Wochenrückblick 2

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Vorweg: Diese Woche war. Blöd. Ganz, ganz blöd.
Und was mich ein wenig nervt: Dies ist der 2. Rückblick und schon fühle ich mich, als ob ich immer meckern würde. Das ist nicht so. Ich schwör! 🙂

Kreativ

Fangen wir mit demhalbwegs positivem diese Woche an: Meine Jacke für den NaKniSweMo ist gewachsen. Heute habe ich den 1. Ärmel fertiggestrickt und den 2. angefangen.
So langsam wiegt das Teil einiges und deckt mich auf der Couch einigermaßen zu.

Dann habe ich den Eureka weitergestrickt und finde die Jacke eigentlich lang genug. Da ich nicht so viel Weite haben wollte, habe ich die Zunahmen etwas verändert. Das führt dazu, dass das Rückenteil nicht wesentlich länger als das Vorderteil ist, sondern, dass der Teil, der sich unterm Arm befindet kürzer als Vorder-/ Rückenteil ist, also ein “V” bildet. Da muss ich noch genau schauen, wie ich die verkürzten Reihen einbaue um das gerade zu bekommen.

Diese Woche waren außerdem zwei Stricktreffs. Wir haben vor ein paar Monaten ja einen in Dülmen ins Leben gerufen und dieses Mal waren wir eine richtig große Runde. Ich habe nicht nachgezählt, aber wir müssten so um die 15 gewesen sein. Das hat mich wirklich wahnsinnig gefreut, weil ich jeden einzelnen wirklich gern habe.

Dann war heute wieder das “Woll-Frühschoppen” in Lünen, dieses Mal mit vorgezogenem Advents-Frühstück. (Oder doch eher St. Martins-Frühstück?) 
Auch hier waren wir eine tolle, große Runde und ich hatte einen wunderbaren Tag.

Arbeit

Tja, und hier fängt der doofe Teil an.

Die Kinder meiner direkten Kollegin waren nämlich krank. Das ist an und für sich ja schon einfach blöd und meiner Kollegin würde ich wirklich wünschen, dass sie mal ein bisschen Luft holen kann.

Dazu kam, dass es mir ebenfalls nicht gut ging. Da das Büro aber sonst komplett geschlossen gewesen wäre und einfach immer noch so viel zu tun ist, habe ich mich irgendwie zur Arbeit geschleppt. Das führte dazu, dass ich Montag den halben Tag da war und mir dann für den restlichen Tag Überstundenfrei genommen habe. Dienstag war ich dann ganz Zuhause. Mittwoch und dann Donnerstag bis ca. mittags habe ich irgendwie versucht zu überstehen aber dann gings einfach nicht mehr und ich bin zum Arzt gefahren. Habe dann für Donnerstag und Freitag einen Krankenschein bekommen. Morgen gehts wieder los und es graut mir schon vor den Sachen, die noch erledigt werden müssen.

Sport + Gesundheit

Nachdem ich Anfang der Woche mit Hals- und Ohrenschmerzen sowie Fieber und Migräne zu kämpfen hatte, blieb den Rest der Woche nur die Migräne übrig. Dafür hatte ich einen Anfall nach dem anderen und die übliche Medikation hat überhaupt nicht mehr geholfen.

Am Donnerstag bin ich dann zu meinem Hausarzt, der mich mit den Worten: “Rufen Sie dort nicht an um sich einen Termin geben  zu lassen. Gehen Sie direkt in die Praxis und verlangen behandelt zu werden.” direkt zum Neurologen überwiesen hat. 

Nun ist die Neurologensituation hier im Ort schwierig. Die Praxen sind völlig überlaufen und einer der Neurologen ist vor Kurzem völlig unerwartet verstorben. Eben diese Praxis wird jetzt wenigstens notfallmäßig einige Stunden in der Woche von einem anderen Neurologen übernommen. Und in dieser Praxis bin ich gelandet.

Der Arzt erzählte mir, dass er (mittlerweile vorgestern) 81 Jahre alt wird und er eigentlich gern jünger wäre um sich noch weiter fortzubilden. Mein Respekt. Wenn ich mit 81 so fit wäre, wäre ich mehr als glücklich.

