin integrieren und auch ein, zwei Sätze darüber, was wir Neues in unserer Gegend entdeckt haben. Ob es noch weitere Kategorien geben wird, und wenn ja, welche, überlege ich mir noch. Vorschläge sind natürlich – wie immer – gern gesehen.

Bis dahin wünsche ich euch allen einen guten Rutsch, dass die richtigen Wünsche in Erfüllung gehen und alles Gute, sowie vor Allem Gesundheit für 2014.

Warum ich kein Veganer bin – Nachtrag

Bei meinem ersten Beitrag dazu hat Amala folgendes geschrieben:

mich irritiert in dieser ganzen diskussion immer das wort “natürlich” (oder “naturnah”). wie natürlich ist eine zentralheizung?

ich verstehe auch nicht recht, woher das bedürfnis kommt, daß nicht-vegan lebende menschen sich dafür rechtfertigen, sich erklären. wenn es für dich ok ist, dich omnivor zu ernähren und lederschuhe zu tragen, dann ist doch die meinung anderer völlig egal.

peace!

Eins vorweg: Amala, du hast Recht. Immerhin leben wir nicht in einer natürlichen Welt, sondern in einer, die wir selbst so stark verändert und angepasst haben, wie nie ein Lebewesen vor uns auf diesem Planeten. Alles um uns herum ist auf irgendeine Art und Weise künstlich, sei es das Haus, in dem wir leben (mit Zentralheizung 😉 ) ,  die von uns gezüchteten Tiere, die wir (also einige zumindest) essen oder auch das Obst und Gemüse, dass wir aus Gärten oder von Feldern ernten.

Deswegen ist das Wort „natürlich“ im Zusammenhang mit Ernährung wohl nicht ganz das Richtige für das, was ich eigentlich meine. Vielleicht würde „unverarbeitet“ besser passen?! Denn eigentlich geht es für mich im Wesentlichen um so Dinge wie z.B. Margarine, Vleisch und andere stark verarbeitete Nahrungsmittel. Im Bereich Kleidung und auch bei Haushaltswaren kritisiere ich eher den Bereich „Nachhaltigkeit“. Es will nicht so recht in meinen Kopf, warum man unbedingt Waren konsumiert, die aus einer endlichen Ressource, nämlich Erdöl, gemacht werden, wenn es doch nachhaltigere Möglichkeiten gibt (Eben z.B. Leder). Natürlich kommt hier wieder der Tierschutzaspekt – ich sehe es auch so, dass die Tierhaltung heute zum allergrößten Teil untragbar ist. Ich denke, wir kennen alle die Bilder, der eine oder andere war vielleicht schon mal selbst in einer Halle mit Käfighühnern, Mastschweinen etc. – Meine Sicht ist nur diese: Tiere haben sich uns vor vielen, vielen Jahrtausenden den Menschen angeschlossen weil sie einen Vorteil davon hatten: Schutz, Pflege, Versorgung. Im Gegenzug dazu wurden sie irgendwann getötet und aufgegessen. Bis dahin hatten sie aber ein gutes Leben und der Fortbestand der Art war ebenfalls gesichert. Es ist also eine Art Symbiose, ein Geben und Nehmen. Deswegen ist es für mich persönlich (tja, da ist es wieder…) „natürlich“. Das wir den Respekt vor diesen Lebewesen verloren haben, ist mir – wie gesagt – durchaus bewusst. Deswegen macht es für mich einen Unterschied ob ich (wie eine Bekannte vor Jahren mal sagte) „anonyme Tierleichen“ aus dem Supermarkt kaufe von gequälten Tieren, die ihr Leben lang kein natürliches Sonnenlicht gesehen haben, oder vom Bauern in der Gegend oder eben von einem Betrieb, bei dem kontrolliert wird, wie die Tiere dort leben. Dafür muss es eben auch nicht Bio sein, solange man dem „Erzeuger“ (seltsames Wort… ) trauen kann.

Ich bin ein Freund der goldenen Mitte. Es heißt also nicht, dass ich denke oder gar fordere „Benutzt ab sofort keine Plastikdosen mehr“ oder „Nieder mit den Plastikschuhträgern“ 😉 und auch ich verwende diese „bösen“ Materialien, kaufe dann und wann industriell vorgefertigte Waren (Blätterteig selbst machen? Never ever!) aber ich würde mich nicht für eine Lebensweise entscheiden wollen, in der ich auf eine verarbeitete Möglichkeit zurückgreife, wenn doch ohne großen Aufwand auf eine unverarbeitete zurückgreifen kann. Auch möchte ich mich nicht unbedingt rechtfertigen, sondern einfach nur meine Sicht der Dinge erklären. Wie gesagt: Ich bin offen für Vieles und würde wahnsinnig gern mal so richtig in Echtigkeit (wie man hier sagt 😉 ) vegan essen.

