Gerade jetzt #4

Gerade stelle ich fest, dass das letzte “Gerade jetzt” schon fast ein Jahr alt ist. Da ist es doch dringend Zeit für eine weitere Ausgabe:

Nach einer Idee von bunt gestreift & hüpfig und gefunden bei The Strange Beauty:

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich?

Gerade jetzt…

denke ich…. daran, dass ich nach drei Wochen am Dienstag wieder zur Arbeit muss. Zwischendurch habe ich mit einer Kollegin telefoniert und ein paar dringende Sachen abgesprochen. Da klang schon durch, dass meine Rückkehr sehr stressig werden wird.

mag ich…. das Herbstlicht, das hier durch das Dachfenster fällt.

mag ich nicht…. das mir meine Hände seit gestern Nachmittag so weh tun, dass ich bis mindestens morgen lieber eine Strickpause einlege.

fühle ich mich…. angenehm gesättigt vom Frühstück und so langsam bereit mich tagesfertig zu machen. (Sonntags darf man auch länger im Schlafanzug herumschlumpen.)

trage ich…. Schlafanzug, Morgenmantel, Stricksocken und einen sehr authentischen Out-of-Bed-Look.

brauche ich…. Motivation um endlich die restliche Wäsche zu waschen und die Badezimmer zu putzen.

höre ich…. den Podcast “Garten Radio“.

mache ich…. mir Gedanken, ob ich es doch mal mit Bullet Journaling versuchen soll. Ich habe mittlerweile einige interessante Umsetzungen gesehen und bin eigentlich ganz angetan von der Methode. – Jedenfalls von dem, was ich bisher mitbekommen habe. Ich bin mir nur nicht sicher, wie aufwändig es ist, sich einzuarbeiten und ob ich die Energie dafür aufwenden kann und möchte. 

lese ich…. Jussi Adler Olsen “Erwartung”. 

trinke ich…. das zweite große Glas Wasser des Tages, sprich: Noch 1,2 l übrig bis zum Ende des Tages.

vermisse ich…. tatsächlich Sport. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen/ schreiben würde. Allerdings bin ich seit Anfang der Woche lahmgelegt und darf erst nach zwei Wochen wieder Sport machen. Das heißt: Sowohl meine Laufrunden als auch das wöchentliche Yoga fallen aktuell aus.

schaue ich…. “Gilmore Girls”. Als die Serie damals im deutschen TV lief, hatte ich unter der Woche keinen Fernseher, daher ist die Serie in weiten Teilen an mir vorbeigegangen. Das hole ich jetzt nach.

träume ich…. von einem aufgeräumten und geputzten Haus. Das passiert nur leider nicht von alleine, also werde ich mich jetzt doch aufraffen müssen. Ich tue mir während des Putzens einfach selber leid. 😉

Das HerbstHandarbeitsBingo – ich bin dabei

Durch den Blog von Mondkunst bin ich auf das HerbstHandarbeitsBingo 2018 von 60° Nord aufmerksam gemacht worden. 

Ich habe keine Ahnung ob ich überhaupt eine Reihe vollbekomme, aber ich versuche es einfach und mache mit:


Immerhin habe ich momentan einige Handarbeitssachen in Arbeit. Davon erzähle ich dir dann aber später mehr. 

Im Moment bin ich jedenfalls krank Zuhause. Ich hatte am Montag einen kleinen Eingriff (nix Schlimmes) und habe mir zu allem Überfluss noch eine Erkältung eingefangen.
Trotzdem geht es heute Nachmittag endlich zum ersten Stricktreff in meinem Wohnort, ich bin schon sehr gespannt, ob jemand auftaucht, oder ob wir drei Organisatorinnen alleine sein werden. 

Falls du spontan Lust hast dazuzukommen:

Nähwerke

[Unbeauftragte Werbung wegen Markennennung]
(Nervt mich tierisch, aber sicher ist sicher…)

Ich hatte mir so sehr vorgenommen in der Sommerpause meines Nähkurses zu nähen. 

Ich wollte T-Shirts haben.
Ich wollte kurze Hosen haben.
Ich wollte lange Hosen haben.
Ich wollte Kleider haben.

