Kleine Konsumrevolution – Fazit März 2022

Ereignisreich

Während sich die Welt weiterhin im Ausnahmezustand befindet gab es bei uns in unserem kleinen beschaulichem Leben viel Normalität. Viel mehr als wir seit Beginn der Pandemie hatten.

Ich habe mich oft von Medien und Social Media ferngehalten und das hat ganz gut getan.

Das Mäusemädchen und ich konnten Krabbelkurse besuchen, uns unter den mittlerweile üblichen Sicherheitsvorkehrungen mit anderen Müttern und Babies treffen und Mann, Kind und ich waren im allerersten Kurzurlaub als Familie.

Ein kleiner Ruhepol in all dem Chaos.

Teezeit

Ich habe echt wenig Tee getrunken. Irgendwie passte die Tasse Tee zum Durchatmen nicht in den Tagesablauf hinein.

Immerhin habe ich auch keinen neuen Tee gekauft.

Lese-Ecke

Im März habe ich ein ganzes Buch gelesen. Das ist ja seit Ankunft des Mäusemädchens durchaus eine Leistung.

Gelesen habe ich “Ein böser Ort” von Ben Aaronovitch. Es handelt sich hier um den vierten Teil einer Serie, die ich vor zu langer Zeit angefangen und dann sträflich vernachlässigt habe. Nachdem ich im Dezember den dritten Teil endlich gelesen habe, lag nun noch Teil vier hier auf dem Stapel.

Bei der Peter Grant-Serie handelt es sich um Urban Fantasy, die in London spielt. Die Serie geht so los: Peter Grant ist frisch gebackener Police Constable. Die “Frischlinge” müssen ja immer die blöden Aufgaben übernehmen. So kommt es, dass Peter Grant bei richtig fiesem Wetter an einem Tatort Wache halten muss bis die Verstärkung anrückt. Tja und dabei stellt er fest, das er magisch begabt ist und er wird in die “magische Abteilung” der Londoner Polizei versetzt. Diese Abteilung besteht bis dahin aus genau einem Magier und der ist etwas… undurchsichtig.

Teil fünf liegt mittlerweile übrigens hier Zuhause. Allerdings habe ich Bücher erst im April gekauft, für März ist der Stand daher – ein Buch.

Wolle und Garn

Dieser Monat war wenig rühmlich.

Zunächst habe ich den MKAL von Lanaphilia gestartet. Einen Tag vor Beginn ist mir die einzige Nadel in 4,0 mm abgebrochen. Also habe ich neue Stricknadeln bestellt. Dabei ist mir völlig versehentlich (Hüstel) noch Sockenwolle mit in den Warenkorb gehüpft, was ein sattes Plus von 500g Garn ergibt. Ich möchte aus der Sockenwolle in Kombination mit anderem Garn aus dem Stash eine Jacke stricken. Immerhin ist dieses Garn also schon verplant.

Dann hat Frieda vom Podcast Wollkanal Garn von den Rhönschafen, die am Rhein in Düsseldorf grasen, herstellen lassen. Für eine Weste plus noch “Rest” für ein Strickprojekt fürs Mäusemädchen habe ich ein sattes Kilo Garn gekauft.

Tja, das war allerdings noch lange nicht alles. Ganz knapp vor Ende des Monats ist mir das Garn für ein Strickprojekt ausgegangen. Über dieses Strickprojekt kann ich noch nichts erzählen, das kommt aber wahrscheinlich diesen Monat.

Jedenfalls habe ich von diesem Projekt noch einiges Garn in anderen Farben übrig. So habe ich neben den fehlenden 3 Knäuel noch mehr von diesem Garn bestellt. Daraus soll eine Decke fürs Kind werden.

Du siehst also, Langeweile kenne ich nicht.

Immerhin habe ich aus einem Knäuel Sockenwolle Socken für mich gestrickt und ein Paar fürs Kind.

Außerdem habe ich endlich den Boho Texture Cardi beendet und bin sehr zufrieden damit. Zwar ist es eher ein Mantel, als ein Cardigan geworden, aber das Garn ist ein Traum, die Farbe genau mein Fall und das Ganze ist richtig kuschelig geworden.

Trotzdem ergibt das natürlich ein sattes Plus im Stash: Den Februar habe ich mit 25,43 kg Garn bei einer Lauflänge von 72,63 km beendet. Der März brachte dann ein Ergebnis von 27,24 kg Garn bei einer Lauflänge von 76,46 km. Ich glaube, ich sage dazu lieber nichts…

Nadel und Faden

Das Latzkleid “My Latz is in the Air” ist fast fertig geworden. Außerdem habe ich eine dünne Sweatjacke für den Mann zugeschnitten und aus diversen Jersey-Resten Hosen und Halstücher für das Mäusemädchen und ihren Cousin.

Außerdem habe ich angefangen eine Tunika für den Sommer zuzuschneiden. Leider ist der Stoff an einigen Stellen ausgeblichen, so dass die Nähkursleiterin ganz schön hin- und herschieben musste. Wir sind auch nicht ganz fertig damit geworden und machen nach den Osterferien damit in Ruhe weiter.

Für weitere Stoffe aus dem Stash habe ich bereits Pläne und hoffe, dass ich diese wenigstens im April schon zuschneiden kann.

Gekauft habe ich nichts, bis auf die Schnallen fürs Latzkleid, aber die sind schon verarbeitet worden.

Häuslich

Die erste Lieferung der online bestellten Pflanzen für die ungeplanten Lücken ist angekommen und direkt am Liefertag gepflanzt.

Leider friert es ja aktuell wieder und ich drücke einfach ganz fest die Daumen, dass die Pflanzen trotzdem angehen.

Gepflanzt habe ich neben ein paar Bodendeckern (Majoran) noch zwei Rosen und ein Säulenholunder. Außerdem sind zwei Himbeer-Pflanzen provisorisch eingegraben, die werden aber noch an einen anderen Platz gesetzt.

Außerdem habe ich mich über meine aktuelle n Strumpfhosen geärgert und jetzt mich dann doch mal von den ganzen Influencern “überreden” lassen, bei Snag zu bestellen. Aktuell liegen die Strumpfhosen noch in der Wäsche, aber ich bin gespannt ob sie halten, was sie versprechen.

Kindereien

Der Neffe war mit Schwager und Schwägerin über seinen ersten Geburtstag nicht im Land. Daher haben wir Anfang April nachgefeiert und natürlich habe ich noch ein paar Geschenke eingekauft.

Fürs Mäusemädchen gabs nur Dinge des täglichen Bedarfs, was leider gar nicht so einfach war. Scheinbar war die Hilfsbereitschaft den ukrainischen Flüchtlingen gegenüber sehr groß und ich könnte mir auch vorstellen, dass viele auch gehamstert haben. Entsprechend schwierig war es, sowohl an Wegwerfwindeln (die wir nachts nutzen) zu kommen, als auch an Pre-Nahrung. Ich habe mehrere Tage lang versucht, was zu bestellen und als ich dann Glück hatte, hat die Lieferzeit ziemlich lange gedauert. Glücklicherweise hatte ich frühzeitig angefangen nachzuschauen.

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele gehamsterte Lebensmittel in ein, zwei oder drei Jahren entsorgt werden, weil niemand zig Kilo oder Liter von irgendwas verbraucht. Traurig, traurig.

Fazit und Ausblick

Im März habe ich wieder Frust- und Lustkäufe getätigt. Etwas, das ich mir bald (mit Ende des Elterngeldes) nicht mehr leisten kann. Davon abgesehen, dass ich das Hamstern von Lebensmitteln verurteile, hier selber aber in Garn und Stoffen schwimme, brauche ich ja auch Zeit, die ich nicht habe, um alles zu verarbeiten.

Ich habe noch einen Gutschein von Weihnachten hier liegen, von dem ich dieses Jahr vielleicht noch Garn kaufen werde und der Mann hat mir ein Sockenwoll-Abo geschenkt, das weiterhin läuft und mir jedes Quartal 600g Sockenwolle beschert.

Darüber hinaus versuche ich nun wieder Abbau statt Aufbau zu betreiben.

Kleine Konsumrevolution – Fazit Februar 2022

Ereignisreich

Die Ereignisse haben sich in den letzten Tagen überschlagen und die Pandemie ist nun fast gänzlich von den Nachrichtenseiten verschwunden. (Hey, die Inzidenzen steigen wieder, aber wen interessierts?)

Ich muss mental ganz viel verarbeiten und der Februar verschwimmt daher gedanklich bei mir schon sehr. Mal schauen, was ich davon noch zusammenbekomme:

Teezeit

Der Mann ist erkältet und hat eine Packung Pfefferminztee geleert. Ich denke, dass das auch zählt.

Außerdem habe ich eine Packung schwarzen Tee leergemacht und eine neue gekauft.

Sonst hat sich am Bestand nichts geändert. Macht aber immerhin -1 Packung Tee.

Lese-Ecke

Das Mäusemädchen hat wieder so eine Phase durchgemacht. Entwicklungssprung, Wachstumsschub und scheinbar ein wahnsinnig früh auftretender Nachtschreck haben die Nächte kurz aber anstrengend gemacht. (Spoiler: Die Nächte sind immer noch so. Ich habe mittlerweile fröhlich schwarze Schatten um die Augen, permanent Kopfweh und fühle mich dringend nach dem verspäteten Beginn eines Winterschlafs.)

Trotzdem habe ich was gelesen, denn zu Beginn des Monats waren Energie und Motivation noch da:

Alan Bradley – Flavia de Luce – Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley – Flavia de Luce – Tote Vögel singen nicht

Gekauft habe ich keine Bücher, das macht also satte -2 Bücher!

Wolle und Garn

Nun, hier war die Energie dann doch endlich.

Es ist absolut nichts fertig geworden. Ich habe ein bisschen an meiner Strickjacke weitergestrickt und ein neues Paar Socken angefangen aber das war es dann auch schon.

Ich habe einen Häkelversuch schnell wieder aufgegeben, weil der Kopf einfach nur matschig war und ich die einfachsten Bewegungsabläufe motorisch nicht umsetzen konnte.

Hier gibt es also ein etwas erschreckendes “Plusminus 0”.

Nadel und Faden

Immerhin war ich in diesem Bereich aktiver. Fertig geworden ist trotzdem nichts.

Ich war mit meinem Latzkleid “My Latz is in the Air” fast fertig, allerdings fehlten mir noch Schnallen für das Kleid. Als ich die besorgt hatte (nebst 1,5 m Jersey fürs Kind, die im Stoffladen mitwollten…), bin ich fies krank geworden und lag samt krankem Kind erstmal eine komplette Woche flach.

Immerhin bin ich in der Zwischenzeit dazu gekommen ein Schnittmuster für eine Sweatjacke für den Mann mit zum Nähkurs zu nehmen. Die Kursleiterin hat den Schnitt auf die Maße meines Mannes angepasst. Von der Stange passt hier ja leider kaum etwas, da der Mann sehr groß ist. Deswegen habe ich bisher auch noch nichts für ihn genäht. Der Plan war den Latzrock zu beenden und spätestens in der letzten Februarwoche die Sweatjacke für ihn anzufangen. Tja, war leider nix.

Mein Stoff-Stash ist also leider wieder gewachsen: +1,5 m.