Er hat dann Akupunktur vorgeschlagen. Ich habe ja eine riesige Angst vor Nadeln, aber der Leidensdruck war einfach zu groß, also habe ich zugestimmt. Er hat mir nach irgendeinem neuen Verfahren dann Kochsalzlösung an verschiedene Punkte in meinem Ohr gespritzt und die Migräne war sofort weg. Ich habe mich richtig leicht gefühlt und bin dann noch bis zu meinem Auto gekommen, bevor ich nicht mehr aufhören konnte zu weinen. Er scheint da eine Menge Stress und Anspannung  mitgelöst zu haben. 

Zuhause angekommen, und ein paar Stunden später kam dann der nächste Migräneanfall… Dieser ging aber glücklicherweise spätabends von alleine ohne das die Medikamente gewirkt hätten.

Ich war jedenfalls völlig erschöpft und aus dem Gleichgewicht und habe den Freitag gebraucht um wieder einigermaßen zurückzufinden.  Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass der Stricktreff geholfen hat, die Anspannung weiter zu lösen.

Trotz dieser mehr als bescheidenen Woche habe ich tatsächlich auch Sport gemacht. Beide Male um die starken Verspannungen bzw. die Migräne direkt zu lösen. Zunächst habe ich frühmorgens Yoga gemacht. Ein paar Sonnengrüße, sowie Asanas um den Rücken wieder flexibel zu machen. Das hat dann auch für ein paar Stunden geholfen. Leider aber nicht andauernd.
Zusätzlich habe ich es geschafft, meinen Vorsatz es mal mit joggen zu probieren, umzusetzen. Ich bin mit der App “Start Running” gestartet, die einen als Ziel an 60 Minuten durchlaufen heranführt. Die erste Stufe habe ich ganz gut gemeistert, allerdings hat mir zwischendurch ein Knie wehgetan. Glücklicherweise ist der Schmerz dann nach und nach weniger geworden. Ich werde das Ganze also weiter beobachten und vorsichtig sein.

Medien

Ich habe ein wenig Podcast gehört, aber nicht wirklich viele Episoden.

Dann habe ich mit meinem Mann zusammen “Bodyguard” geschaut. Eine wirklich gut gemachte und spannende britische Serie. Es geht um einen Ex-Soldaten mit PTBS, der als Personenschützer für eine umstrittene britische Innenministerin eingesetzt wird. Kurz darauf wird ein Attentat auf die Ministerin verübt.

Zu guter letzt brauchte ich irgendwas, bei dem ich komplett abschalten kann. Normalerweise fange ich dann an “Sherlock” zu schauen, aber dieses Mal war mir eher nach einer etwas weiter nördlich (und ein paar hundert Jahre früher angesiedelten) Serie zumute.
Ich habe damals in der Ausbildung schon die ersten 4 oder 5 Bücher gelesen und fand die ersten beiden richtig gut, den Rest eher so lala.
Da ich dieses Genre sonst meide wo es geht, verzeichne ich diese hier einfach unter “guilty pleasure”. – Ich finde übrigens, dass die deutsche Übersetzung “heimliches Laster” nicht halb so schön klingt.
Hast du schon erraten, welche Serie ich meine?

Okay, okay. Ich verrate es dir. Ich habe “Outlander” geschaut. Natürlich im O-Ton, denn ich mag den schottischen Akzent sehr.

Ausblick

Die nächste Woche ist geplant und sortiert – aber leider arbeitstechnisch nicht vorbereitet. Das mache ich nämlich immer Donnerstagnachmittag oder freitags im Büro und das ist ja definiv weggefallen. Also lasse ich mich morgen überraschen und versuche dem Durcheinander irgendwie herr zu werden.

Wochenrückblick 1

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Heute morgen habe ich ein bisschen Zeit gehabt um auf der Couch beim Stricken meinen Gedanken nachzuhängen. Dabei traf mich die Erkenntnis, dass ich momentan so viel zu tun habe, dass alles nur so an mir vorbeizurauschen scheint. Meine persönliche To Do-Liste scheint immer nur länger zu werden. Viele Dinge sind auch schön, aber ich verliere gerade den Überblick, was ich schon alles geschafft habe.

Deswegen habe ich mir nun vorgenommen, dass ich zusammen mit der wöchentlichen Kalendervorbereitung auch einen Wochenrückblick mache. Einfach einen Moment innehalten. 

