Update: (Wollige) Pläne 2017 / (Wooly) Goals 2017

Nach dem aktuellen Stand der Reading Challenge folgt noch ein Statusbericht. Anfang des Jahres hatte ich ja über meine Pläne für 2017 geschrieben. Normalerweise versanden gute Vorsätze ja gerne mal übers Jahr, ich habe aber tatsächlich schon einiges geschafft:

After I wrote about the current status of the reading challenge you’ll get another update now. I wrote in January about my plans for 2017. Usually those kind of New Year resolutions tend to vanish during the year but I actually managed to deal with some of them:

  1. Wollvorrat abbauen. Ziel: Bis zum Ende des Jahres von 6 Kisten auf 4 herunterzukommen.
    Reduce my yarn-stash again from 6 boxes to 4 (or less).
    Nicht wirklich. Es gab einfach zu viele Gelegenheiten und Ideen.
     Nope. Simply too many ideas, too many opportunities.
  2. Mehr Oberteile stricken.
    Knit more sweaters, jackets and cardigans.
    Ja! Ich habe zwei Oberteile beendet und eins gerade auf den Nadeln. (Ja ich weiß, ich blogge darüber auch noch mal. Muss nur erst Fotos machen…)
    Yes! I finished two sweaters and started a new one the other day. (I know… I should blog about those but I have to take photos first.)
  3. Richtig Socken stricken lernen.
    Learn to knit proper socks. 
    Auch erledigt! Ich habe schon einige Paare gestrickt und gerade auch welche für „nebenher“ auf den Nadeln. Es wird aber nicht meine Lieblingsbeschäftigung werden.
    Done that too! I knitted already some pairs and have a WIP currently to run alongside. It’s a nice knit to take with you but it won’t become my favourite thing to knit.
  4. Mehrfarbig stricken lernen. – Ziel ist Fair Isle.
    Try colourwork – preferably Fair Isle.
    Bisher habe ich nur zweifarbige Streifen gestrickt.
    Sone only some two-coloured striping.
  5. Anfangen eine Decke fürs Sofa zu stricken.
    Start knitting a blanket.
    Noch nicht begonnen.
    Nope. Haven’t started yet.

Sonstige (kreative) Ziele:

Other goals:

  1. Weiter an meiner „101 Dinge in 1001 Tagen“-Liste arbeiten.
    Finish things from my „Day Zero List“.
    Hier habe ich einiges geschafft.
    Yes, I crossed off some things.
  2. Wieder mehr lesen.
    Read more.
    Das habe ich bisher ganz gut durchgehalten.
    I managed to read more.
  3. Ordnung schaffen und ausmisten.
    Tidy up and a bit of downsizing.
    Ein bisschen hier und da, aber nichts ernsthaftes.
    Did a bit of everything but nothing serious.
  4. Mehr auf mich achten und nicht so streng mit mir sein.
    More self-care.
    Hat gar nicht funktioniert. Bin komplett aus der Bahn geschleudert worden. Ich versuche mich gerade zu sammeln.
    Didn’t work out. I was completely lost and off the tracks. Still trying to recollect.

 

Update: Popsugar Reading Challenge

Inzwischen sind ja schon einige Monate ins Land gezogen und in Bezug auf die Teilnahme an der Reading Challenge, über die ich hier geschrieben hatte, hat sich einiges getan. Mein persönlicher Plan war es, zu allererst Bücher von meinem SuB zu lesen und diesen damit weiter zu verkleinern. Themen, die nicht passen, bleiben vorerst außen vor. Demnach werde ich Ende des Jahres einige Lücken in der Liste haben.
Ich habe nicht ganz so viel gelesen, wie geplant aber ich bin ganz zufrieden mit dem Zwischenstand:

Last year I wrote about a reading challenge I wanted to participate in.  My plan was (and still is) to choose books from my stash first as I already own too many unread books. I’ll ignore topics from that challenge that don’t fit.  I think it’s now time for an update. I haven’t read as many books as I wanted to but I’m fine with what I managed to read yet:

  1.  Ein Buch, dass viel zu lange auf deinem SuB gelegen hat (A book that’s been on your TBR list for way too long): Guido Maria Kretschmer – Anziehungskraft (‚Force of attraction‘)
  2. Ein Hörbuch (An Audiobook): Giulia Enders – Darm mit Charme (Charming bowels)
  3. Ein Buch mit einer Jahreszeit im Titel (A book with one of the four seasons in the title): Terry Pratchett – Der Winterschmied (Wintersmith)
  4. Ein Buch mit einer mythischen Kreatur (A book involving a mythical creature): Naomi Novik – Die Feuerreiter seiner Majestät – Drachenflamme
  5. Ein Buch von einem Autor, der aus einem Land stammt, in dem du nie warst (A book by an author from a country you’ve never visited): Peter V. Brett – Die Flammen der Dämmerung (Demon cycle – The daylight war)
  6. Ein Buch mit Bildern (A book with pictures): Neil Gaiman – The Sleeper and the Spindle
  7. Ein Buch, in dem die Hauptperson eine andere Ethnie als du hat (A book where the main character is a different ethnicity than you): Rebecca Skloot – The Immortal Life of Henrietta Lacks
  8. Ein Buch von jemandem, den du bewunderst (A book written by someone you admire): Terry Pratchett – Ein Hut voller Sterne (A hat full of sky)
  9. Ein Buch mit einem Verwandschaftsgrad im Titel (A book with a family-member term in the title): Charlotte Link – Das Haus der Schwestern (The house of the sisters)

Auf meinem SuB liegen damit noch 13 Bücher, die zu der Herausforderung passen und darauf warten gelesen zu werden. Wenn diese Bücher „weggelesen“ sind, werde ich wieder ohne näheren Plan Bücher von meinem SuB lesen.

There are 13 books in my stash left that I can read for the challenge. If they are finished I’ll continue reading random books from my stash.

DIY: Flur/ Hallway

Das lange Osterwochenende habe ich endlich nutzen können um unseren Flur auf Vordermann zu bringen.  Einen Garderobenschrank und eine kleine Bank haben wir schon länger aber sonst haben wir bisher alles nur wild abgestellt. Das sollte sich nun ändern – mein Ziel war, dass der Flur wohnlicher werden sollte.

Finally I managed to make our hallway a bit more cozy. It’s the first ‚room‘ that we and visitors enter and I wanted it to be welcoming. Until now we had a coat rack and a small bench but we mainly just put our things in the hallway and it always looked a bit untidy. 

Nach einem etwas größer ausfallendem Einkauf bei diversen Online-Shops und einem ausgiebigen Besuch im hiesigen Baumarkt konnte es am Freitag losgehen. Mein Mann hat die Kommode aufgebaut und ich habe dann zunächst alles grundiert:

After I’ve done some more or less excessive online-shopping and went to our local hardware store I was ready to start on Friday. My husband put together the chest of drawers and I started to prime it with white varnish:

Ich mag helle, freundliche Räume aber alles weiß in weiß ist dann doch etwas langweilig. Also wollte ich etwas Farbe ins Spiel bringen. Da jeder unserer Räume eine andere Hauptfarbe hat, habe ich überlegt welche Farbe ich für den Flur nehmen könnte. Denn eine Wiederholung mochte ich dann nicht. Mein Mann ist was die Einrichtung angeht, ziemlich tolerant und so beschloss ich, meine innere Tussi herauszulassen und etwas für den Flur zu machen, dass „Mädchen“ schreit. 😉 Ich habe für die Farbakzente lila und grüne Kreidefarbe genommen.

I like bright friendly rooms but white furniture with white walls is a bit boring. So I wanted to add some colour. We have a main colour theme for each room and I didn’t wanted to repeat one of the colours.  So I chose some green and purple chalk paint for highlighting parts of the furniture. My husband gave me free rein and I decided to unleash my inner girl:

Dann hieß es noch Bilder rahmen und alles hinstellen bzw. an die Wand schrauben. Kunterbunt ist der Flur immer noch nicht, aber durch die Bilder und die dezenten Farben etwas lebendiger. Ich habe einige Fotos gemacht, aber durch die Lichtverhältnisse ist es schwierig gewesen.

After I painted the furniture (and as usual my hands and some of my clothes…) I framed some photos we put everything in place.  The main colour still is white but with the framed photos and the small details I added a wee splash of colour. I took some photos but the light in this room is… special and it was difficult to show you at least a bit of the hallway.

Nach oben hin haben wir dann noch eine große Fotogalerie angebracht – hauptsächlich mit Fotos von unseren Urlauben in Großbritannien. So haben wir nun im ganzen Haus nur noch zwei Bilder, die wir nicht selber „geknipst“ haben. (Eines seht ihr vor Kopf unter dem Fenster.)

We made a larger photo gallery on the way upstairs. We took photos from our holidays in UK. So by now we have only two photos we didn’t take by ourselves. (One is on that photo under the window.)