Du merkst schon: Daraus geworden ist (fast) nichts. Immerhin liegen hier noch zwei halbfertige T-Shirts, die ich noch etwas umarbeiten muss. 

Hinzu kommt ein etwas missglücktes Oberteil, dass dann entgegen der Planung schulterfrei geworden ist. (Notiz an mich: Wenn man das Schnittmuster vergrößert, indem man das Schnittteil einfach weiter von der Stoffmitte wegzieht, vergrößert sich auch der Ausschnitt… Ein klassischer Facepalm-Moment…)

Schnittmuster Frau Aiko von Studio Schnittreif – ohne Ärmel, stark stark oversized. Hier auf dem Foto noch ungesäumt. Mittlerweile aber mehrfach getragen und einigermaßen zufrieden. Sieht so nur sehr unförmig aus.

Dann habe ich mich noch an etwas gewagt, womit viele Näheinsteiger anfangen: Babykleidung – für das Baby einer lieben Kollegin. Natürlich mit Einhörnern drauf. Das ist so ein Running Gag zwischen uns. 
Fazit: Schnell zu nähen aber superfummelig. Nix für mich. Ich bleib bei Klamotten für mich. Süß ist es trotzdem.

Frida von Milchmonster 
Einhornstoff: buttinette – Bündchen: Dresowka

Im Wesentlichen wars das dann auch schon. Gefühlt kommt die Nählust aber gerade langsam zurück. Vielleicht schaffe ich demnächst wieder mal was.

Zurück aus der Sommerpause – oder: Endlich kühler sagt der Garten

Über den fehlenden Regen und die außerordentlich hohen Temperaturen dieses Jahr brauche ich dir ja nicht mehr großartig was erzählen. Ich denke wir haben alle noch die (vermutlich) schlaflosen Nächte und die absolute Unlust auch nur irgendetwas zu tun in Erinnerung. Nachdem es hier in den letzten Tagen nach und nach etwas kühler wurde, kam dann gestern der Temperatursturz – zusammen mit einem ganzen Tag Regen und Gewitter.

Heute trage ich das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten wieder Stricksocken.
Auf der einen Seite freue ich mich auf die schönen Seiten des Herbstes: Gemütlichkeit (oder wie man heutzutage sagt: Hygge), Tee und heißer Kakao und das Gefühl, dass man Kleidung wirklich tragen sollte.
Auf der anderen Seite heißt es aber natürlich auch, dass die Tage jetzt schnell wieder kürzer werden, dass uns wahrscheinlich Wochen mit Schietwetter und depressiver Stimmung bevorstehen und ein paar “hübsche” Erkältungen und Grippeerkrankungen.

Doch das ist noch alles Zukunftsmusik. Deswegen erzähle ich dir in den nächsten Tagen erstmal, was so alles passiert ist, denn langweilig wars hier nicht – und gestrickt habe ich tatsächlich auch. Was soll man denn auch sonst tun, wenn man die Sonne und das heiße Wetter nicht gut verträgt?

Der Flieder hat Unmengen von Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln angelockt

Wir hatten Mühe die Pflanzen durch die Dürre zu bringen. Ich denke jeder, der einen Balkon oder Garten hat, wird das nachvollziehen können. Deswegen habe ich auch ein wenig Angst vor der diesjährigen Wasserrechnung…

Dafür habe ich – als noch nicht absehbar war, dass so lange das Wasser fehlen wird – jede Menge Lavendel gepflanzt. Ich liebe Lavendel und freue mich schon darauf, dass er nächstes Jahr so richtig anfangen wird zu blühen. 

Im Bereich Nutzpflanzen ertrinken wir geradezu in Tomaten. Ich habe bereits mehrere Kilos geerntet und die Pflanzen sehen immer noch so aus, als ob ich noch nichts gepflückt hätte. Heute wird es deswegen Schnitzel mit Tomatensauce geben. Da ich aus den kleinen Johannisbeertomaten (der Name ist Programm) noch nie eine Sauce gekocht habe, wird dies ein Test sein. Sollte es schmecken, werde ich anfangen jede Menge Sauce einzukochen. Roh essen können wir diese Mengen jedenfalls nicht. – Leider.