Ich habe schon einige Rückblicke gelesen. Aktuell verfolge ich interessiert, wie es so bei Eliandhra aussieht. Um einen Startpunkt zu finden, orientiere ich mich erstmal ein bisschen an ihren Kategorien. 
Um die Hürde niedrig zu halten, werde ich nur selten Fotos einfügen. Ich habe noch so viele fertig geschriebene Beiträge “auf Halde” bei denen mir nur noch die Fotos fehlen…

Kreativ

Der NaKniSweMo ist gestartet. Ich habe letztes Jahr ebenfalls daran teilgenommen und tue dies in diesem Jahr wieder. (Was das genau ist, kannst du hier nachlesen.)
Dieses Mal stricke ich allerdings mit Garn von Finkhof in Aran. Nadelstärke 4,5 scheint gut zu passen. Heute Morgen bin ich ein gutes Stück vorwärts gekommen. Ich bin jetzt ca. mit der halben Raglan-Passe fertig. Das Muster ist der Kongvintergenser, allerdings baue ich den Sweater zur Jacke um. Dazu habe ich zusätzliche Maschen eingefügt, die ich später aufschneiden werde. (Gibt es eigentlich ein deutsches Wort für “steek”?)
Außerdem habe ich noch die neueste Anleitung von Nicolor auf den Nadeln. Ich stricke die Jacke aus Garn von Zauberwiese, das ich auf dem Düsseldorfer Wollfestival gekauft habe. (Wie gefühlt alle anderen auch. In genau der Farbe, die alle anderen auch gekauft haben. Ich find die Farbe immer noch genial!)
Dann habe ich “Notfall-Socken” angeschlagen, weil ich unterwegs war und nichts hatte, was ich sonst hätte mitnehmen können. Leider färbt die Wolle wie Sau. Kann man nicht anders sagen. Nach ein paar Reihen sind sowohl Nadeln als auch Finger blau. Mit der Marke habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht, deswegen werde ich sie mal anschreiben. Vielleicht ist die Farbpartie einfach fehlerhaft.

Genäht habe ich übrigens nichts. Mein Nähkurs läuft wieder (worüber ich mich sehr freue). Leider hatte ich in der Hektik zu Halloween mein angefangenes Jersey-Kleid Zuhause liegen gelassen. (Wir wohnen in einem Neubaugebiet und offensichtlich wimmelt es hier von kleinen Kindern. Ich hatte an dem Abend keine 5 Minuten am Stück Zeit, ohne das jemand geklingelt hätte.) Dafür hatte ich daran gedacht einen Schnittmusterbogen und Pauspapier einzupacken. So habe ich die Kurszeit damit verbracht den nächsten Schnitt abzupausen, Fragen zum versäubern eines Steeks zu klären und einer anderen Teilnehmerin einen alternativen Maschenanschlag zu zeigen.

Dafür habe ich gesponnen. Ich hatte zu meinem Spinnrad 1 kg ungefärbtes Merino dazubekommen. Fast ein Jahr später kann ich stolz vermelden: Es ist feriggesponnen! Sogar gebadet habe ich es schon. Jetzt muss nur noch ein Teil davon gefärbt werden und schon kann ich mit der geplanten Decke für die Couch losgelegt werden! Hurra! Dafür liegt der nächste Kammzug schon bereit. Dieses Mal wesentlich weniger und für eine Mütze bestimmt.

Arbeit

Im Moment fällt mir das Arbeiten schwer. Normalerweise sitze ich zu dieser Zeit des Jahres mitten in einem Wust von Aufgaben, allen voran arbeite ich sonst an dem Fortbildungsprogramm für das Folgejahr. In diesem Jahr sind wir aber wesentlich früher damit gestartet, so dass dieses Projekt bereits abgeschlossen ist. Es sind nur noch die “Folgearbeiten” offen, wie etwa Aktualisierung des Intranets, erste Anmeldungen ins System übertragen, Übersichten schreiben, etc. 
Trotzdem liegt mein Schreibtisch voll mit Papierkram, der erledigt werden muss (leider haben wir kein papierloses Büro) und meine Aufgabenliste von Anfang der Woche ist Ende der Woche wesentlich länger gewesen. Trotz konzentriertem Wegarbeiten von Aufgaben.
Freitag dann war ich alleine im Büro. (Brückentag halt.) Gegen Mittag war ich so fertig und unkonzentriert, dass ich beschlossen habe trotz der vielen offenen Aufgaben ins Wochenende zu gehen. Alles Zeitkritische habe ich bearbeitet und der Rest muss dann halt warten. Da ich nicht zaubern kann, voraussichtlich auch bis Mitte der Woche.
Es haben sich außerdem personelle Veränderungen in unserer Abteilung ergeben, die keinesfalls für eine Entlastung sorgen. Die nächste Veränderung steht übrigens auch schon wieder an. Hier ist noch völlig offen, wie sich diese auswirken wird. Das fördert meine Motivation aktuell nicht. Ich zähle tatsächlich schon die Tage bis zum nächsten Urlaub kurz vor Weihnachten und bin einfach nur platt.