Es liegt mir fern jemandem meine Meinung oder meinen Lebensentwurf aufdrücken zu wollen und ich weiß, ich bin da ein Träumer, aber ich erwarte das auch von anderen. Das fängt bei den Zeugen Jehovas an, die mir ihren geistigen Lebensentwurf „verkaufen“ möchten und geht über viele Lebensbereiche eben bis hin zur Ernährung oder auch dem Kauf von Wolle. Leider sehen das andere Menschen anders und man wird schon dann und wann nicht für voll genommen, abwertend behandelt oder einfach abgekanzelt mit „die hat ja eh keine Ahnung“. Und das finde ich schade. Wir könnten alle so viel voneinander lernen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich meine Gedanken wirklich so wiedergegeben habe, wie ich es wollte – also schreibt mir gerne wenn euch Sachen unklar sind, wenn ihr Ergänzungen habt, wenn ihr etwas anders seht (und warum) und natürlich auch gern, wenn ihr etwas so seht wie ich. 🙂

Warum ich kein Veganer bin

Nun ist wieder das passiert, was ich vermeiden wollte: Mein Blog lag wieder mal brach. Ich gelobe Besserung, weiß aber – wie immer *hrmpf* – nicht, wie gut ich sie einhalten kann. Mein Versuch dies wieder gutzumachen startet dieses Mal mit einem Thema, dass ich schon seit Monaten formulieren wollte und wo der Text immer nicht gut genug das auszudrücken schien, was ich eigentlich sagen wollte.

Ursprünglich bin ich durch die Blogs von Alexis Solvey und der Flauschglitzerwelt darauf gekommen, dass scheinbar hierzu noch Gesprächsbedarf besteht. Nachdem ich meinen Beitrag dazu x-mal umgeschrieben habe, lag er lange Zeit als Entwurf auf meinem Blog herum. Heute habe ich nun einen Blogeintrag gesehen, der meine Meinung, mein Gefühl zu diesem Thema nahezu vollständig trifft. Karmindra hat ihn verfasst und ich kann ihr nur „Danke“ sagen.

Im Gegensatz zu ihr lebe ich jedoch omnivor, versuche aber häufig vegetarisch oder vegan zu kochen. Ich bin ein Genussmensch (was man leider auch an meiner Figur sehen kann 😉 ) und ich halte nichts davon mich allzusehr selbst zu kasteien. Es gibt Dinge, die tue ich aus ethischen Gründen, aber vegan zu leben gehört für mich nicht mit dazu. Ein Punkt, den Karmindra nicht erwähnt hat, für mich ist z.B., dass Veganer auf Leder verzichten. Aber was nutzen sie stattdessen für Schuhe, Taschen, etc.? – 100% natürliche Materialien wahrscheinlich auch nicht. Vielfach wird es Kunstleder sein. Was genau das eigentlich ist, könnt ihr hier nachlesen. Wer die Kurzfassung lesen will: Es wird unter Zuhilfenahme von Kunststoffen hergestellt, also der bekanntermaßen sehr limitierten Ressource Erdöl. Für mich persönlich ist das ein Grund, diese Produkte zu meiden. Ich trage hingegen lieber Lederschuhe, die ich pflege und die mir daher einige Jahre lang erhalten bleiben.

Natürlich soll jeder so leben, wie er es möchte. Ich bin auch sehr gerne bereit veganes Essen zu probieren. (Leider hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit dazu von einem echten Veganer bekocht zu werden, aber auch wir kochen dann und wann vegan und es schmeckt.) Wenn ich alleine schon die Beiträge bei der zombiekatze anschaue, all diese wunderbaren Fotos, läuft mir das Wasser im Mund zusammen…

Aber wie ernähre ich mich nun? Dazu füge ich hier einige Passagen aus meiner ursprünglichen Beitragsvorlage ein:

Mir ist es Wichtig, dass die Lebens-Mittel (ja, das ist mit Absicht so geschrieben 😉 ) aus möglichst guter Quelle stammen. Dabei stehe ich auch des Öfteren vor dem Dilemma, dass Leo Hickman in seinem (übrigens großartigem) Buch „Fast nackt“ beschrieben hat: Was ist ethisch korrekter? Bio oder Regional? Sind Bio-Mango ethisch korrekter als konventionell angebaute Gurken beim Bauern im Dorf nebenan? Eine schlüssige Antwort habe ich für mich da auch noch nicht gefunden, bis dahin gilt meine übliche Maxime: Die goldene Mitte macht es.