Häuslich

Seit Beginn meiner Schwangerschaft haben wir es nicht mehr geschafft unseren Garten zu pflegen. Entsprechend überwuchert war alles. Mit Baby, das sich nicht ablegen lässt, wäre es uns nicht möglich gewesen, der ganzen Arbeit Herr zu werden. Also haben die Schwiegereltern netterweise an einem Wochenende geholfen. Leider war ich nicht permanent da und so ist etliches an Pflanzen, die bleiben sollten, im Müll gelandet. Einige mühseelig angesiedelte Wildkräuter waren ebenso darunter wie alle Gartennelken und Kissenastern, die ich so liebe.

Schwiegereltern und der Mann haben natürlich mit bestem Wissen und Gewissen gehandelt und böse sein kann ich ihnen auf keinen Fall.

Trotzdem schmerzt es natürlich in der Seele und auch im Geldbeutel. Denn natürlich wollen die Lücken gefüllt werden. Durch die Gartenmärkte zu touren kommt im Moment nicht in Frage und so habe ich einiges online bestellt. Hoffentlich kommen die Pflanzen in einem guten Zustand an und wachsen hier auch gut an.

Immerhin konnte ich damit die Umgestaltung eines der Beete in Angriff nehmen, die ich schon länger im Auge hatte.

Allerdings überlege ich, ob ich nicht doch noch einige der Wildkräuter, die in den Müll gewandert sind, ersetze.

Kindereien

Wir haben uns in einem Fachgeschäft zu Auto-Kindersitzen beraten lassen und sind mit neuem Sitz, sehr zufrieden und um einiges Geld ärmer wieder nach Hause gefahren. Dafür kann das Mäusemädchen jetzt beim Autofahren aus dem Fenster gucken und ist da sehr engagiert. Ihr macht Autofahren Spaß und sie kann in dem Sitz auch wunderbar schlafen.

Außerdem haben wir dort einen Winterfußsack für den Buggy erstanden. Beides wird jetzt rege genutzt und das Kind ist hier auch begeistert. So viel zu gucken! Endlich nicht mehr nur Mama ansehen, sondern die Welt. Hurra!

Zwei teure, aber richtige Entscheidungen also.

Apropos teuer… Wie weiter oben erwähnt, wächst das Mäusemädchen wieder. Also kam auch einiges an neuen Klamotten an. Größe 80! Der Wahnsinn!

Neben gebrauchten Bodies und Hosen haben wir jetzt Babykleidung gemietet. Drei Baumwoll-Seide-Bodies, zwei Woll-Hosen und ein Wolle-Seide-Baumwoll-Schlafanzug sind hier eingezogen. Die Sachen sind von hochwertigen Öko-Marken und gefallen mir super. Das Mieten ging bisher einfach und wenn die Rückgabe ebenso einfach wird, dann hat das kleine Unternehmen auf jeden Fall einen Kunden mehr gewonnen. Die Idee gefällt mir jedenfalls sehr.

Allerdings werden wir wahrscheinlich schon Ende März was von den Klamotten zurückschicken, da die Maus doch gerade sehr wächst und ich noch nicht weiß, ob noch alles so lange passen wird.

Fazit und Ausblick

Gerade in Sachen Stoffkäufe muss ich mich bremsen. Das sind tatsächlich einfach nur Frustkäufe.

Ich merke gerade, dass ich einfach nur gestresst bin. Dabei gibt es keinen speziellen Grund, sondern es ist wohl die allgemeine Gemengelage: Wenig Schlaf, viel nörgeliges Kind, fette Erkältung, Pandemie und ein völlig überflüssiger Krieg1 und kaum Möglichkeit den Kopf mal so richtig frei zu bekommen. Wir kriechen gerade alle drei auf dem Zahnfleisch ohne aktuelle Sicht auf Besserung. Keine Ahnung, wie das weitergehen soll.

Der Ausblick ist daher sehr spartanisch: Ich habe Handarbeitspläne gemacht und mir vorgenommen, mit Kind viel draußen zu sein. Bewusste Pausen einzulegen und den Mann dabei nicht zu überlasten. Dem geht’s nämlich gerade nicht besser.

Und ich betreibe jetzt ein wenig Selbstfürsorge und lege mich hin. Ganz alleine.


1 Okay, welcher Krieg ist bitte nicht überflüssig? Aber ich denke du verstehst, was ich meine.

Kleine Konsumrevolution – Fazit Januar 2022

Ereignisreich

Und da ist er schon vorbei, der erste Monat des neuen Jahres.

Die Pandemie-Lage ist wie gehabt: Die Zahlen steigen ins unermessliche, die Laune bei allen ist so unterirdisch, das wir alle kurz davor stehen, einem Balrog zu begegnen und das Wetter macht die Lage nicht besser.

Zeit also zu schauen, was ich im Januar erreicht habe, in der Hoffnung damit die Laune etwas zu heben.

Teezeit

Ich arbeite dran, Leute; ich arbeite dran.

Wenigstens nix neues gekauft und fleißig an den Beständen weitergetrunken. Irgendwie geht hier gerade fast ausschließlich der schwarze Tee weg.

Macht demnach plusminus Null.

Lese-Ecke

Hier ist wohl auch die einzig gute Nachricht, dass ich keine Bücher gekauft habe. Beendet habe ich allerdings auch keins. Ein angefangenes liegt noch auf dem symbolischen Nachttisch, aber der Mann war so nett und hat abends häufiger auf das Mäusemädchen aufgepasst. Da habe ich lieber auf der Couch gesessen und Star Trek geschaut, als im Bett zu sitzen und mit dem schlafenden Kind neben mir zu lesen.

Auch das aktuelle Hörbuch habe ich nicht weitergehört.

Hier also auch nix Neues.

Wolle und Garn

Immerhin habe ich hier was fertig bekommen:

“Pepita” von Martina Behm aus Atelier Zitron Trekking Sockenwolle

Das aus 2021 mitgenommene WiP (=Work in Progress), die zweite “Pepita” ist fertig geworden und gefällt mir sehr gut. Dem Mäusemädchen ist der Strampler noch etwas groß, aber ich bin zuversichtlich, dass sie hineinwächst.

Das Stricken hat sich etwas gezogen. Aktuelle stricke ich hauptsächlich nachts und da ich den Strampler um einiges vergrößert habe, zogen sich die glatt rechten Runden eine gefühlte Ewigkeit hin.

Kurz vor Ende des Monats sind dann noch gleich zwei Sachen fertiggeworden:

“Stinos” aus Sockenwolle aus einem Opal-Abo

Zum einen ein Paar Stinos aus einem Knäuel Sockengarn von Opal. Das Knäuel war bei einer Abo-Lieferung dabei und ich kann mich bisher nicht damit anfreunden. Auf dem Knäuel sah es mehr nach Weihnachten aus. Verstrickt irgendwie… seltsam. Aber sie sind fertig und sogar schon gewaschen. Und im Zweifel sieht sie niemand in Schuhen und mit Hose drüber.

Eine Strickfreundin meinte übrigens in dem rot-weißen Teil Hasen zu erkennen. Je häufiger ich hinschaue, desto mehr sehe ich sie auch.

“Just slip it 2018” von Susan Ashcroft aus Online Supersocke 6-fach Merino Mouliné und
Schachenmayr Regia 6-Fädig 6-Ply

Dann habe ich einen Loop beendet. Mit diesem habe ich zuerest auch gehadert, ebenfalls wegen der Farben. Ich wollte unbedingt Garn aus dem Stash dafür verwenden und nicht schon wieder was neues kaufen.

Also habe ich zwei Knäuel 6-fach Sockenwolle kombiniert. Leider mit wenig Kontrast. Also habe ich alles wieder aufgeribbelt und überlegt und überlegt. Schlussendlich habe ich dann doch wieder alles angeschlagen und fertig gestrickt. Zwar sieht man das schöne Blau nicht mehr so stark, aber ich trage sowieso aktuell eher neutralere Stricksachen und damit wird der Loop bestimmt häufig getragen.

Detailaufnahme “Just slip it 2018” von Susan Ashcroft aus Online Supersocke 6-fach Merino Mouliné und
Schachenmayr Regia 6-Fädig 6-Ply

Der Monat hätte sehr gut für meinen Plan ausgehen können, meinen Garn-Stash abzubauen.

Hätte.

“Leider” veranstaltet Lanaphilia ab März einen MKAL (=Mystery Knit Along) und ich habe mir vorgenommen, teilzunehmen. Nur aus dem vorgegebenen Garn wird mir das Ganze zu klein. Also wechselten einige gewohnt nette Nachrichten zwischen uns hin und her und ich bekam eine Beratung, wie das Problem gelöst werden könnte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es sind vier Stränge Malabrigo Sock bei mir eingezogen. Welche das sind, zeige ich dir wenn der MKAL losgeht.

Durch das Fertigstellen von gleich drei Projekten aus Sockenwolle habe ich aber ein ganz gutes Minus herausgearbeitet.

So ist der Stand am Monatsende mit 25,43 kg/ 72,63 km Garn immerhin noch um 0,47 kg/ 1,89 km geschrumpft.

Nadel und Faden

Nicht so gut geht es beim Nähen weiter. Auch hier wollte ich meinen Stash abbauen. Direkt im Januar bin ich gescheitert. Für das wie und warum muss ich etwas ausholen:

Das Mäusemädchen hat einen Spielteppich. Da sie ein Speikind ist, landet häufiger mal etwas Milch wieder draußen. Um den Teppich zu schonen haben wir daher immer große Spucktücher darauf liegen. Von diesen haben wir allerdings nur zwei Stück und die müssen natürlich häufiger gewaschen werden. Damit das Kind in der Zeit trotzdem auf dem Teppich spielen kann, habe ich nach Musselin gesucht, den ich einfach nur säumen wollte. So haben wir was zum Wechseln da.

In einem Online-Shop bin ich fündig geworden. So ein Musselin kann aber offenbar nicht alleine reisen. So ist noch weiterer Musselin für ein Sommerkleid für mich (und vielleicht auch noch das Kind?) mitgereist, Futterstoff für mein aktuelles Nähprojekt und Bündchenware. Weil Bündchen kann man ja immer mal gebrauchen. Das macht also ein deutliches Plus und der Stash ist schon wieder gewachsen.

Dafür habe ich mein aktuelles Nähprojekt zugeschnitten und schon angefangen zu nähen. Der Futterstoff ist damit dann schon mal Geschichte. Der Musselin für den Spielteppich übrigens auch. Den habe ich ratzfatz mit der Overlock gesäumt (in der falschen Farbe, aber ich wollte nicht auch noch neues Overlock-Garn kaufen und habe es daher als Design-Element deklariert) und gewaschen. Das Kind spielt schon seit einigen Tagen darauf. Überraschenderweise bisher “unfallfrei”. (Wahrscheinlich beschwöre ich hiermit den Größten Anzunehmenden Spuckunfall herauf…)

Immerhin sind also drei Meter Stoff quasi verarbeitet. Fehlen noch das Meter Bündchenware und die drei weiteren Meter Musselin… Wie viel Stoff ich für das Kleid streichen kann, habe ich allerdings noch nicht gemessen. Das wird dann erst im Februar ein Minus ergeben.

Übrigens. Genäht habe ich doch noch mehr: Aus Resten von einem Frottee-Stoff habe ich einen Wickelauflagen-Bezug gemacht und aus Resten des Wollwalk-Anzuges zwei Halstücher und eine Mütze, die leider noch zu groß ist.

Trotzdem bleibt weiterhin ein deutliches Plus.