Sport + Gesundheit

Yoga ist aufgrund des Feiertages diese Woche ausgefallen. Am Mittwoch bin ich – stressbedingt – so verkrampft aufgewacht, dass ich frühmorgens tatsächlich noch ein paar Sonnengrüße gemacht habe. 

Davon abgesehen, bin ich ein wenig spazieren gegangen. Das bedeutet bei mir flottes Gehen. Wieder mal habe ich festgestellt, dass ich dringend einen Hund haben möchte. Ich vermisse das “Gassigehen” wirklich sehr.

Gesundheitlich bin ich gerade mal wieder angeschlagen. Durch den Wetterumschwung bin ich tagelang mit Kopfschmerzen herumgelaufen. Seit vorgesten schmerzt zudem der Hals und seit heute Morgen läuft die Nase. 

Medien

Ich habe Podcast gehört. Viel. Sehr viel. Seit dem 01.11. habe ich bereits 25 Episoden gehört. Ja, ich führe quasi Buch darüber. Hast du Interesse an den Podcasts, die ich höre? Dann würde ich nach und nach alle vorstellen, die in meinem Podcatcher sind. Freue mich auf deine Rückmeldung!

Mit meinem Mann habe ich die 3. Staffel “Daredevil” geschaut. Wir stehen ja beide auf so Superhelden-Krams. Auch wenn vieles vorhersehbar ist.
“Daredevil” hatte ich nie so wirklich auf dem Schirm. Die fürchterliche Verfilmung mit Ben Affleck (war der doch, oder?) hat auch nicht dazu beigetragen, dass ich irgendeine Art von Interesse entwickle. Die aktuelle Umsetzung gefällt mir sehr gut. Durch das Serienformat bleibt genug Zeit  Charaktere und Geschichte zu entwickeln. “Daredevil” kommt bei mir auf Platz zwei nach “Jessica Jones”.

Dann habe ich noch angefangen “Atypical” zu schauen. Es geht um einen 18jährigen hochfunktionellen Autisten, der anfängt ein eigenständiges Leben zu entwickeln. Das birgt absurd-komische Momente, wird aber sehr oft auch ernst. 

Ein Buch habe ich diese Woche gar nicht gelesen. Dabei liegt “Erwartung” von Jussi Adler Olsen vorwurfsvoll auf dem Wohnzimmertisch.
Eigentlich mag ich die Bücher von Olsen ja.
Und eigentlich hat mir das Buch bisher auch gut gefallen.
Trotzdem konnte ich mich diese Woche nicht überwinden. Ich habe mich lieber berieseln lassen und geistig häufiger als mir lieb war, abgeschaltet. Mein Akku schaltet offensichtlich gerade auf den Energiesparmodus, der immer dann einspringt, wenn fast kein Strom mehr da ist.

Unsortiertes

Donnerstag war hier in NRW ein Feiertag (Allerheiligen). Genießen konnte ich den Tag leider nicht so recht. Nicht nur, dass wir ein krankes Meerschweinchen mit fieser Augenentzündung hier haben, ich fühlte mich komplett aus dem Tritt gebracht. Mit mir war den ganzen Tag lang nichts anzufangen. Am Liebsten wäre ich gar nicht aufgestanden.

Mein Auto hat neue Winterreifen bekommen. Diesen Monat sind also keine größeren Ausgaben mehr möglich. Mal wieder. War ja letzten Monat schon mehr als knapp. Wie ich das Leben kenne, geht also diesen Monat irgendwas teures kaputt…

Wir waren heute zusammen mit meinem Bruder und meiner Schwägerin bei meinen Eltern. Ohne wirklichen Anlass. Einfach so. Na gut, “einfach so” stimmt nicht ganz: Wir haben Raclette gemacht. Das bedeutet: Das Frühstück ist heute fast vollständig ausgefallen und das Abendessen wird definitiv ausfallen. Lecker wars, aber viel. Und, kennst du das auch? Besuche bei der Verwandschaft sind zwar oft schön, aber immer anstrengend.
Ich glaube, ich gehe heute früh schlafen.