Ich esse nun Fleisch im speziellen aus geschmacklichen und kulturellen Gründen. Es gibt durchaus Fleisch, dass ich nicht esse, Schweinefleisch z.B. Ich mag es nicht, es hat so einen unangenehm scharfen Beigeschmack und kann es verstehen, wenn Menschen aus muslimischen Ländern, Menschen aus westlichen Ländern als „Schweinefleischfresser“ beschimpfen (also nicht das Beschimpfen, sondern die Einstellung dazu). Man riecht es. Mein Freund z.B. isst Schweinefleisch, also haben wir im Kühlschrank öfters Salami, Mettwurst und Co. Wenn ich den Kühlschrank öffne, dann wird mir übel – es riecht wirklich streng. Mein Freund hingegen riecht es nicht.

Das ich Fleisch aus geschmacklichen Gründen esse, bedeutet aber auch, dass ich es – naturgemäß – probieren muss. Dabei gibt es für mich Grenzen des guten Geschmacks. Die berühmten Affenhirne, die man aus den noch lebenden Tieren löffelt sind da ein abstoßendes Beispiel. Die Würde des Tieres muss gewahrt bleiben!

Am Liebsten kaufe ich Lebens-Mittel in Hofläden, auf regionalen Märkten oder im Bioladen.

Dabei stelle ich mich nicht, wie von Distelfliege in ihrem Podcast (es ging um LOHAS) kritisiert, über andere nur, weil sie eben nicht so bewusst konsumieren wie ich. Ich bin auch lange nicht konsequent in dieser Hinsicht. Schon alleine, weil es unser Geldbeutel nicht auf Dauer hergibt. Aber wir versuchen unser möglichstes. Das bedeutet auch, dass es nicht jeden Tag Fleisch zu essen gibt.

Außerdem verzichte ich, soweit praktikabel, auf zu stark verarbeitete Lebensmittel. Das Meiste was wir kaufen sind wirklich „Rohwaren“, also Mehl (ich muss sagen: Eine eigene Getreidemühle wäre mein Traum. In Anbetracht der Preise aber dann doch leider eher Utopie), Eier, Milch, Gemüse, Obst, Fleisch. Fertige Gewürzmischungen mit Geschmacksverstärkern meide ich wo es geht, weil ich z.B. Mononatriumglutamat nicht vertrage. Ich mag aber die Mischungen von Herbaria sehr gerne, allerdings sind die auch Bio.

Wie ich auch schon bei der Flauschglitzwelt geschrieben habe, lege ich Wert auf Naturnähe. Wenn es nötig wäre, würde ich auch einem Huhn, das ich essen möchte, selbst den Kopf abschlagen. Allerdings gibt es viele Menschen, die das besser können und das Huhn damit wenigstens schnell stirbt. Deswegen (und mangels eigener Nutztiere) überlasse ich es eben diesen Menschen.

Also: Jeder wie er will und mit offenen Augen und offenem Herzen durch die Welt gehen, nur dann entdeckt man Neues.

*pieps*

Ja, ich melde mich auch mal wieder.

In letzter Zeit hat mich irgendwie eine akute Blog-Unlust überkommen, wohl auch, weil ich hier jeden Tag mindestens 20 Spam-Kommentare löschen muss. 🙁

Ansonsten passiert hier im Moment gar nicht so wahnsinnig viel. Bei der Arbeit ist es recht stressig und nicht gerade zufriedenstellend (um es mal vorsichtig zu sagen), die Wochenenden sind mehr als verplant und wir sind hetzen momentan eigentlich nur Terminen hinterher. Fühle mich gerade wie das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“. Hoffentlich kommen bald bessere Zeiten.

Der Balkongarten nimmt langsam Form an. Die Gurken habe ich schon in größere „Töpfe“ (aus Zeitungspapier selbst gefaltet) umgesetzt, was eine Pflanze leider nicht überlebt hat. Die anderen fünf sehen momentan aber gut aus. Nächste Woche würde ich dann gern noch die anderen Pflanzen umtopfen. Mit einer Freundin tausche ich demnächst noch Gurke gegen Tomate und eine Tomatenpflanze bekomme ich noch von meinem Vater.

Heute morgen hat es mal wieder gefroren, so dass ich auf jeden Fall noch mit dem Raussetzen bis nach den Eisheiligen warten werde.

Gestern Nachmittag und gerade eben habe ich dann noch meinen SuB und das DZP aktualisiert. Es sind zwar noch einige Sachen offen, aber ich denke, ich bin auf nem guten Weg.