Häuslich

Im Sinne der Nachhaltigkeit und nachdem ich das wunderbare Buch “Nach kaputt kommt schöner” gelesen habe, habe ich Stickgarn und Stickrahmen bestellt. All das ist Anfang Januar hier angekommen und jetzt warte ich darauf, dass ich die Zeit finde, die ersten Sachen zu reparieren.

Außerdem habe ich in Anbetracht der Zahlen FFP2-Masken bestellt. Welche mit einem extra Stück Stoff über der Nase, die die Masken für Brillenträger angenehmer zu tragen machen soll. Außerdem ist der Mann ja sehr groß und hat daher Probleme damit, die normalen Masken zu tragen. Die Packung Masken ist heute angekommen und die erste Anprobe verlief beim Mann gut.

Die restlichen Einkäufe waren tatsächlich nur Dinge des täglichen Gebrauchs, im Wesentlichen also Lebensmittel für uns.

Kindereien

Spätestens nach Weihnachten herrscht in den Supermärkten tote Hose was Obst und Gemüse angeht, das nicht um die halbe Welt gekarrt wurde. Auch die Qualität lässt meines Erachtens nach zu wünschen übrig.

Da das Mäusemädchen bereits mitisst, weichen wir jetzt wenigstens für den Obst-Anteil größtenteils auf Bio-Gläschen aus.

Im Übrigen hat sich bei uns aktuell eine Mischung aus Brei und Baby Led Weaning (BLW) eingespielt:

Morgens bekommt das Baby wie gehabt die Flasche.

Beispielessen: Bolognesesauce mit gedünsteten Zucchinistücken, Brot mit Frischkäse und Orangenfilets

Zum Mittagessen gibt es dann wahlweise was vom Essen von Mama und Papa ab (ungesalzen und weniger gewürzt) oder – falls sich das Essen nicht eignet – gedünstetes Gemüse am Stück und hin und wieder Brotstreifen mit Frischkäse. Dies ist der BLW-Anteil. Im Wesentlichen bedeutet das, dass alle das gleiche essen, das Baby bekommt das Essen lediglich greiffreundlich und ohne Salz präsentiert.

Abends dann gibt es Getreidebrei mit Obst. Zu Beginn der Beikost hatte das Kind ein paar Verdauungsprobleme, so dass wir nach Rücksprache mit dem Kinderarzt, den Obstanteil erhöht haben. Außerdem achten wir darauf, dass es Obst gibt, das nicht stopfend wirkt.

Fazit und Ausblick

Besonders in Sachen Handarbeit bin ich wieder schwach geworden. Ein bisschen ärgere ich mich auch über mich selbst.

Auf der anderen Seite gönne ich mir echt selten etwas. Das meiste, was ich ausgebe, ist für Dinge des täglichen Bedarfs oder das Mäusemädchen. Da sie weiterhin nicht alleine schläft, oder sich über einen nennenswerten Zeitraum ablegen lässt, bin ich wiederum auch ein wenig stolz auf mich, das ich vergleichsweise viel geschafft habe. Außerdem bin ich dankbar. Warum? Weil es immer noch nicht selbstverständlich ist, dass sich ein Vater genau so viel um Kinder und Haushalt kümmert, wie die Mutter. Ich scheine da ein echtes Ausnahmeexemplar erwischt zu haben. Trotzdem fällt da wieder was hinüber: Die Freizeit vom Mann. Ich grübel schon seit Wochen, wie ich ihm eine Auszeit ermöglichen kann. Leider fällt mir in Anbetracht der weiter ansteigenden Infektionszahlen nicht wirklich etwas ein. Aber ich überlege weiter.

Der Februar steht nun also (wenigstens geplant) weiter im Zeichen “verarbeiten statt kaufen”. – Wobei auch das stimmt nicht so ganz. Ich arbeite an einem Überraschungsprojekt und habe dafür noch ein bisschen Garn gekauft. Da ich mit dem Projekt schon begonnen habe und das Projekt durchaus eine Deadline hat, sollte ich das Ganze aber hoffentlich relativ zeitnah verarbeitet haben. Natürlich immer unter der Prämisse, das hier nichts schiefgeht.

Davon abgesehen möchte ich wieder stärker den Konsum reduzieren und mich mit dem beschäftigen, was bereits angeschafft wurde.

Außerdem plane ich, meinen Garn- und Stoff-Stash zu sortieren und ein bisschen was davon zu verkaufen.

Kleine Konsumrevolution – Jahresrückblick 2021

Schon 2020 hatte ich überlegt, ob ich überhaupt einen Jahresrückblick machen soll.

Wie auch letztes Jahr habe ich mich dafür entschieden, wie du ja siehst. Ich werde mich wieder an die übers Jahr etablierten Kategorien halten und mal schauen, was so in groben Zügen passiert ist.

Ereignisreich

Ganz spontan dachte ich, dass dies die schwierigste Kategorie ist. Es ist dieses Jahr so viel und doch so wenig passiert.

Wir hatten und haben immer noch die Corona-Pandemie und verständlicherweise sind so ziemlich alle davon genervt und müde. All die politischen Entscheidungen, Fehler und Skandale führe ich hier nicht weiter auf, keine Sorge. Auch das Verhalten von diversen Spinnern sei hiermit nur der Vollständigkeit erwähnt.

Ich denke, wir alle wissen, wie das letzte Jahr so war und was hätte besser laufen können.

Deswegen hier ein kleiner Rückblick aufs Persönliche.

Teezeit

Obwohl es gegen Ende des Jahres mit dem Teeverbrauch besser lief, lautet das Jahresfazit hier “alles wie gehabt”. Ich habe Tee geschenkt bekommen und der Mann meinte es ab und an zu gut mit mir und hat statt einer, lieber mehrere Packungen Tee auf Vorrat gekauft.

Momentan habe ich aber einen ganz guten Rhythmus und nehme mir die Zeit, um in Ruhe eine, oder zwei Tassen am Tag zu trinken. Mal schauen, wie lange das noch so geht.

Eine kleine Neuerung gibt es seit Dezember: Ich trinke ja keinen Kaffee, dafür aber schwarzen Tee, gern mit Milch und Honig. In letzter Zeit habe ich davon recht schnell Sodbrennen bekommen und dafür immer den Honig in Verdacht gehabt. Es stellte sich aber heraus, dass es die Kuhmilch war. Also trinke ich meinen Tee nun mit Hafermilch. Schmeckt mir genau so gut und ist auch besser für die Klimabilanz. Einzig die Tetrapacks nerven, nur habe ich noch keine praktikable Alternative gefunden. Aber es ist ein Anfang.

Lese-Ecke

Übers ganze Jahr hinweg wollte sich bei mir keine rechte Lese-Motivation einstellen. Bis Mitte des Jahres war ich sehr müde, unkonzentriert und gestresst. Immerhin hatte ich einen riesigen Packen Infos an meine Vertretung, meine Chefin und eine Kollegin abzugeben. Gefühlt habe ich von Januar bis Ostern durchgeredet. Da war mir Zuhause meist mehr nach Schlafen zumute als nach irgend etwas anderem.

Trotzdem habe ich ein paar Bücher beendet; genauer gesagt 13 Stück.

Meine Jahreshighlight waren hier in Sachen “Kind und Familie” definitiv die Bücher von Jesper Juul. Er hat sehr wertschätzend geschrieben und gehandelt und mich sehr zum Nachdenken gebracht. Gerade auch im Hinblick auf die Art und Weise, wie viele Kinder in meinem Umfeld behandelt werden. Ich werde sehen, was die Zeit bei uns bringt und wie es bei uns ablaufen wird.

Im Dezember habe ich übrigens ganze zwei Romane beendet, die mir beide sehr gut gefallen haben.

Mit “Shadowmarch I – Die Grenze” von Tad Williams habe ich eine Buchreihe gestartet, die hier schon seit Jahren im Regal steht und die bei mir unter “will ich irgendwann mal lesen” lief. Den zweiten Band habe ich bereits aus dem Regal geholt. Aktuell lese ich noch ein anderes Buch, aber danach bin ich gespannt, wie es dort weitergeht.

Dann habe ich eine Serie weitergelesen, die mir schon bei den ersten zwei Bänden viel Freude beim Lesen bereitet hat: “Die Flüsse von London – Ein Wispern unter Baker Street” von Ben Aaronovitch. Gerade diesen Band fand ich toll, auch weil ich schon in der Gegend unterwegs war.

Insgesamt habe ich aber nur einen Zuwachs von 2 Büchern auf meinem SuB zu verzeichnen. Das überrascht mich etwas, habe ich doch aufgrund der langen Pause mit wesentlich mehr gerechnet.

Wolle und Garn

“Dotted Rays” Muster von Stephen West

Ich habe mehr verarbeitet, als ich gedacht habe. Auf Ravelry habe ich 2021 ganze 30 Projekte eingetragen!

Natürlich waren viele Babysachen dabei, aber auch drei Tücher und eine Jacke.

“Naima” Muster von AnkeSTRiCK

Die meisten Projekte waren aber kleine Sachen. Immerhin neun Paar Socken habe ich gestrickt. Oh, Moment!

Dabei fällt mir auf, dass ich die beiden Sockenpaare, die ich als Weihnachtsgeschenk für meine Eltern gestrickt habe, gar nicht eingetragen habe!

Damit wären es dann also 32 Projekte und elf Paar Socken! Ich bin ehrlich gesagt überrascht, denn gefühlt habe ich nur die Hälfte von dem fertigbekommen, was ich wollte.

“Mouse in a flowered dress” Muster von Julie Williams

Trotzdem gibt es ein mehr als deutliches Plus in meinem Stash. Ins Jahr 2021 bin ich gestartet mit einem Stash von 20,46 kg bei 64,8 km Lauflänge. Den Dezember habe ich dann mit 25,9 kg bei einer Lauflänge von 74,52 km beendet. Da dürfte der Auftrag für 2022 klar sein, oder?

Nadel und Faden

Weste “Woldlööper” Schnittmuster von Rabaukowitsch

Ich glaube, hier war meine Demotivation am Größten. Üblicherweise gehe ich ein mal in der Woche zum Nähkurs. Pandemiebedingt ist dieser bis in den Spätsommer hinein ausgefallen. Mir steckte außerdem irgendwie noch dieses blöde Masken nähen in den Knochen. So hatte ich viele, viele Pläne und habe davon nur wenig umgesetzt.

Trotzdem habe ich auch hier etwas beendet und bin schon stolz auf mich, was ich gelernt habe.

Wollwalk-Anzug, Schnittmuster aus der Ottobre Kids 4/2019
  • Ich habe das erste Mal Klett vernäht und eine Hülle für eine Babymatratze genäht – ohne Anleitung und genaue Maße.
  • Ich habe eine Weste mit Trageeinsatz genäht, die mich vor mehrere Herausforderungen gestellt hat. Hier habe ich auch das erste Mal einen Reissverschluss eingenäht.
  • Ich habe eine Overlock-Maschine gekauft und damit das erste Mal Babysachen genäht.
  • Ebenfalls mit der Overlock habe ich das erste (und hoffentlich letzte Mal) PUL genäht.
  • Ich habe das erste Mal mit Wollwalk genäht.
  • Und zu guter letzt habe ich auch das erste Mal Bekleidung gefüttert.

Trotzdem habe ich hier auch noch ein “aber”, denn ich habe viele, viele Stoffe gekauft. Auch hier ist mein Stash also ordentlich angewachsen.