Ausblick

Ich habe jeden Tag etwas zu tun. Neben den “Pflichtterminen” bei der Arbeit, handelt es sich bei allen anderen Terminen um schöne Sachen, nette Menschen, die ich (wieder-)treffe und viel Kreativität.

Durch die Personalveränderung wird es bis mindestens Ende des Jahres in der Abteilung stressig werden, da brauche ich mir gar keine Illusionen zu machen.
Ich glaube, die “großen Bosse” haben sich gar keine Gedanken darüber gemacht, wie es ist, wenn eine Kollegin komplett wegfällt. Die Kollegin wird nämlich intern in eine andere Abteilung wechseln. Für sie sicherlich das Richtige, die Entscheidung steht wohl schon seit längerer Zeit, es hat nur alles so lange gedauert, bis es offiziell gemacht werden konnte. Wie das so ist, geht jetzt alles zack zack und meine Chefin und ich stehen erstmal da und müssen schauen, wie es weitergeht.

So wie es jetzt aussieht, werde ich also wohl nur am Samstag Gelegenheit haben, komplett abzuschalten. Ich hoffe, dass meine Gesundheit bis dahin mitspielt, denn auf alles, was nächste Woche anliegt freue ich mich, oder bin zumindest sehr gespannt darauf und möchte es nicht verpassen. 

Woll-Abo Fazit

“Es ist doch erst Oktober, warum dann schon ein Fazit?” wirst du dich fragen. Die Antwort ist ganz einfach. Ich erkläre mein persönliches Woll-Abo für dieses Jahr für beendet. 

Nicht, weil es mir nicht gefallen hätte. Nein, im Gegenteil. Ich finde die Idee immer noch gut und ich werde sie bald für nächstes Jahr wieder vorbereiten. Aber: In abgewandelter Form.

Meine ursprünglichen Ziele, als ich das Ganze für dieses Jahr zusammengestellt habe, waren:

  1. Die Anzahl der Einzelknäule aus meinem Stash zu reduzieren.
  2. Die benötigten Kleinteile aus dem Projekt Kleiderschrank anzugehen.
  3. Mir jeden Monat eine kleine Überraschung zu machen.

Ziel 1 habe ich fast erreicht. Ich habe einiges an einzelnen Knäueln zu Socken und Handschuhen verarbeitet und bin mit dem Ganzen sehr zufrieden. Nur habe ich für das Woll-Abo auch Einzelknäule zugekauft, in einem Fall weil Muster und Wolle doch nicht zusammenpassten. In mehreren weiteren Fällen weil ich ein bestimmtes Muster unbedingt stricken wollte, aber das Garn nicht hatte. In Teilen also doch kontraproduktiv.

Die Kleinteile habe ich erfolgreich aufgestockt. Vielleicht werde ich nächstes Jahr noch ein Paar völlig langweilige, neutrale Handschuhe stricken, aber in dem Punkt bin ich ansonsten jetzt gut versorgt.
Socken kann man ja nie genug besitzen und so werde ich auch weiterhin als “Nebenprojekt” das eine oder andere Paar stricken. Auch hier bin ich aber mit dem Ergebnis zufrieden. Ich habe jetzt einen guten Grundstock an Socken und muss nicht warten, bis die fertigen Socken gewaschen und getrocknet sind, bevor ich wieder welche tragen kann. Auch in diesem Punkt kann der Winter ruhig kommen.

Ich mochte das monatliche Auspacken. Schon im Januar hatte ich keine Ahnung mehr, was ich da alles zusammengestellt hatte. Dazu habe ich einfach zu viele andere Dinge im Kopf, gerade auch was meine Arbeitsstelle betrifft. Herbst/ Winter sind hier immer die stressigsten Monate.
Gerade zur Mitte des Jahres hin, hat mir der monatliche Termin aber auch Druck gemacht. Ich wollte unbedingt mit dem vorherigen Projekt fertig sein um das neue Päckchen auspacken zu können. Da das Leben immer wieder dazwischen kommt – du kennst das sicher – hat das nicht unbedingt geklappt. Mein Frust hielt sich in Grenzen, aber ein bisschen hat es doch an mir genagt.

Ein Teil der monatlichen Projekte aus 2018

Nachdem ich jetzt zwei Monate hintereinander die angefangenen Projekte wieder geribbelt habe, habe ich beschlossen es für dieses Jahr gut sein zu lassen. Ich werde die Garne zu anderen Mustern verstricken – dieses Mal aber ohne direkte Deadline.