Tja und daneben habe ich im Moment keine wirkliche Ahnung, worüber ich mal wieder schreiben sollte. Habt ihr eine Idee? Vorschläge? Anregungen? Immer her damit. Entweder als Kommentar hier oder per e-mail an das_baeumchen [at] gmx . net (Wie immer ohne Leerzeichen. 😉

Ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag!

Weihnachten/ Yul

Hallo ihr Lieben,

hier ein paar (unsortierte) Gedanken zu Weihnachten:

Gerade vor Weihnachten fällt es mir immer besonders auf. Ich weiß nicht, ob es ein Gefühl ist, dass sich quer durch die Bevölkerung zieht oder ob ich einfach nur viele dieser Menschen kenne, aber viele beklagen sich darüber, dass der Sinn von Weihnachten verlorengeht. Kaum noch religiöse Aspekte, nix mit Innehalten, Zurückblicken oder einfach nur dem Gefühl, dass man gemeinhin als „Besinnlichkeit“ bezeichnet. Allerorten die Wehklage „Wir kaufen zu viel, wir kaufen zu viel!“ und den Schwüren, dieses Jahr nicht mehr so viel zu schenken.

Was ist davon nach Weihnachten übrig? Mir scheint, nicht mehr viel. Trotz dem Gejammer und dem Wunsch, dass es doch bitte anders sein möge, höre und lese ich so ziemlich überall was wer denn alles geschenkt bekommen oder verschenkt hat. Oft werden Vergleiche gezogen und der Wert von Geschenken gegengerechnet.

Ich persönlich schenke gern und werde natürlich auch gern beschenkt. Dabei sind mir Geschenke, die von Herzen kommen viel lieber als solche, die viel gekostet haben. Auch wenn ich ausgerechnet dieses Weihnachtsfest mit mir hadere, da ich wirklich sehr viel geschenkt bekommen habe. Viel mehr als es mir angenehm ist. Ich freue mich wirklich über jedes einzelne Geschenk, denn es sind Sachen, die wirklich mit mir zu tun haben, die ich mag, um die ich schon mehrfach herumgeschlichen bin. Aber in der Summe ist mir das jetzt einfach zu viel. Dem Schenken an sich kann ich mich nicht entziehen, dafür ist mein Umfeld einfach zu sehr darauf geprägt und es würde nur böses Blut verursachen, nichts zurückzuschenken. Und Geschenke würde ich erhalten – ob ich will oder nicht.

Für mich ist der Teil des Festes, an dem es die Geschenke gibt natürlich spannend aber er ist keinesfalls der wichtigste Teil.  Das gestrige Abendessen mit meinem Schatz und der gemütliche Abend waren mir viel wichtiger als das Aufreißen der Verpackungen. Dieses Jahr war Weihnachten auch bisher wenigstens entspannter als sonst. Gerade im Dezember sehen wir die Familie von meinem Schatz recht häufig – im Vergleich zum Rest des Jahres. Trotz das die Gesprächsthemen nicht so meins waren und sich bei manchen Ansichten meine Nackenhaare sträubten, habe ich mich amüsiert. Ich hoffe, dass das eine Art Zeichen ist und es von jetzt an Bergauf geht.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich wünsche euch ein wundervolles Weihnachts- bzw. Yulfest (je nachdem, was ihr feiert) das so abläuft, wie ihr es euch wünscht.
Ich wünsche euch, dass ihr euch treu bleibt, ob ihr nun regelmäßig in einen Geschenke-Kaufrausch verfallt oder ob ihr lieber schlicht und ohne viel Drumherum feiert.
Ich wünsche euch ein schönes Fest im Kreis derer, die euch wichtig sind und das die Stimmung gut ist und alle zufrieden sind.

2012Weihnachtsbaum

Erkundung, Teil 1: Theoretisches Vorweg

Nun nehme ich mir zwischendurch ein wenig Zeit mich über meinen neuen Wohnort und hoffentlich meine neue Heimat schlau zu machen.

Klar ist, dass sowohl die Stadt als auch der (eingemeindete) Ort, in dem ich wohne eine lange Geschichte haben.

Fangen wir mit der Stadt an.

Größe
Laut Homepage gab es am 31.12.2011 37.711 Einwohner. Damit ist diese Stadt um einiges größer als der Ort, in dem ich aufgewachsen bin (12.236 Einwohner zum 31.12.2009)  aber weitaus kleiner als die Stadt in der ich vorher gelebt gewohnt habe (117.672 Einwohner zum 31.12.2011).