Häuslich

Mein Nestbautrieb hat (fast) voll durchgeschlagen. Zwar haben wir immer noch kein Kinderzimmer (wozu auch?) aber dafür einiges geschafft.

Zum Ende 2020 haben wir unsere Meerschweinchenhaltung aufgegeben. Ich war emotional immer sehr getroffen, wenn was mit einem der Tiere war und das wollte ich nicht mehr. Also haben wir das letzte verbliebene Tierchen zu einer lieben Nähfreundin gegeben, wo es in eine tolle Gruppe gezogen ist.

Hipphipp hurra! Da ist der Schrank!

Den riesigen Meerschweinchen”käfig” im Wohnzimmer haben wir dann abgebaut und dort ein Regal aufgebaut, sowie Platz für eine Spielecke für das Mäusemädchen gelassen. Dann haben wir den Eingangsbereich auf Vordermann gebracht und auch hier etwas neu gekauft: Ein Regal um unsere Taschen und einen kleinen Wäschekorb unterzubringen. Fürs Wohnzimmer gab es auch noch zwei kleine Regale um alles, was herumsteht wegräumen zu können.

Ebenfalls für das Wohnzimmer haben wir uns einen Buffetschrank gekauft, auf den wir leider einige Monate warten mussten. Als er dann endlich da war (und aufgebaut) haben mir die mitgelieferten Schrankknöpfe nicht gefallen und ich habe daher hier auch noch was Neues bestellt.

Dann ist noch mein Bürostuhl kaputtgegangen, den wir dann noch ersetzen mussten.

Das Laminat liegt!

Unter erschwerten Bedingungen hat der Mann unseren Dachboden ausgebaut. Unser Gästezimmer soll ja das Kinderzimmer werden und mit Kind war mir klar, dass so ein Ausbau nichts wird. Also hat der Mann versucht an Material heranzukommen, was bei geschlossenen Baumärkten gar nicht so einfach war. Vor allen Dingen, weil er sich einiges vor Ort anschauen musste um zu entscheiden, welches Material das Richtige ist…

Aber alles ist fertig geworden und auch richtig schön. Ich bin wirklich begeistert und auch stolz auf den Mann, der ja nun nicht vom Fach ist und trotzdem alles vom Trockenbau bis zum Laminat legen gestemmt hat.

Auch durch weitere Möbel, die wir für den Dachboden gekauft hatten, wurde unser Budget hier massiv gesprengt.

Gegen Ende des Jahres kehrte in diesen Bereich dann aber glücklicherweise Ruhe ein und wir hatten nur noch kleinere Ausgaben, wie einen neuen Bewegungsmelder und eine portable Festplatte.

Kindereien

Stoffwindelausstattung

Neben dem Dachbodenausbau dürfte dies mit Abstand der größte Posten des vergangenen Jahres gewesen sein.

Obwohl wir vieles gebraucht gekauft oder sogar geschenkt bekommen haben, fiel immer wieder etwas an, was wir so schnell wie möglich brauchten.

Nachhaltig waren viele Anschaffungen deswegen nicht. Durch die Pandemie haben wir fast nichts vor Ort gekauft, sondern viele bestellt. Alle Sachen waren natürlich hygienisch einwandfrei eingepackt – teilweise mehrfach. Allein, was bei uns an Verpackungsmüll angefallen ist, war der Wahnsinn! Der Mann ist mehrfach mit Wagenladungen voll Pappe zum Bauhof gefahren, weil wir nicht mehr alles in der Papiertonne unterbringen konnten.

Wir haben die komplette Erstausstattung gekauft:

  • Kinderbett nebst Matratze und Bettlaken,
  • zwei Wickeltische,
  • ein Tragetuch,
  • zwei Tragen,
  • Badewanne,
  • Spucktücher über Spucktücher,
  • Matratze für den Laufstall,
  • Stoffwindel-Vollausstattung,
  • Kleidung (obwohl wir sehr viel geschenkt bekommen haben, brauchten wir noch Unmengen an Kleidung. Fast alles habe ich hier gebraucht gekauft.)
  • und verschiedenste Verbrauchsmaterialien fürs Kind.

Bestimmt habe ich in der Aufzählung noch einiges vergessen.

Außerdem habe ich einiges an Bekleidung für mich gekauft und war einfach nicht gewillt dafür die teilweise unverschämten Preise zu zahlen. (Sorry, aber für ein Umstandskleid aus Polyester zahle ich einfach keinen dreistelligen Betrag. Punkt.)

Vermischtes

Die größten Ausgaben hier waren wohl ein neuer Pürierstab und eine neue Brille für mich.

Dann brauchte ich noch neue Schuhe, von denen aber nur eins der bestellten Paare gepasst hat. Durch die Schwangerschaft habe ich ganz schön breite Füße bekommen und passe in kaum noch eins der alten Schuhpaare rein. Ich will hoffen, dass sich das mit der Zeit wieder gibt.

Zu guter letzt waren die Weihnachtsgeschenke für den Mann dieses Jahr auch noch reichlich. War wohl meine Art danke für dieses schreckliche, schöne, chaotische letzte Jahr zu sagen, denke ich.

Fazit und Ausblick

Ein weiteres außergewöhnliches Jahr ist zuende. Es war schlimm, ich war durch die Pandemie völlig fertig, wir haben eine besch…eidene Geburt erlebt und die ersten Monate waren mehr als nur herausfordernd.

Aber: Ich habe so viele Handarbeitsprojekte beendet, so viel geschaffen. Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt oder endlich wiedersehen können. Wir haben uns als Familie gefunden (und finden uns noch). Ich habe festgestellt, dass alle Ängste meines Mannes, er könne kein guter Vater sein, unbegründet waren und sind. Ich bin an meine Grenzen gegangen und darüber hinaus. Ich bin gesundheitlich so angeschlagen, wie noch nie und trotzdem tobt das Leben in diesem Haus auf eine anstrengende, herausfordernde und schöne Art und Weise.

Vielleicht fange ich wieder an, mich wieder zu trauen, ein kleines bisschen optimistisch in die Zukunft zu schauen. Vielleicht.

Und um etwas konkreter ins neue Jahr zu schauen:

Ich möchte endlich mit dem Mäusemädchen und dem Mann am normalen Leben teilnehmen können ohne Angst haben zu müssen.
Ich möchte weniger konsumieren.
Ich möchte bewusster konsumieren.
Ich möchte meine Vorräte reduzieren.
Ich möchte aktiv sein und mich einbringen.

In diesem Sinne wünsche ich euch Gesundheit und Zufriedenheit für 2022!

Kleine Konsumrevolution – Fazit Dezember

Ereignisreich

So, die Feiertage sind überstanden, der Mann liegt mit Kind nebenan beim verspäteten Mittagsschlaf und ich nutze die Gelegenheit für diese Zeilen hier.

Ich wünsche dir und deiner (Wahl-)Familie einen wundervolles Jahr 2022. Hoffentlich werden wir so was wie einen Lichtblick bekommen. Die letzten zwei Jahre waren ja größtenteils für die Tonne.

Aber genug davon, jetzt erzähle ich dir ersteinmal von einem neuen Monat voll mit wunderbarem Scheitern.

Teezeit

Ich trinke fleißig Tee aus dem Vorrat, im Dezember ist allerdings keine Packung leer geworden. Dafür habe ich von einer Kollegin eine Packung Tee geschenkt bekommen. Macht also +1.

Lese-Ecke

Im November hatte ich ja schon angekündigt, dass ich viel gekauft habe. Unter anderem auch Bücher.

Der Mann hat zu Weihnachten von mir den 1. Teil der Witcher-Reihe von Andrzej Sapkowski geschenkt bekommen, nachdem er schon jahrelang drumherum geschlichen ist. Dieses Geschenk war natürlich vollkommen uneigennützig. Hüstel… Als Neuzugang für meinen SuB zält das natürlich nicht.

Dann habe ich ein Nachschlagewerk zum Thema Kinderkrankheiten und Entwicklung gekauft. So Nachschlagewerke zählen auch irgendwie nicht, oder was meinst du?

Was aber definitiv zählt, ist ein Buch, für das ich an einem Crowdfunding teilgenommen habe: “Nach kaputt kommt schöner”. Ein Buch über das Reparieren von Kleidung. Damit wollte ich mich schon länger beschäftigen und jetzt mit Kind, ist es sicherlich sinnvoll Kleidung stopfen zu können. Ein Bonus ist es natürlich, wenn es dann auch noch schön aussieht. Das Buch habe ich gerade angefangen zu lesen und hoffe, dass ich bald auch Zeit habe, Sachen zu stopfen.

Zu guter letzt ist auch noch ein Kochbuch für Beikost-Rezepte eingezogen und ein humoristisches Buch von Marlene Hellene: “Zu groß für die Babyklappe: Geschichten aus dem Müttergenesungswerk”. Letzteres habe ich bereits angefangen zu lesen und ersteres schon nach Rezeptideen durchstöbert. Wiederum finde ich, dass ein Kochbuch jetzt nicht zwingend zählt.

Tatsächlich habe ich im Dezember Zeit gehabt, so richtig ausdauernd zu lesen und ich streiche daher diese Bücher von meinem SuB:

Tad Williams – Shadowmarch I, Die Grenze
Ben Aaronovitch – Die Flüsse von London, Ein Wispern unter Baker Street

Das macht dann also am Ende plusminus null Bücher.

Wolle und Garn

Hier gibt es wieder ein deutliches Plus zu verzeichnen.

Mein Opal-Abo ist nämlich angekommen. Weil Weihnachten war, gab es noch einen zusätzlichen Strang Sockengarn. Das macht dann allein 700g neue Sockenwolle!

Fertig gestrickt habe ich lediglich ein Paar Wollsocken als Weihnachtsgeschenk für meinen Vater und aus den Resten ein Paar Beinstulpen für das Mäusemädchen. Und natürlich habe ich vergessen von den Socken vor dem Verschenken ein Foto zu machen und die Stulpen fürs Kind sind noch in der Wäsche…

Damit beende ich das Jahr mit einem Stash von 25,9 kg Wolle bei einer Lauflänge von 74,52 km.

Nadel und Faden

Ich erwähnte, dass ich Dinge gekauft habe, oder?

Dazu gehörten eindeutig die zehn neuen Schnittmuster, die ich online gekauft habe. Das meiste davon sind freie Schnittmuster, aber dennoch erweitern sie natürlich meine “Bibliothek” beträchtlich.

Unser Neffe hat zu Weihnachten eine Hose von mir genäht bekommen. Eins der gekauften Schnittmuster habe ich dafür gebraucht.

Da ich Kniepatches aufbringen wollte, bin ich in den lokalen Stoffladen marschiert und habe passendes Vlies gekauft. Und wenn man schon mal da ist und wenn da schon mal Stoffe heruntergesetzt sind… Also sind 2x je 0,5 m Jersey für Kinder mit nach Hause gewandert.

Allerdings habe ich auch den neuen Wollwalkanzug fürs Kind fertig gestellt. Gebraucht habe ich dafür 0,9 m Wollwalk und 0,9 m Jersey zum Füttern. Der Anzug gefällt mir richtig gut, auch wenn er sehr aufwändig zu Nähen war. Er ist dem Mäusemädchen noch etwas sehr groß, aber man kann sie schon hineinstecken, ohne das man sie anschließend suchen muss.