Außerdem möchte ich nächstes Jahr wieder etwas flexibler sein, was die Auswahl meiner Projekte angeht. Ich habe hier auch noch ein paar Garne in Pullovermengen liegen, die ich gern verstricken möchte. Ganz im Sinne des Projekt Kleiderschrank brauche ich auch dringend Strickjacken. Das Wetter ist aktuell zwar eher sommerlich, statt wirklich herbstlich, aber so eine Strickjacke dauert dann ja doch länger als ein paar Handschuhe.

Ganz aufgeben möchte ich diese Idee trotzdem nicht. Im Moment überlege ich, wie ich das Ganze für 2019 umgestalten kann. Vermutlich wird es darauf hinauslaufen, dass ich weniger Päckchen packe.

Jetzt stricke ich aber erst einmal an meinen derzeitigen WIPs weiter. – Näheres in Kürze.

Gerade jetzt #4

Gerade stelle ich fest, dass das letzte “Gerade jetzt” schon fast ein Jahr alt ist. Da ist es doch dringend Zeit für eine weitere Ausgabe:

Nach einer Idee von bunt gestreift & hüpfig und gefunden bei The Strange Beauty:

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich?

Gerade jetzt…

denke ich…. daran, dass ich nach drei Wochen am Dienstag wieder zur Arbeit muss. Zwischendurch habe ich mit einer Kollegin telefoniert und ein paar dringende Sachen abgesprochen. Da klang schon durch, dass meine Rückkehr sehr stressig werden wird.

mag ich…. das Herbstlicht, das hier durch das Dachfenster fällt.

mag ich nicht…. das mir meine Hände seit gestern Nachmittag so weh tun, dass ich bis mindestens morgen lieber eine Strickpause einlege.

fühle ich mich…. angenehm gesättigt vom Frühstück und so langsam bereit mich tagesfertig zu machen. (Sonntags darf man auch länger im Schlafanzug herumschlumpen.)

trage ich…. Schlafanzug, Morgenmantel, Stricksocken und einen sehr authentischen Out-of-Bed-Look.

brauche ich…. Motivation um endlich die restliche Wäsche zu waschen und die Badezimmer zu putzen.

höre ich…. den Podcast “Garten Radio“.

mache ich…. mir Gedanken, ob ich es doch mal mit Bullet Journaling versuchen soll. Ich habe mittlerweile einige interessante Umsetzungen gesehen und bin eigentlich ganz angetan von der Methode. – Jedenfalls von dem, was ich bisher mitbekommen habe. Ich bin mir nur nicht sicher, wie aufwändig es ist, sich einzuarbeiten und ob ich die Energie dafür aufwenden kann und möchte. 

lese ich…. Jussi Adler Olsen “Erwartung”. 

trinke ich…. das zweite große Glas Wasser des Tages, sprich: Noch 1,2 l übrig bis zum Ende des Tages.

vermisse ich…. tatsächlich Sport. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das jemals sagen/ schreiben würde. Allerdings bin ich seit Anfang der Woche lahmgelegt und darf erst nach zwei Wochen wieder Sport machen. Das heißt: Sowohl meine Laufrunden als auch das wöchentliche Yoga fallen aktuell aus.

schaue ich…. “Gilmore Girls”. Als die Serie damals im deutschen TV lief, hatte ich unter der Woche keinen Fernseher, daher ist die Serie in weiten Teilen an mir vorbeigegangen. Das hole ich jetzt nach.

träume ich…. von einem aufgeräumten und geputzten Haus. Das passiert nur leider nicht von alleine, also werde ich mich jetzt doch aufraffen müssen. Ich tue mir während des Putzens einfach selber leid. 😉

Das HerbstHandarbeitsBingo – ich bin dabei

Durch den Blog von Mondkunst bin ich auf das HerbstHandarbeitsBingo 2018 von 60° Nord aufmerksam gemacht worden. 

Ich habe keine Ahnung ob ich überhaupt eine Reihe vollbekomme, aber ich versuche es einfach und mache mit:


Immerhin habe ich momentan einige Handarbeitssachen in Arbeit. Davon erzähle ich dir dann aber später mehr. 

Im Moment bin ich jedenfalls krank Zuhause. Ich hatte am Montag einen kleinen Eingriff (nix Schlimmes) und habe mir zu allem Überfluss noch eine Erkältung eingefangen.
Trotzdem geht es heute Nachmittag endlich zum ersten Stricktreff in meinem Wohnort, ich bin schon sehr gespannt, ob jemand auftaucht, oder ob wir drei Organisatorinnen alleine sein werden. 