Geschichte
Unter Kaiser Augustus machten sich die Römer auf, um Germanien zu erobern. Dabei hielten sie sich nah an den Flüssen. Entlang dieser Flüsse, in diesem Fall der Lippe errichteten sie Lager, Kastelle und Häfen. Eines dieser ursprünglichen Militärstandorte wurde „Aliso“ genannt. Der heutige Name „Haltern“ kommt von dem Haupthof Haltern, der einer der ältesten münsterischen Amtshöfe war. Bereits 1289 wurden dem Ort die niederen Stadtrechte verliehen.  Geschichtlich gehört die Stadt zum Münsterland, obwohl sie heute dem Kreis Recklinghausen zugeordnet ist. Wegen der militärisch günstigen Lage wurde die Stadt immer wieder zerstört und fiel an unterschiedliche Herrscher. 1975 dann wurden etliche Gemeinden zu Haltern eingemeindet, unter anderem auch der Ort, in dem ich wohne. 2001 dann kam der Zusatz „am See“ hinzu.

Geographisch
Wasser spielt hier auch wirklich eine große Rolle. Es gibt hier einige Flüsse: Die schon erwähnte Lippe, außerdem befinden sich noch die Stever und der Mühlenbach in der Nähe. Viele Städte in der Umgebung beziehen außerdem ihr Trinkwasser aus den beiden großen Stauseen, die zusammen mit dem großen Waldgebiet auch ein Magnet für Tagesausflügler sind. Ich selber bin vor allem im Sommer früher oft mit dem Rad nach Haltern gefahren.

Zu dem Gelände gehören aber nicht nur Flüsse und Seen, sondern auch ein großes Waldgebiet. Und am Rande desselben wohnen wir seit Kurzem. Das Waldgebiet ist Teil des Naturparks Hohe Mark, mit ca. 1040 Quadratkilometer einer der größten Naturparks in NRW.  Für münsterländische Verhältnisse ist es hier ziemlich bergig. Es gibt einige Erhebungen in der Gegend und wenn man durch den Wald läuft, findet man selten eine wirklich gerade Strecke. Ständig geht es auf und ab. Der höchste „Berg“ hier ist 145,9 m über NN hoch. Eine Höhe, über die die Süddeutschen, die hier ggf. mitlesen sicherlich nur mitleidig lächeln. Für uns „Flachlandtiroler“ stellen einige Hänge aber mit Sicherheit schon eine Herausforderung dar.

Ich persönlich bin immer davon ausgegangen, dass dieses hügelige Waldgebiet künstlichen Ursprungs ist, gerade auch, weil es hier in der Gegend sehr viel Bergbau gibt.  Deswegen war ich überrascht, dass das Gebiet natürlich entstanden ist und zwar handelt es sich dabei um ein eiszeitliches Hügelland, das im Wesentlichen aus Kalk-(Sandstein) besteht. Dies schlägt sich in den Sandstein- und Quarzwerken nieder, die es hier in der Umgebung gibt. Nahegelegene Badeseen zeichnen sich durch einen feinen Sandstrand aus. Leider war ich selbst noch nie dort, werde aber (da frei zugänglich) mal im Winter mein Glück versuchen und mir einen Eindruck verschaffen.

Regionale Versorgung
Definitiv auch ein Bereich, mit dem ich mich immer auseinandersetze. Auch hier möchten wir wieder gern regional kaufen. Was wir bisher gesehen haben, reizt uns aber nicht so sehr. Am vergangenen Sonntag waren wir auf einem eher enttäuschenden Hoffest. Ich hatte wesentlich mehr Selbstgemachtes erwartet und vor allem auch mehr als einen mickrigen Obst-/ Gemüsestand, der nur ein paar Zwetschgen, Möhren und Äpfel angeboten hat. Wenigstens gab es dort einen Stand von einem örtlichen Ziegenhof, der leckeren Ziegenkäse verkauft hat. Da mein Schatz allerdings keine Ziegenprodukte mag, wäre das höchstens mal was für mich. Ansonsten ist uns hier nur ein touristischer Schau-Bauernhof untergekommen, bei dem man hochmoderne Ställe (nebst Inhalt) besichtigen kann um anschließend XXL-Schnitzel und XXL-Bratwürste zu verspeisen. Gern wohl auch mal im Rahmen einer Kaffeefahrt. (Jedenfalls war das früher so.) Das ist nicht das, was wir uns unter „regionaler Versorgung“ vorstellen. Ich hoffe, dass wir hier noch ein paar versteckte Perlen entdecken.

Ich könnte noch einiges mehr schreiben, z.B. über die 100 Schlösser-Route, die dich bei uns vorbeiführt, aber für heute soll es das erst mal gewesen sein. Vielleicht komme ich später wieder darauf zurück.