Ganz zum Ende des Monats habe ich dann noch eine Hose für das Mäusemädchen genäht. Benutzt habe ich dafür Reste von der Hose für den Neffen, nur die Kniepatches habe ich mir gespart.

Damit habe ich fast alles von dem im November gekauften Jersey verarbeitet. Es bleiben nur noch Reste übrig, aus denen ich entweder Halstücher machen möchte, oder eine Jerseymütze oder beides. Mal schauen, wie das so passt.

Natürlich “musste” ich auch noch meine neue Overlock-Maschine ausprobieren. Und was ist dazu besser geeignet, als ein ganz einfaches Projekt, bei dem man nur geradeaus nähen muss? Also habe ich eine Wickelunterlage genäht. Blöd nur, dass sich sowohl PUL als auch Frottee beim Nähen verhalten wie ein Ar… pardon, ich meine natürlich, wie eine Diva. Also ist das ganze Ding nicht nur kleiner geworden als geplant (habe noch versucht alles zu begradigen) sondern auch krumm und schief. Aber es erfüllt seinen Zweck und ich hoffe einfach, dass die niedlichen Enten vom Rest ablenken.

Häuslich

Der Mann hat einen neuen Bewegungsmelder für unsere Einfahrt gekauft und montiert. Das verbuche ich eindeutig unter “notwendige Ausgaben”.

Kindereien

Ich hatte ein wenig Angst vor Weihnachten.

Das Kind ist eh schnell mit zu vielen Sinneseindrücken auf einmal überfordert. Außerdem wollte ich verhindern, dass sie mit Geschenken überschüttet wird, nur um ihr was zu schenken.

Natürlich gab es trotzdem viel zu viele Dinge. Und natürlich war sie von dem vielen raschelnden Papier, den Spielzeugen und dem ganzen Drumherum heillos überfordert.

Ich hoffe, dass es nächstes Jahr für sie einfacher wird.

Im Vorfeld habe ich Geschenke von uns gekauft und im Namen meiner Eltern. Es war vieles dabei, was einfach praktischer Natur ist und was wir für sie gebraucht haben. Beispielsweise ein Set mit Lätzchen, da wir seit ein paar Wochen mit der Beikost gestartet sind.

Außerdem gab es nun noch eigenes Geschirr aus Silikon fürs Baby, damit sie (mehr oder weniger selbstständig) mitessen kann. Wir machen momenten eine Mischung aus Breifütterung und Baby led weaning. Letzteres bedeutet im Wesentlichen, dass das Kind von Anfang an selber essen lernt und keinen Brei bekommt, sondern handliche Portionen, die vom “Erwachsenenessen” abgezweigt werden. Dabei würzt man das Essen natürlich deutlich weniger und verzichtet möglichst ganz auf Salz und Zucker. Außerdem hat sie uns signalisiert, dass sie gern zu den Mahlzeiten auch Wasser trinken möchte. Deswegen gab es für sie auch noch ein eigenes Babyhände-geeignetes Becherchen und die üblichen Trinklernflaschen um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Dann habe ich noch Windelvlies gekauft, da sich mit der Beikost natürlich auch die Verdauung des Babies verändert. Sagen wir, die Hinterlassenschaften sind nun eine größere Herausforderung, als das, was rauskommt, wenn man ausschließlich Milch füttert…

Genau für so was gibt es Windelvlies. Das sind stabile Einlagen aus z.B. Zellstoff, die alles Feste auffangen, so dass man es nicht mühseelig aus der Stoffwindeleinlage herauswaschen muss.

Du siehst also, ich habe nicht übertrieben. Im Dezember habe ich jede Menge konsumiert, bestellt, gekauft – wie auch immer du es nennen möchtest.

Übrigens: Die neuen Spielzeuge habe ich direkt eingesackt. Es wird nun alle paar Wochen mal was ausgetauscht an Spielzeugen. Sie benutzt eh meist nur 3-4 parallel. Mehr wird dann ignoriert.

Vermischtes

Der Mann liest ja nicht nur, sondern er baut auch sehr gerne Dinge aus Klemmbausteinen. Seit Jahren hängt er mir in den Ohren, dass er gern einen Corgi möchte, deswegen hat er zu Weihnachten dieses hübsche Set bekommen. Er hat sich königlich amüsiert und den Hund in Rekordzeit zusammengebaut. Außerdem hat er von mir noch ein Bauset für ein Panzermodell bekommen. Da scheiden sich ja unsere Geister, aber er stellt sich so was dann gern ins Regal in seinem Keller.

Damit nicht genug, hat er dann auch noch zwei Nerdshirts zu Weihnachten bekommen. Klamotten in seiner Größe zu finden ist ja leider nicht so einfach und so bekommt er zu Weihnachten und zum Geburtstag immer mal wieder was, was mir so über den Weg läuft.

Fazit und Ausblick

Im Januar liegen – wie bei so vielen – jede Menge Zahlungen an. Versicherungen, Mitgliedsbeiträge, Steuern und so weiter und so fort. Große Sprünge werden wir da nicht machen können.

Trotzdem werden wir losziehen und uns nach einem geeigneten Buggy fürs Mäusemädchen umschauen. Nicht, das ich sie nicht gern tragen würde, aber sie dreht sich immer mehr um und möchte lieber in die Gegend schauen, als immer nur auf Mama zu gucken. Auf dem Rücken tragen wäre natürlich eine Option, die wir auch immer mal wieder wahrnehmen. Allerdings müsste ich dann noch für draußen eine neue Jacke kaufen, da ich das Kind bei dem Winterwetter nicht über der Kleidung tragen möchte. Und ehrlicherweise ist mir das zu teuer. Und zum selber nähen fehlt mir schlicht die Zeit.

Sonst müssen beide Autos noch zur Inspektion – drück bitte die Daumen, dass es da keine Reparaturen gibt.

Ich werde nun Mann und Kind so langsam wecken gehen und dann läuten wir schon wieder den letzten Teil des Tages ein. Die Zeit fliegt wirklich immer schneller vorbei.

Kleine Konsumrevolution – Fazit November 2021

Ereignisreich

Die Corona-Inzidenz steigt und steigt und steigt. Glücklicherweise leben wir hier in einer Ecke Deutschlands, die nicht so stark betroffen ist, wie z.B. Sachsen oder Bayern. So haben wir hier “nur” mit Werten um die 100 – 200 zu tun, wobei das im Vergleich zu der Zeit vorher auch schon wahnsinnig hoch ist.

Bereits zwei Mal hatte ich Kontakt zu jemandem, der positiv getestet wurde, bzw. längeren Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte. Alle meine Tests blieben bisher glücklicherwese negativ. Hoffentlich bleibt dies so.

Du siehst, dass die Pandemie immer noch unser Leben bestimmt. Im Gegensatz zu den vorherigen Wellen gibt es zwar Einschränkungen und wir halten uns weiterhin von Menschenansammlungen fern, aber dieses Mal sind wir nicht komplett vom öffentlichen Leben ausgeschlossen. Dadurch, dass ich geimpft bin, können wir ganz normal zum Babyschwimmen gehen und auch im November fand der Nähkurs ganz normal statt und auch das Strickcafé, dass ich leite. Privat schränken wir unsere Kontakte weiterhin ein, treffen uns aber sporadisch und unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen mit anderen. Ich merke auch, dass genau dies dem Mäusemädchen gut tut. Zwar erschrickt sie immer noch sehr leicht bei lauteren Geräuschen, aber sie ist nicht mehr ganz so überfordert mit solchen Situationen.

Hoffentlich zeigt sich hier in allem ein Aufwärtstrend, denn ich bin einfach so mütend und verliere Tag für Tag weiter den Glauben in die Menschheit.

Aber, ich möchte hier nicht weiter schlechte Laune verbreiten und erzähle dir daher vom November:

Teezeit

Ich möchte bitte Applaus von dir haben. Ja, genau – jetzt.

Danke, danke! 😉

Natürlich sage ich dir auch noch, warum: Im November habe ich ganze drei Packungen Tee geleert und keine einzige neu gekauft.

Zugegebenermaßen habe ich aber von einer lieben Strickfreundin eine Packung schwarzen Tee geschenkt bekommen, aber diese Packung nehme ich gern in die Statistik auf.

Macht also für November -2 Packungen Tee.

Lese-Ecke

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Mittlerweile habe ich den größten Teil meiner Freizeit-Beschäftigungen auf den Abend verlegt. Das Mäusemädchen schläft zwar, aber nicht alleine und auch nur an den Mann oder mich angekuschelt. Also sitze ich jetzt abends im Bett, schön gemütlich eingemuckelt und lese oder stricke mit Umhängelampe. So komme ich wenigstens an die eine oder andere Stunde um etwas zu schaffen.

Im November habe ich so vier Kapitel im aktuellen Buch “Shadowmarch – Die Grenze” von Tad Williams gelesen.

Außerdem habe ich es geschafft anderthalb Kapitel von “Lord of the Rings” von J.R.R. Tolkien zu hören.

Gekauft habe ich nichts, es bleibt also weiterhin bei plusminus Null.

Wolle und Garn

Geschenke von der lieben pittipicture

Ich habe ein Paket von einer lieben Strickfreundin bekommen. Na gut, das Mäusemädchen und ich. Ein richtiges Wohlfühl-Paket ist da angekommen und ich gestehe, dass ich schon fleißig nasche. Die wunderschönen Socken sind saubequem und ich trage sie gern. Das Knubbelchen wird vom Mäusemädchen geliebt und der Strang Garn, der dabei lag, ist genau meins.

Die Bodies liegen bereits gewaschen hier und warten auf ihren Einsatz. Noch sind sie etwas zu groß, aber ich bin mir sicher, dass das Kind da schneller reingewachsen ist, als man gucken kann.

Dann habe ich noch Geschenke gestrickt, die ich hier aber noch nicht zeigen kann.

An meinem Boho Texture Cardi (ravelry-Link!) habe ich einen Mustersatz gestrickt.

Mit dem Neuzugang aus dem Geschenkepaket liegt meine Stash-Größe also bei 25,2 kg und einer Lauflänge von 71,54 km. Zum Vormonat gab es also keine Veränderungen.

Nadel und Faden

Weste Woldlööper mit Trageeinsatz

Die Weste habe ich ja letzten Monat schon fertiggstellt gehabt, im November ist nun auch endlich der Trageeinsatz fertig geworden.

Ich bin sehr zufrieden damit und kann die Anleitung nur empfehlen. Werde von der Designerin bestimmt noch mehr nähen.

Dann habe ich einen Wollwalk-Anzug für das Mäusemädchen angefangen zu nähen. Im November ist er aber leider dann doch nicht fertig geworden.

Nachdem ich mit Stoffkäufen sparsam gewesen bin, bin ich Ende des Monats zum Black Friday dann doch schwach geworden. Ich habe insgesamt 5 m Wollwalk gekauft, sowie Sweatstoffe und Bündchenware für ein Weihnachtsgeschenk. Für die Overlock-Maschine habe ich dann noch Nadeln bestellt, aber die zählen irgendwie nicht, oder?

Häuslich

Ich habe mir endlich eine externe Festplatte zur Datensicherung gegönnt. Ehrlich gesagt, hatte ich so was seit Jahren auf meiner Liste und dann habe ich es wieder vergessen oder es passte gerade finanziell nicht so rein. Aber jetzt ist die Festplatte da und ich hoffe, dass sie lange halten wird.