Falls du spontan Lust hast dazuzukommen:

Nähwerke

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(Nervt mich tierisch, aber sicher ist sicher…)

Ich hatte mir so sehr vorgenommen in der Sommerpause meines Nähkurses zu nähen. 

Ich wollte T-Shirts haben.
Ich wollte kurze Hosen haben.
Ich wollte lange Hosen haben.
Ich wollte Kleider haben.

Du merkst schon: Daraus geworden ist (fast) nichts. Immerhin liegen hier noch zwei halbfertige T-Shirts, die ich noch etwas umarbeiten muss. 

Hinzu kommt ein etwas missglücktes Oberteil, dass dann entgegen der Planung schulterfrei geworden ist. (Notiz an mich: Wenn man das Schnittmuster vergrößert, indem man das Schnittteil einfach weiter von der Stoffmitte wegzieht, vergrößert sich auch der Ausschnitt… Ein klassischer Facepalm-Moment…)

Schnittmuster Frau Aiko von Studio Schnittreif – ohne Ärmel, stark stark oversized. Hier auf dem Foto noch ungesäumt. Mittlerweile aber mehrfach getragen und einigermaßen zufrieden. Sieht so nur sehr unförmig aus.

Dann habe ich mich noch an etwas gewagt, womit viele Näheinsteiger anfangen: Babykleidung – für das Baby einer lieben Kollegin. Natürlich mit Einhörnern drauf. Das ist so ein Running Gag zwischen uns. 
Fazit: Schnell zu nähen aber superfummelig. Nix für mich. Ich bleib bei Klamotten für mich. Süß ist es trotzdem.

Frida von Milchmonster 
Einhornstoff: buttinette – Bündchen: Dresowka

Im Wesentlichen wars das dann auch schon. Gefühlt kommt die Nählust aber gerade langsam zurück. Vielleicht schaffe ich demnächst wieder mal was.

Zurück aus der Sommerpause – oder: Endlich kühler sagt der Garten

Über den fehlenden Regen und die außerordentlich hohen Temperaturen dieses Jahr brauche ich dir ja nicht mehr großartig was erzählen. Ich denke wir haben alle noch die (vermutlich) schlaflosen Nächte und die absolute Unlust auch nur irgendetwas zu tun in Erinnerung. Nachdem es hier in den letzten Tagen nach und nach etwas kühler wurde, kam dann gestern der Temperatursturz – zusammen mit einem ganzen Tag Regen und Gewitter.

Heute trage ich das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten wieder Stricksocken.
Auf der einen Seite freue ich mich auf die schönen Seiten des Herbstes: Gemütlichkeit (oder wie man heutzutage sagt: Hygge), Tee und heißer Kakao und das Gefühl, dass man Kleidung wirklich tragen sollte.
Auf der anderen Seite heißt es aber natürlich auch, dass die Tage jetzt schnell wieder kürzer werden, dass uns wahrscheinlich Wochen mit Schietwetter und depressiver Stimmung bevorstehen und ein paar “hübsche” Erkältungen und Grippeerkrankungen.

Doch das ist noch alles Zukunftsmusik. Deswegen erzähle ich dir in den nächsten Tagen erstmal, was so alles passiert ist, denn langweilig wars hier nicht – und gestrickt habe ich tatsächlich auch. Was soll man denn auch sonst tun, wenn man die Sonne und das heiße Wetter nicht gut verträgt?

Der Flieder hat Unmengen von Schmetterlingen, Wildbienen und Hummeln angelockt

Wir hatten Mühe die Pflanzen durch die Dürre zu bringen. Ich denke jeder, der einen Balkon oder Garten hat, wird das nachvollziehen können. Deswegen habe ich auch ein wenig Angst vor der diesjährigen Wasserrechnung…

Dafür habe ich – als noch nicht absehbar war, dass so lange das Wasser fehlen wird – jede Menge Lavendel gepflanzt. Ich liebe Lavendel und freue mich schon darauf, dass er nächstes Jahr so richtig anfangen wird zu blühen. 

Im Bereich Nutzpflanzen ertrinken wir geradezu in Tomaten. Ich habe bereits mehrere Kilos geerntet und die Pflanzen sehen immer noch so aus, als ob ich noch nichts gepflückt hätte. Heute wird es deswegen Schnitzel mit Tomatensauce geben. Da ich aus den kleinen Johannisbeertomaten (der Name ist Programm) noch nie eine Sauce gekocht habe, wird dies ein Test sein. Sollte es schmecken, werde ich anfangen jede Menge Sauce einzukochen. Roh essen können wir diese Mengen jedenfalls nicht. – Leider.