Das bedeutet allerdings auch, dass ich gleich aus der gemütlichen Schlafanzug/ Morgenmantel-Kombination in etwas richtiges schlüpfen und nach draußen gehen muss. 10 Uhr und immer noch im Morgenmodus – das hatte ich lange nicht mehr.

Gelbe Johannisbeertomaten

Habe ich zu viel versprochen? – Und das war nur eine Ernte.

Auch der Kürbis wächst und gedeiht. Die ersten zwei haben wir schon gegessen und zwei weitere verschenkt. Dafür mag die Gurkenpflanze nicht so. Sie kümmert etwas vor sich hin und produziert immer nur eine Gurke auf einmal. Da ich die aber eh alleine esse, ist das voll ok.
Außerdem habe ich gelernt, dass Brokkoli wirklich groß wird. Nächstes Jahr wird mit mehr Abstand gepflanzt!

[Projekt Kleiderschrank] Work work work…

In Sachen Kleiderschrank hat sich einiges getan:

Wie ich dir ja bereits erzählt habe, habe ich endlich einen Platz in einem Nähkurs bekommen. Leider ist dort mittlerweile Sommerpause, aber das heißt natürlich nicht, dass ich untätig war. Ich habe einiges genäht (hauptsächlich einfache Schnitte und Basics) und mir einen Überblick verschafft, was ich alles Nähen möchte und auch was ich brauche.

Im Moment ist es so wahnsinnig heiß, dass mir nicht danach ist, die neuen Sachen zu fotografieren. Das hole ich aber nach – versprochen.

Jetzt habe ich erst einmal Stoffe geordert und dringend benötigte Shirts fürs Büro nähen zu können. Weil gerade so viel los ist, bin ich jetzt erst dazu gekommen, alles auszupacken, ggf. zu versäubern und Richtung Waschmaschine tragen zu lassen. – Mein Mann war nämlich so nett und hat alles an Wäsche in den Keller getragen.

In den nächsten Tagen werde ich also hauptsächlich mit Waschen beschäftigt sein. Danach kann es dann wieder mit dem eigentlichen Nähen losgehen. – Das ist ja, was mich ein bisschen nervt: Sowohl beim Stricken als auch beim Spinnen kann ich zügig loslegen. (Gut, man muss schon wissen, was man stricken/ spinnen möchte. Das kann nämlich seeeeeehr lange dauern… *hüstel* )
Da ich ungewaschene Stoffe nicht verarbeiten mag, kommt alles zunächst in die Waschmaschine. Bis ich also starten kann brauche ich Stoff und passendes Garn, muss bei Webware den Rand abkurbeln (= mit Zickzack-Stich umnähen, damit der Stoff nicht ausfranst), alles waschen, trocknen lassen, das Schnittmuster ausdrucken/ zusammenkleben/ ausschneiden oder alternativ abpausen, einen Platz finden wo ich den Stoff vernünftig hinlegen kann um die Schnittmusterteile aufstecken und ausschneiden zu können. Dann erst geht es ans Zusammenstecken und eigentliche Nähen.

Solange man nicht zwischen den einzelnen Schritten ewig wartet, ist man mit Nähen allerdings immer noch schneller als mit Stricken. Trotzdem werden Nähen und ich wohl eher gute Bekannte als wirkliche Freunde werden.

Deswegen wird jetzt erstmal die Waschmaschine angeworfen und dann gehe ich wieder stricken. – Erholung und so.

In Sachen [Projekt des Monats] bin ich übrigens heillos im Rückstand. Ich habe etwas mehr als 60% meines Mai-Projektes fertig. Da ich aber eh keinen Preis gewinnen will, stricke ich halt wie es passt. Und überraschenderweise wird mehr fertig, als ich so erwartet hätte. Alles was übrig bleibt, nehme ich dann halt mit ins nächste Jahr. Da wird es dann aber deutlich weniger Projekte geben; vemrutlich eher so was wie das Projekt des Quartals oder so.
Auch hier gibt es Fotos und weitere Infos sobald die hochsommerlichen Temperaturen etwas nachgelassen haben.

Ich wünsche dir einen schönen Sommer – und bis hoffentlich bald!