Zum Advent habe ich für meinen Mann einen klassischen Adventskalender mit Schokolade bestellt und für uns beide einen etwas anderen Adventskalender: Über 24 Tage versucht man einen Fall zu lösen und gerät dabei Sherlock Holmes in die Quere. Ein bisschen ist das Ganze wie ein Exit-Game in Buchform.

Sonst gab es fürs Haus selber keine Anschaffungen.

Kindereien

Ganz zu Anfang des Monats habe ich mich tierisch über mich selbst geärgert: Wir waren zu Besuch und als wir uns auf den Rückweg gemacht haben, habe ich die Trage nicht richtig ins Auto geräumt. Ein Träger hing heraus. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke gab es einen lauten Knall. Erst dachten wir, dass ein Reifen geplatzt sei, oder das Wild gegen die Seite des Autos gelaufen sei. Aber es war der Tragegurt. Glücklicherweise war am Auto nichts, und der Gurt der Trage ist überraschenderweise auch nicht gerissen. Trotzdem war die schöne Trage reichlich ramponiert. Erst hatten wir überlegt, ob wir das Ganze reparieren könnten, aber dann haben wir uns dafür entschieden früher als geplant auf die größere Version der Trage umzusteigen.

Glücklicherweise habe ich eine schöne Trage von der gleichen Marke gebraucht gefunden und seitdem leistet diese Trage uns gute Dienste. Im Nachhinein war es wohl die richtige Entscheidung, da das Kind noch reichlich gewachsen ist und jetzt in die neue Trage gut hineinpasst. Vermutlich hätten wir also eh allerspätestens Anfang Dezember eine neue Trage kaufen müssen.

Auch aufgrund des Wachsens brauchte das Kind schon wieder neue Klamotten. Dieses Mal hat es sich aber auf ein paar neue Schlafanzüge und neue Schlafsäcke beschränkt. Beides habe ich ebenfalls gebraucht gekauft. Aktuell ist das Mäusemädchen also bei Größe 74 angekommen und hat wahnsinnig lange Beine. Durch das Tragen braucht sie eh längere Hosenbeine als üblich, sodass einige Hosen bereits wieder zu kurz sind. Diese Hosen kann sie aber noch gut Zuhause tragen.

Für unterwegs behelfen wir uns jetzt mit einer Strumpfhose in Größe 86 und dem sowieso warmen Wollwalkanzug.

Vermischtes

Auf die harte Tour habe ich festgestellt, dass meine Füße durch die Schwangerschaft um einiges breiter geworden sind. Ich hatte nämlich schicke Schuhe angezogen und merkte wohl, dass diese etwas eng sitzen. Mitten auf der Spazierrunde dann habe ich gemerkt, dass ich mir Blasen gelaufen habe und am Ende der Runde… na, du kannst es dir sicherlich denken.

Also habe ich neue Schuhe bestellt. Wegen der Pandemie möchte ich im Moment so was nicht vor Ort kaufen gehen. Von den fünf bestellten Paaren hat leider nur ein Paar gepasst und das waren Trailrunningschuhe. Für Spaziergänge bin ich nun also gut gerüstet, nur Gelegenheiten um sich richtig schick zu machen, dürfen vorerst nicht kommen… (Hallo Weihnachten, wo kommst du denn so plötzlich her…?!)

Fazit und Ausblick

Ich bin zufrieden mit meinen Ausgaben. Es war nur die Trage dabei, die so völlig außer der Reihe war, Frustkäufe habe ich gar nicht gemacht. Die Teekiste lichtet sich langsam, was mich auch sehr freut. Hauptsächlich liegen dort nun noch lose Tees, die ich aber sicherlich auch noch verbrauche. Die Ausgaben fürs Mäusemädchen waren auf jeden Fall notwendig und ansonsten verarbeite ich landam aber stetig meine Wollvorräte.

Im Dezember wird alles sicherlich anders aussehen, das kann ich dir jetzt schon verraten. Neben den Weihnachtsgeschenken kam noch der eine oder andere Kauf zusätzlich dazu. Davon erzähle ich dir dann aber im neuen Jahr.

Ich wünsche euch schöne Jul, Hannukka, Weihnachten oder was ihr auch immer feiert. Entspannte Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.

Kleine Konsumrevolution – Fazit Oktober 2021

Ereignisreich

Wir haben ein paar Ausflüge gewagt und sind sehr gut damit gefahren. Sicherlich ist das, was wir gemacht haben, für andere Alltag und bestimmt nichts außergewöhnliches. Trotzdem ist es für uns etwas besonderes gewesen, in die Stadt zum einkaufen zu fahren, in Münster um den Aasee zu spazieren und auch die Verwandtschaft zu besuchen. Irgendwie bin ich hier immer noch im Lockdown-Modus und fühle mich unter Menschen noch nicht so wohl, wie vor der Pandemie. (Und selbst da wurde mir so was schnell zu viel.)

Ansonsten ein kleiner Spoiler: Ich habe Geld ausgegeben. Nein, falsch. Ich habe viel Geld ausgegeben…

Teezeit

Ich merke immer wieder, dass ich weniger Tee trinke, seitdem das Mäusemädchen da ist. Auch im Oktober habe ich es nicht geschafft eine Packung Beuteltee leerzumachen. Stattdessen ist noch eine halbe Packung schwarzer Tee übrig. Alles in allem bleibt es damit beim Stand vom Vormonat. Auch, wenn mir abgelaufener Tee nicht viel ausmacht, werde ich wahrscheinlich doch mal meine Vorräte durchschauen müssen, ob ich nicht die eine oder andere Packung entsorge.

Lese-Ecke

Ich habe tatsächlich ein wenig gelesen. An einem Nachmittag hat das Mäusemädchen wahnsinnig viel geschlafen und ich konnte so ganze zwei Kapitel in “Shadowmarch – Die Grenze” von Tad Williams lesen. Damit bin ich jetzt fast bei der Hälfte des Buches angekommen.

Gekauft habe ich allerdings auch was, nämlich:

Christine Rankl – So beruhige ich mein Baby: Tipps aus der Schreiambulanz
Herbert Renz-Polster, Nora Imla – Schlaf gut, Baby! – Der sanfte Weg zu ruhigen Nächten

Die Bücher sind erst vor ein paar Tagen angekommen, daher habe ich noch nicht hineinschauen können. Ich hoffe aber wirklich, dass sie was bringen und zwar abseits von Schlaftrainings.

Macht also für Oktober + 2 Bücher.

Wolle und Garn

Da ich auch die Power-Naps des Mäusemädchens zwischendurch zum Stricken nutzen konnte, habe ich einiges fertiggestellt:

Pixie Hat

Aus diversen Anleitungen für Pixie-Mützen habe ich mir eine gebastelt, die für das Mäusemädchen mit einem Kopfumfang von 40 cm passt. Gestrickt habe ich mit doppelfädiger Filcolana arwetta. Die Mütze hat sich schon gut bewährt und wird hier regelmäßig – wenn auch unter Protest, weil alle Mützen halt doof sind – getragen.

Babyhandschuhe

Außerdem habe ich noch ein Paar Handschuhe improvisiert, ebenfalls aus doppelt gehaltener Filcolana Arwetta.

Als Schnur (die auch nur erfunden wurde, um kleine Kinder zu quälen – ganz sicher) habe ich einfach eine Luftmaschenkette mit den Fingern gehäkelt.

Mouse in a flowered Dress

Dann habe ich noch in einer Nacht und Nebel-Aktion eine kleine Maus gestrickt.

In der Originalanleitung (ravelry-Link!) ist das Kleid viel schöner, aber ich war in Zeitdruck und habe daher ein bisschen was improvisiert.

Dann sind noch wundervolle Geschenke für das Baby angekommen:

Babyset aus Sandness Garn

Von einer lieben Stricktreff-Freundin, die ich schon gefühlte Ewigkeiten kenne, kam ein Päckchen mit einem kompletten Set an.

Die Schühchen sind noch ein bisschen groß, aber der Rest passt bereits, obwohl die Sachen in der Größe für 6-9 Monate gestrickt wurden!

Liebe Nessaja7 (ravelry-Link!), herzlichen Dank dafür!

Dann sind noch Babyschühchen von Tini aka Zwillingsnadel angekommen. Bei der Gelegenheit weise ich gerne auch auf den Podcast von Tini hin. Falls ihr ihn noch nicht kennt, hört rein. Sie hat nicht nur eine sehr angenehme Stimme, sondern erzählt auch interessante Dinge.

Liebe Tini, dir auch vielen Dank!

Und zu guter letzt habe ich bei Lalylala ein Häkelset gekauft, mit der festen Überzeugung das ich das schon hinbekommen werde. Ähm nein. Ich saß davor wie Ochs vorm Berg und die Anleitung hätte auch auf chinesisch dort stehen können. Aber da kam als Retterin in der Not die liebe IniBo (ravelry-Link!)herbei und hat die Spieluhr fertiggezaubert – äh, gehäkelt. Ein Foto davon reiche ich nach.

Außerdem stricke ich gerade eine Jacke für mich, den Boho Texture Cardigan und für das Mäusemädchen den Selma’s Sleep Suit. (Beides ravelry-Links!)

So ganz ohne Stash-Zuwachs bin ich übrigens im Oktober doch nicht davongekommen, denn das neue Opal-Abo ist eingetrudelt. Ein Knäuel davon wird bereits verarbeitet, die anderen warten noch auf ihre Bestimmung. Davon abgesehen war ich brav – aber kein Wunder, habe ich doch an anderer Stelle ordentlich Geld ausgegeben.

Trotzdem habe ich ein Minus im Stash: 25,2 kg Garn mit 71,54 km Lauflänge.

Nadel und Faden

Meine Schwiegermutter hat mir zu Weihnachten einen Zuschuss zu einer Overlock-Maschine geschenkt. Dann kamen diverse Lockdowns und andere Prioritäten dazwischen. Im Oktober sind wir nun aber endlich dazu gekommen, eine Maschine auszusuchen und zu kaufen. Eigentlich wollte ich ja eine günstigere Einsteigermaschine haben, aber dann ist es doch “ein bisschen” was anderes geworden…

Baby Lock enspire

Jetzt heißt es also üben, üben, üben.

An dem Tag, an dem wir die Maschine im Nähmaschinen-Laden abgeholt haben, war auch Stoffmarkt in der Innenstadt.

Wir sind nicht drumherum gekommen über den Markt zu schlendern und natürlich habe ich noch was an Stoffen mitgenommen.

Die nächsten Nähprojekte für das Baby sind also gesichert. Andererseits muss die Overlock ja auch ausgiebig getestet werden, nicht wahr?

Vor ein paar Wochen hatte ich die Trageweste Wooldlööper von rabaukowitsch angefangen zu nähen. Mittlerweile ist die Weste fertig, nun steht nur noch der Trageeinsatz aus. Allerdings werde ich diesen etwas verbreitern. An welcher Stelle des Schnittmusters das am Sinnvollsten ist, war mir allerdings nicht klar. Gut, dass letzte Woche mein Nähkurs wieder gestartet ist und ich nachfragen konnte. Allerdings habe ich dann doch erst einmal ein anderes Nähprojekt fertiggestellt und werde dann also hoffentlich nächste Woche zuschneiden können. Ein Foto gibt’s dann vom komplett fertigen Projekt.