Das bedeutet allerdings auch, dass ich gleich aus der gemütlichen Schlafanzug/ Morgenmantel-Kombination in etwas richtiges schlüpfen und nach draußen gehen muss. 10 Uhr und immer noch im Morgenmodus – das hatte ich lange nicht mehr.

Gelbe Johannisbeertomaten

Habe ich zu viel versprochen? – Und das war nur eine Ernte.

Auch der Kürbis wächst und gedeiht. Die ersten zwei haben wir schon gegessen und zwei weitere verschenkt. Dafür mag die Gurkenpflanze nicht so. Sie kümmert etwas vor sich hin und produziert immer nur eine Gurke auf einmal. Da ich die aber eh alleine esse, ist das voll ok.
Außerdem habe ich gelernt, dass Brokkoli wirklich groß wird. Nächstes Jahr wird mit mehr Abstand gepflanzt!

[Projekt Kleiderschrank] Work work work…

In Sachen Kleiderschrank hat sich einiges getan:

Wie ich dir ja bereits erzählt habe, habe ich endlich einen Platz in einem Nähkurs bekommen. Leider ist dort mittlerweile Sommerpause, aber das heißt natürlich nicht, dass ich untätig war. Ich habe einiges genäht (hauptsächlich einfache Schnitte und Basics) und mir einen Überblick verschafft, was ich alles Nähen möchte und auch was ich brauche.

Im Moment ist es so wahnsinnig heiß, dass mir nicht danach ist, die neuen Sachen zu fotografieren. Das hole ich aber nach – versprochen.

Jetzt habe ich erst einmal Stoffe geordert und dringend benötigte Shirts fürs Büro nähen zu können. Weil gerade so viel los ist, bin ich jetzt erst dazu gekommen, alles auszupacken, ggf. zu versäubern und Richtung Waschmaschine tragen zu lassen. – Mein Mann war nämlich so nett und hat alles an Wäsche in den Keller getragen.

In den nächsten Tagen werde ich also hauptsächlich mit Waschen beschäftigt sein. Danach kann es dann wieder mit dem eigentlichen Nähen losgehen. – Das ist ja, was mich ein bisschen nervt: Sowohl beim Stricken als auch beim Spinnen kann ich zügig loslegen. (Gut, man muss schon wissen, was man stricken/ spinnen möchte. Das kann nämlich seeeeeehr lange dauern… *hüstel* )
Da ich ungewaschene Stoffe nicht verarbeiten mag, kommt alles zunächst in die Waschmaschine. Bis ich also starten kann brauche ich Stoff und passendes Garn, muss bei Webware den Rand abkurbeln (= mit Zickzack-Stich umnähen, damit der Stoff nicht ausfranst), alles waschen, trocknen lassen, das Schnittmuster ausdrucken/ zusammenkleben/ ausschneiden oder alternativ abpausen, einen Platz finden wo ich den Stoff vernünftig hinlegen kann um die Schnittmusterteile aufstecken und ausschneiden zu können. Dann erst geht es ans Zusammenstecken und eigentliche Nähen.

Solange man nicht zwischen den einzelnen Schritten ewig wartet, ist man mit Nähen allerdings immer noch schneller als mit Stricken. Trotzdem werden Nähen und ich wohl eher gute Bekannte als wirkliche Freunde werden.

Deswegen wird jetzt erstmal die Waschmaschine angeworfen und dann gehe ich wieder stricken. – Erholung und so.

In Sachen [Projekt des Monats] bin ich übrigens heillos im Rückstand. Ich habe etwas mehr als 60% meines Mai-Projektes fertig. Da ich aber eh keinen Preis gewinnen will, stricke ich halt wie es passt. Und überraschenderweise wird mehr fertig, als ich so erwartet hätte. Alles was übrig bleibt, nehme ich dann halt mit ins nächste Jahr. Da wird es dann aber deutlich weniger Projekte geben; vemrutlich eher so was wie das Projekt des Quartals oder so.
Auch hier gibt es Fotos und weitere Infos sobald die hochsommerlichen Temperaturen etwas nachgelassen haben.

Ich wünsche dir einen schönen Sommer – und bis hoffentlich bald!