 

FO: Ottobre 2/2016 Painted Canvas

Dieser Beitrag enthält einen Link zu einem kommerziellen Shop. Ich erhalte dafür keine Gegenleistungen!

Nachdem ich lange auf der Warteliste gestanden habe, wurde Anfang diesen Jahres endlich ein Platz in einem der örtlichen Nähkurse frei!

Nachdem ich ja jahrelang ums Nähen herumgeschlichen bin und mich nie getraut habe, habe ich mich endlich überwunden. Als klar war, dass ich teilnehmen kann, habe ich mein allererstes Kleidungsstück genäht. – Allerdings vor dem Kurs. Ich habe Zuspruch von einer Verkäuferin im örtlichen Stoffladen bekommen als ich zaghaft fragte, ob Jersey vernähen denn wirklich so schwierig sei. Ihre Antwort war (sinngemäß): “Ich habe 8jährige Kundinnen, die für sich tolle Jerseyshirts nähen.”

Das allererste Shirt zeige ich dir aber lieber nicht; nicht weil es ein TfT* gerworden ist, sondern weil ich den Stoff nicht mehr leiden kann. Zuhause ist es aber durchaus gut tragbar.

Im Kurs selber habe ich dann eine Tunikabluse aus Webware genäht – die zeige ich dir später.

Hier kommt aber erstmal das zweite T-Shirt (und das erste mit eingesetzten Ärmeln!), das ich genäht habe:

Wie du siehst, hat es eine für mich eher ungewöhnliche Farbe. Meistens trage ich dann doch lieber ein dunkleres Grau, und kein Silbergrau. Dafür hat es so hübsche bunte Punkte. Mit dem Kragen bin ich nicht ganz zufrieden, aber da ich nicht den vom Schnittmuster genommen, sondern Pi mal Daumen improvisiert habe, ist er doch ganz okay:

  • Muster/ pattern: Ottobre 2/2016 Painted Canvas
  • Stoff: fabric: Bunte Pünktchen (nen grün)/ Single Jersey TE210, dresowka.pl

FO: Zebra-ish

Langsam aber sicher werden meine fertigen Projekte sommerlicher.

Von meiner Hochzeitsstola hatte ich noch jede Menge weißes ITO Kinu übrig. Es gibt zwei Farben in diesem Universum, die ich keinesfalls tragen kann: Rosa und Weiß. Also was tun? – Logisch: Mit anderen Farben kombinieren!

Und so ist aus einem Teil der weißen Bouretteseide ein einfacher RVO mit leichter A-Linie geworden. Um dem Weiß die Schärfe zu nehmen, habe ich es mit blauem ITO Asa kombiniert und zusätzlich mit einem anthrazitfarbenem ITO Kinu. Dabei ist ein leichtes Sommershirt herausgekommen, dass ich sehr gerne trage. – Die Frage ist nur: Was mache ich denn nun mit dem übrigen Weiß?

  • Muster/ pattern: Improvisierter RVO mit leichter A-Linie
  • Wolle/ yarn: ITO Kinu, 356 Cream und 25 Charcoal, ITO ASA, 52 Blue
  • Nadelstärke/ needle size: 2,5 mm/ US 1 1/2

FO: Improvisation

Aus dem Februar-Projekt hatte ich ja noch die CoopKnits Socks Yeah! übrig. Nachdem ich noch einen Strang in dunkelgrün und zwei in Grau nachgekauft hatte, habe ich einfach kraus rechts drauflosgestrickt. Ich wollte ein asymetrisches Dreieckstuch haben. Ich finde, die tragen sich zusammen mit den halbrunden immer noch am besten.

Damit es nicht zu langweilig wird, habe ich mit dem hellgrauen Garn nach Gutdünken Streifen eingestrickt. Als Abschluss kam dann noch ein iCord herum. Das Tuch trägt sich gut, die Wolle ist kuschelig, kurzum: Ich bin sehr zufrieden.

  • Muster/ pattern: Selbst zusammengeschustert
  • Wolle/ yarn: CoopKnits Socks Yeah!, 110 Malachite und 105 Danburite
  • Nadelstärke/ needle size: 3 mm/ US 2 1/2