Damit ich mich auf gar keinen Fall langweile (hysterisches Kichern) habe ich mir dann noch das Buch “Nähen mit Jersey für Babys und Kids” von Pauline Dohmen aka Klimperklein gegönnt. Ein Projekt daraus habe ich auch schon ins Auge gefasst – aber erst, wenn die Weste auch wirklich fertig ist.

Häuslich

Die großen Umbaumaßnahmen sind vorerst abgeschlossen. Daher gibt es hier nichts von irgendwelchen spaktakulären Aktionen zu berichten.

Ich habe lediglich ein bisschen eingekauft und sowohl naturreine Öle zur Körperpflege gekauft, als auch Gewürze für die Küche.

Zur Körperpflge ein paar Worte: Ich habe ja Psoriasis und habe festgestellt, dass ich schnell auf konventionelle Kosmetika reagiere. Seit Jahren verzichte ich daher bereits auf Parabene und Co. Aber auch in der Naturkosmetik ist nicht alles Gold, was glänzt. So bin ich jetzt bei einer Mischung aus fertigen Cremes und einfachen Basisölen gelandet. Meine Lieblinge sind dabei Mandel- und Aprikosenöl. Ich bestelle diese in 500 ml-Flaschen und fülle mir portionsweise was in eine Pumpflasche ab. In der kalten Jahreszeit verwende ich zusätzlich noch Lanolin und richtig fettige Cremes. Es gilt für mich aber: Weniger ist mehr. Neben dem Öl für den Körper, benutze ich sonst nur noch eine Gesichtscreme und eine Coldcreme. Kosmetikfirmen können an mir nicht viel verdienen.

Kindereien

Ich habe gewonnen! Und zwar sowohl ein Jackeneinsatz, als auch ein Tragetuch von cocoome aus Österreich. Beides ist hier bereits fleißig im Einsatz und hat sich schon gut bewährt.

So ein Jackeneinsatz ist gerade bei kaltem Wetter und ganz kleinen Babies eine gute Kombination. Das Baby sitzt in der Trage und wird von vorn durch die Körperwärme des Tragenden gewärmt. Von hinten schützt dann der Einsatz oder auch ein Tragecover. Arme, Beine und Kopf müssen noch mal gesondert geschützt werden, da hier die Körperwärme nicht ausreicht. Wir sind jetzt gut ausgestattet mit dem Universal-Cover, dass in jede Jacke passt, einem Tragecover, dass einfach über das Baby gehängt wird und der hoffentlich bald fertig genähten Trageweste für kalte, aber schöne Tage.

Eine weitere eher alternative Handhabung in Sachen Baby sind Stoffwindeln. Ich hatte ja schon berichtet, dass wir eine Beratung samt Mietpaket in Anspruch genommen haben. Im Oktober war der Mietzeitraum dann auch schon vorbei und wir haben uns für die Verwendung von Stoffwindeln entschieden. Mittlerweile sind alle Windeln angekommen und bereits in Gebrauch.

Entschieden haben wir uns für PUL-Windeln für unterwegs und zum Ausweichen und in der Hauptsache für Woll-Windeln. Hier hatte ich immer diese Woll-Überhosen im Kopf. Meine Mutter hatte mir früher auch versucht so ein Schurwoll-Ungetüm anzuziehen und ich fand es so ekelik kratzig, dass ich mich daran noch lebhaft erinnern konnte. (Ich war aber auch schon deutlich älter und die Überhose sollte als warme Hose unter einem Kleid dienen, “damit die Nieren schön warm bleiben”.) Entsprechend skeptisch war ich, als ich das erste mal was von Wollwindeln gehört habe.

Die, für die wir uns entschieden haben, sind aber ein ganz anderes Kaliber: Sie sind ähnlich geschnitten, wie die Wegwerfwindeln, werden mit Druckknöpfen verschlossen, der Oberstoff besteht aus hübschen Baumwollstoffen und innen ist entweder ein kuscheliges Wollfleece verarbeitet oder Wollstrickstoff.

Der Vorteil bei Wolle ist, dass man nur alle paar Wochen waschen und fetten muss. Dazwischen reicht lüften aus. Dies gilt natürlich nur, wenn nicht ordentlich was daneben geht. Das wasche ich dann direkt aus und fette entweder nach, oder wasche die komplette Windel per Hand. Mit Handwäschen alle paar Wochen kann ich aber prima leben.

Bereits nach den ersten Wochen mit Stoffwindeln kann ich sagen: Unsere Restmüll-Tonne ist wieder wunderbar leer. Dafür ist die Wäschetonne schnell voll. Aktuell wasche ich pro Woche 2-3 mal 60°-Wäsche. Mit dabei sind aber auch jedes Mal Hand- und Trockentücher.

Um für die Nutzung der Stoffwindeln gut gerüstet zu sein, habe ich außerdem noch Fleckenseife und Wollspülung gekauft. Beides lässt sich natürlich auch gut für meine übrigen Wollsachen verwenden.

Wir haben außerdem ein Fotoshooting mit der Familie gemacht. Der Fokus lag allerdings schon auf dem Mäusemädchen. Hiefür habe ich auch hauptsächlich die Stoffmaus gestrickt. Und weil ich ja spontan bin, musste diese auch eben ganz schnell fertig werden.

Weitere Ausgaben habe ich für Baby-Pixie-Bücher getätigt. Diese fühlen sich ein bisschen wie gewachstes Papier an, sind laut Hersteller unverwüstlich und auch wasserfest. Das Mäusemädchen kann damit noch nicht ganz so viel anfangen, aber ich hoffe darauf, dass sie Bücher auch mal mögen wird.

Außerdem hat sie den nächsten Wachstumsschub hingelegt und trägt mittlerweile tatsächlich Hosen in Größe 74. Hier musste ich sie also eindecken, auch weil zu kurze Hosen bei dem Wetter nicht geeignet sind. Da haben selbst die gestrickten Stulpen nur bedingt geholfen. Bei der Wachstumsgeschwindigkeit und auch aus Gründen der Nachhaltigkeit, habe ich viele Klamotten gebraucht gekauft. Hier kamen über zwei Wochen jede Menge Päckchen an. Die Sachen habe ich natürlich alle auch noch mal durchgewaschen, so dass wir uns ein paar Tage lang auf ganz wenige passende Hosen beschränken mussten. Jetzt ist aber alles gewaschen und einsortiert und ich hoffe, dass wir damit vorerst auskommen.

Ende Oktober haben wir dann den letzten freien Platz beim Babyschwimmen bekommen. Dafür brauchten wir natürlich auch noch Schwimmwindeln… Da ich nicht bereit bin, auf Stoffwindeln umzustellen und beim Schwimmen auf Wegwerfartikel zurückzugreifen, habe ich auch hier noch Windeln gekauft. Die Windeln sind ebenfalls aus PUL und sind von innen weich gefüttert. Sie lassen Urin durch und fangen nur den Stuhl auf. Bisher hatten wir einen Schwimmtermin und da funktionierte es mit der Schwimmwindel super.

Vor ein paar Tagen hat das Mäusemädchen dann wieder viel mehr geschrien als in den Wochen davor. Sie fummelte sich zudem an den Ohren herum bis diese feuerrot und teilweise schon aufgeknibbelt waren. All das innerhalb weniger Stunden. Ich hatte laos Ohrenschmerzen in Verdacht, wenn nicht eine Mittelohrentzündung. Auch hier habe ich schlimme Kindheitserinnerungen und leide mit jedem mit, der eine solche Entzündung durchstehen muss. Also ab zum Arzt. Glücklicherweise sind die Ohren in Ordnung gewesen. Der Arzt meinte allerdings, dass es wahrscheinlich schon Zahnungsschmerzen sind, die über den Kiefer hoch in die Ohren ausstrahlen können. Wir sollen ihr kühlende Sachen anbieten und wenn sie Schmerzen hat, Paracetamol geben.

Damit sind wir in den letzten paar Tagen dann auch gut gefahren. Allerdingt verweigert sie alles, was wir an “Kauspielzeug” da haben. Aus diesem Grund habe ich nun auch noch Spielzeug bestellt, dass man gut herunterkühlen kann. Hoffentlich nimmt sie es an und hoffentlich hilft es…

Vermischtes

Ich sage ja, es war ein teurer Monat. Neben den ganzen anderen Ausgaben brauchte ich dringend eine neue Brille. Ich habe hin und her überlegt und mich schlussendlich dann für ein Modell entschieden, dass der vorherigen Brille sehr ähnlich sieht. Die alte Brille hat ein schwarzes Gestell und die neue Brille ein dunkelgrünes. Man sieht also kaum einen Unterschied. Wenn das Mäusemädchen älter ist, und nicht ständig ins Gesicht greift, könnte ich mir vorstellen, auch wieder mal ein filigraneres Modell zu nehmen.

Fazit und Ausblick

Ganz kurz: Viel Geld ausgegeben, aber viel geplantes Geld ausgegeben. Es waren sehr wenig Spontankäufe dabei und das finde ich sehr gut.

Bald kommen die Weihnachtsgeschenk-Einkäufe, bei denen ich auch wieder einiges konsumieren werde. Momentan plane ich allerdings, dass jeder auch noch ein kleines, selbstgemachtes Geschenk bekommen wird. Mal schauen, ob das zeitmäßig klappt.

Aus “Ich kauf nix” wird die “Kleine Konsumrevolution” – Fazit September 2021

Mir ist gerade nach einem neuen Titel zumute. Der Inhalt bleibt fast gleich, nur den Namen ändere ich ab sofort.

Zum Begriff: Die erste Konsumrevolution hat wohl gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Großbrittannien stattgefunden. Massenprodukte kamen mit der Industrialisierung auf den Markt und der Konsum steigerte sich mehr und mehr, bis zu den heutigen Konsumgewohnheiten und auch -exzessen, wie Fast Fashion, Billigfleisch und Co.

Da ich ja versuche (!) meinen Konsum einzuschränken und bewusst zu gestalten, ist das hier ja irgendwie meine kleine Konsumrevolution 2.0.

Falls du bisher noch nicht hier mitgelesen hast: Diese Artikel sind immer auch ein kleiner persönlicher Monatsrückblick. An den Kategorien schraube ich daher auch ein wenig herum. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

Ereignisreich

Nach den Sommerferien starteten all die Kurse, die durch Corona nicht durchgeführt werden konnten. Der Mann war und ist so lieb und passt auf das Mäusemädchen auf, sodass ich nicht nur wieder zum Yogakurs gehe, sondern auch zum Nähkurs.

Außerdem gibt es noch ein paar Termine, die ich zusammen mit dem Mäusemädchen mache. Einen Baby-Massagekurs, der nun leider schon beendet ist und einen Rückbildungskurs, zu dem ich sie mitnehme. Das sind die Wochenhighlights. Yoga und Nähen um Zeit für mich zu haben, und die Mutter-Kind-Kurse um den Austausch mit anderen Mamas zu haben. Ich finde, das macht manches Problem direkt kleiner und die anderen Mütter (Väter sind nirgendwo in Sicht) können ihre Probleme und Fragen auch loswerden.

Seit Ende September bin ich nun auch komplett durchgeimpft und fühle mich dadurch sehr erleichtert. Trotzdem teste ich noch regelmäßig, wenn auch nicht mehr so häufig.

Anfang des Monats haben wir unseren ersten Kinderflohmarkt besucht. Abgesehen davon, dass wir mehrere Stunden draußen warten mussten (das Mäusenmädchen ganz brav in der Trage), habe ich schöne Klamotten zu kleinen Preisen gefunden. Das Teuerste ist eine Cordlatzhose von Disney für 6 € gewesen. Die Hose ist aber noch eingemottet, sie wird dem Mäusemädchen erst im Laufe des Winters passen.

Dann habe ich lieben Besuch von einer Strickfreundin bekommen, die ich nun schon anderthalb Jahre nicht mehr gesehen hatte! Ich habe mich wirklich sehr gefreut. Und, meine Liebe, falls du das hier liest: Die Tomatensuppe war wirklich sehr lecker. Den Rest habe ich abends mit Genuss verputzt.

Außerdem war ich endlich mal wieder auf einem Stricktreff. Er hat im kleinen Kreis und privatem Rahmen stattgefunden und es war richtig schön!

Ende September habe ich dann noch meine Arbeitsstelle besucht und dafür Muffins gebacken. Es hat sich einiges getan. Unter anderem ist meine Abteilung in neue Räume gezogen (und ein paar andere Abteilungen haben ebenfalls “lustiges Bürotauschen” gemacht) aber ich habe alle wiedergefunden und mich gefreut, die Kolleginnen und Kollegen mal wieder gesehen zu haben.

Und am letzten Tag des Monats haben der Mann, das Mäusemädchen und ich unsere erste längere Autofahrt gemeinsam gemacht. Wir sind zum Möbelelch gefahren und sind natürlich mit einem vollen Kofferraum wieder Zuhause gelandet.

Teezeit

Keine Tees gekauft und eine Packung schwarzen Tee geleert. Nun habe ich keinen schwarzen Tee in Beuteln mehr da. Ich denke, ich werde im Oktober also wieder Zuwachs beim Tee haben. Vielleicht klappt es aber auch schon wieder mit den losen Tees, mal schauen.

Lese-Ecke

Obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte, habe ich keine Seite gelesen. Irgendwie komme ich mit den Folgen der abonnierten Podcasts nicht mehr nach. Das fängt an, mich zu stressen und ich sollte mir in dieser Hinsicht was überlegen.

Am Sinnigsten wäre es sicherlich, den einen oder anderen Podcast zu de-abonnieren, aber ich habe schon vor einigen Monaten ausgemistet und kann mich jetzt nicht dazu durchringen, noch mehr Abos zu kündigen.

Wolle und Garn

Der September 2021 wird nicht als sparsamer Monat in meine persönliche Geschichtsschreibung eingehen…

Ich habe eine Bestellung beim Wollschaf aufgegeben, unter anderem mit dem Faser-Adventskalender, den ich schon einmal hatte. Ich freue mich auf die Adventszeit und hoffe, dass ich da zum Spinnen komme.

Außerdem habe ich Garne bestellt. Natürlich für das Mäusemädchen. Ein Projekt zeige ich dir, sobald es fertig ist. Das restliche Garn soll in einen Overall für das Mäusemädchen verwandelt werden. Ich will hoffen, dass ich das noch hinbekomme.

Babyschuhe aus Restegarn (Sockenwolle)

Am letzten Septembertag ist dann auch noch das Garn-Abo von Opal hier eingetrudelt. Ein Knäuel davon gefällt mir nicht ganz so gut, die anderen Färbungen mag ich sehr. – Genau so, wie beim letzten Abo.

Eine Strickanleitung habe ich im September ebenfalls noch gekauft.

Immerhin habe ich auch noch was verarbeitet:

Der Biker’s Cowl (ravelry!) ist beendet, gewaschen und vernäht. Die Garne von Zitron sind ja allesamt wirklich kuschelig weich. Ich denke durch das Patentmuster und dadurch, dass ich den Cowl doppellagig tragen werde, wird das Ganze richtig kuschelig warm werden. Alles in allem ein schöner Cowl, bei dem ich mich allerdings etwas geärgert habe, dass ich für die Anleitung Geld ausgegeben habe. Aber gut, da hat sich immerhin jemand die Mühe gemacht, das Ganze aufzuschreiben.

Babyschuhe aus Restegarn (Sockenwolle)

Außerdem habe ich zwei Paar Babyschuhe (ravelry!) gestrickt, die auch schon fleißig getragen werden – bei dem Wetter.

Letzten Monat habe ich vom Andrea-Krägelchen (ravelry!) geschrieben. Kurz vor Monatsende konnte ich mich dann auch aufraffen, das Ganze zu vernähen. Für die kalte Jahreszeit ist dementsprechend ein weiterer Halswärmer fertig.

Andrea-Krägelchen aus Zitron Tasmanian Tweed

Am Boho Texture Cardigan (ravelry!) hingegen habe ich nicht weitergestrickt. Dadurch, dass andere Projekte vorgehen, wird der auch noch warten müssen.

Fleißig gestrickt habe ich dagegen an einem kleinen Kuscheltier für das Mäusemädchen. Aber dazu irgendwann mehr.

Zu guter Letzt habe ich noch den Hosenmatz (ravelry!) angeschlagen und auch schon ordentlich dran gestrickt.

Summa summarum macht das mit 26,05 kg/ 73,41 km Garn ein Plus von 0,88 kg/ 3,05 km Garn.

Nadel und Faden

Wooldlööper Außenweste aus Softshell von aktivstoffe.de

Die Wooldlööper-Außenweste ist bis auf die Bündchen fertig genäht. Fehlen “nur” noch Bündchen, Futter und Reißverschluss, sowie der Trageeinsatz. (Ich habe noch nie einen Reißverschluss eingenäht und dann auch noch direkt in Softshell, wo man ja jeden Nadelstich sieht…)

Gekauft habe ich allerdings auch hier was: Zwei Meter Frottee. Daraus werde ich Bezüge für die Wickelunterlagen nähen. Bisher liegen dort nur Handtücher drauf und die rutschen auf dem glatten Bezug ständig herum. Mein Plan ist es, Frotteeüberzüge zu nähen und dann darauf ein Handtuch zu legen, das bei Bedarf schnell ausgetauscht ist.

Außerdem habe ich noch Schnallen und Knöpfe für das geplante Latzkleid gekauft und Ösen für die Weste.

Häuslich

Nachdem ja endlich, endlich der Anfang des Jahres bestellte Buffetschrank angekommen war, gefielen mir die Knöpfe nicht. Sie sind schlicht weiß lackiert, halt irgendwie langweilig. Also habe ich Porzellanknöpfe bestellt.

Buffetschrank mit Pozellanknöpfen

Erst hatte ich überlegt, knallbunte Knöpfe zu nehmen, dann habe ich mich aber doch für die schlichtere Variante entschieden. Leider sind die Schrauben an den Knöpfen zu lang, so dass der Mann die Schrauben erstmal kürzen musste. Da er bei der Arbeit sehr viel zu tun hatte, hat sich das dann noch mal hingezogen.

Aber jetzt ist alles angebracht und gefällt mir sehr gut.

Für den ausgebauten Dachboden haben wir noch Möbel geplant. Auf Dauer soll oben eine kleine Lese-Ecke entstehen und eine kleine Spielecke mit “Höhle” für das Mäusemädchen. Eigentlich haben wir hier ja noch Zeit, aber ich wollte das Ganze schon etwas vorantreiben. Auch, um das geplante Regal schon mal einzuräumen.

Dazu waren wir beim Möbelelch und haben ein Regal gekauft, sowie einen Beistelltisch. Sessel wollten wir uns nur mal angucken, aber dann habe ich gesehen, dass es einen der Sessel auch als Schaukelstuhl-Variante gibt. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben jetzt im Wohnzimmer einen Schaukelstuhl stehen…

Kindereien

Material aus dem Stoffwindel-Mietpaket während der Beratung.

Wir hatten eine Stoffwindelberaterin bei uns. Sie hat uns ein Mietpaket mitgebracht und wir testen uns noch fleißig durch. In diesem Bereich gibt es ja fast unendlich viele Systeme, Kombinationsmöglichkeiten und Materialien. Gut ist schon, dass wir direkt eine Windel ausgeschlossen hatten, die wir eigentlich in die nähere Kaufwahl genommen hatten. Die Stoffwindel an sich ist auch prima, sitzt beim Mäusemädchen nur einfach nicht gut. Im Oktober werden wir uns dann entscheiden, ob wir weiter mit Stoff wickeln, oder zu den Wegwerfwindeln zurückkehren.

Das Mäusemädchen ist jetzt in dem Alter, in dem sie alles in den Mund nimmt und anlutscht. So auch die Gurte der Träger. Bei der Stoffwindelberaterin habe ich mir dann abgeguckt, um die Gurte einfach waschbare Binden zu klipsen. Funktioniert wunderbar.

Windelwäsche von einem Tag

Auch bei der Beraterin abgeguckt habe ich mir die Möglichkeit waschbare Feuchttücher herzustellen. Dazu habe ich eine Feuchttücherbox für unterwegs bestellt, sowie einlagige Baumwollwaschlappen. Wer sich zu Feuchttüchern informieren oder selber welche herstellen möchte, der guckt am besten hier nach.

Zunächst dachte ich, dass wir so was ja nicht brauchen, aber nun, wo er da ist, fahre ich beruhigter Auto: Ein Spiegel, den man an der Kopfstütze befestigen kann. So sehe ich, was das Mäusemädchen während der Autofahrt macht und ob es ihr gut geht. Da so was ja nicht alleine reisen kann, habe ich noch ein paar Oberteile aus dem Sale mitbestellt und eine Glasflasche zum Testen. Wir überlegen nämlich wegen Mikroplastik beim Mäusemädchen auf Glasflaschen umzustellen.

Und ganz am Ende des Monats haben wir beim Möbelelch auch noch was für das Mäusemädchen mitgenommen: Waschlappen, eine Decke und Handtücher für die Wickeltische. Die Waschlappen haben wir in den letzten Wochen gern in den Stoffwindeln verwendet und auch wenn wir doch nicht auf Stoff umsteigen, kann man mit Kind sicherlich nicht genug Waschlappen zu Hand haben.

Vermischtes

Ich habe mir zwei neue Menstruations-Cups gegönnt und dazu noch eine Packung waschbare Binden. Seit das Mäusemädchen da ist, brauche ich eine größere Cup-Größe um mich wohlzufühlen und weil das Gefühl noch anders ist, habe ich zur Sicherheit noch vier waschbare Binden mitbestellt. Zwei davon werden allerdings zweckentfremdet, aber davon habe ich ja schon bei “Kindereien” berichtet.

Fazit

Kind = Konsum. Jedenfalls habe ich den Eindruck. Gut ist immerhin, dass wir nicht schon vor der Geburt alles gekauft haben, was uns über den Weg gelaufen ist. Da hätten wir mit Sicherheit den einen oder anderen teuren Fehlkauf gemacht.

Auf dem Spaziergang

Trotzdem plätschern nun nach und nach Ideen über Ideen rein, von denen uns viele das Leben leichter machen und/ oder, die das Leben mit Kind nachhaltiger machen. Es ist schon Wahnsinn, was bei uns durch das Kind mehr an Müll anfällt.

Davon abgesehen habe ich gar nicht so viel gekauft, was ich ohne Kind auch gekauft hätte. Selbst die Garnbestellung hätte ich mit ziemlicher Sicherheit nicht gemacht.

Der Vorsatz, wenig zu kaufen bleibt also bestehen. Bis auf Kleidung und evtl. Stoffwindeln sollten nun (hoffentlich) keine richtig großen Anschaffungen mehr ins Haus stehen. (Toi, toi, toi.)