Neben dem großen Schrank, den ihr auf einigen der Fotos seht, steht noch eine kleine Bank mit einer Ablage für Schuhe. Die Holzfarbe oben drauf gefällt mir nicht. Bei Gelegenheit werde ich die also auch noch mal umlackieren. Bis dahin werden unsere Gäste direkt „dezent“ darauf hingewiesen, dass hier zwei Nerds wohnen. 😉

We put a small bench (with a small storage for shoes under it) next to the large wardrobe you see on some of the photos. I don’t like the wood colour so I’m going to re-paint it on occasion. Until then the two pillows are telling all guests the story of the nerds living here. 😉

Lost your Mojo? (FO)

Momentan bin ich dabei unangenehme Dinge zu klären und kränkel leider immer noch vor mich hin. Letzteres macht die erste Sache auch nicht leichter. – Wie auch immer; Handarbeiten stehen bei mir im Moment leider nicht oben auf der Prioritätenliste. Trotzdem habe ich ein bisschen was geschafft: Mein erstes richtiges Paar Socken. Von oben! Mit echter Ferse! Die Socken sehen seltsam aus, tragen sich aber richtig gut. Dementsprechend habe ich gerade ein zweites Paar mit dem gleichen Muster auf den Nadeln.

At the moment I’m constantly thinking about some really bad things that I have to solve plus I still feel sick which makes solving the bad things even more difficult. Anyway: Knitting is currently not priority #1 in my life. But I managed to finish the first proper pair of socks for me! Top-down! With a proper heel. Yay! The socks look a bit odd but they are so comfy! So I started the 2nd pair of them right away.

Muster/ pattern: Mojo

Wolle/ wool: Opal Talisman Zufriedenheit

Nadelstärke/ needle size:  2,5 mm/ US 1 1/2

Gewicht/ weight: 66 g

Weil ich stolz auf meine Socken bin (egal was andere sagen mögen), gehen sie zum RUMS .

2017 – (wollige) Pläne/ (wooly) goals

Das neue Jahr ist ja bereits einige Tage alt. Da es mir im Moment aber nicht gut geht, schaffe ich es erst jetzt und eigentlich schon viel zu spät euch ein Fohes neues Jahr zu wünschen.

It’s way too late but I wasn’t feeling well – so here comes a belated Happy New Year to all of you!

Viele Blogger haben in den letzten Tagen und Wochen nach den Plänen fürs neue Jahr gefragt und von ihren erzählt, unter anderem auch Wildniskristalle.  Hier kommen jetzt meine:

During the last days and months lots of blogger were writing about their plans for 2017 and asked their readers about their goals. Here are my wooly goals 2017:

  1. Ich werde demnächst ein paar Gutscheine einlösen, die ich zu Weihnachten bekommen habe, aber danach wird der Wollvorrat wieder abgebaut. Ziel ist es, bis zum Ende des Jahres von 6 Kisten auf 4 herunterzukommen.
    I recently stocked up my stash and I’ll buy some more yarn this month or next (got some gift vouchers for Christmas) but after that I want to reduce my stash again from 6 boxes to 4 (or less).
  2. Mehr Oberteile stricken.
    Knit more sweaters, jackets and cardigans.
  3. Richtig Socken stricken lernen. Bisher habe ich nur eine nachträglich eingefügte Ferse gestrickt und die zählt irgendwie nicht, finde ich.
    Learn to knit proper socks. (Did only afterthought heels until now.)
  4. Mehrfarbig stricken lernen. – Ziel ist Fair Isle.
    Try colourwork – preferably Fair Isle.
  5. Anfangen eine Decke fürs Sofa zu stricken.
    Start knitting a blanket.

Sonstige (kreative) Ziele:

Other goals:

  1. Weiter an meiner „101 Dinge in 1001 Tagen“-Liste arbeiten.
    Finish things from my „Day Zero List“.
  2. Wieder mehr lesen.
    Read more.
  3. Ordnung schaffen und ausmisten.
    Tidy up and a bit of downsizing.
  4. Mehr auf mich achten und nicht so streng mit mir sein.
    More self-care.

Und eure? Oder lasst ihr lieber alles auf euch zukommen?

Hermit – FO

Ich stricke sehr selten Sachen aus dem in der Anleitung angegebenen Garn. Tatsächlich bin ich gerade mal meine Stricksachen durchgegangen und ich habe spontan gar nichts gefunden, das ich aus dem Original-Garn gemacht habe.  Unter Vorbehalt haben wir hier also eine Premiere! 😉

I rarely use the yarn that is suggested in the pattern. I went through my knitted things and I haven’t found anything that was made from the suggested yarn. So – with reservations – we have a first here. 😉

Nach einigen Ausflügen in den Bereich Kleidung habe ich gerade zur Entspannung mal wieder ein Tuch gestrikt und zwar nach dem Muster „Hermit“ von Justyna Lorkowska.

After knitting some garments I returned to knitting shawls. I don’t have to think about gauge and that makes it a nice and laid-back knit.  I used the pattern ‚Hermit‚ by Justyna Lorkowska.

Muster/ pattern: Hermit

Wolle/ wool: Filcolana Arwetta Classic

Nadelstärke/ needle size: 4 mm/ US 6

Gewicht/ weight: Ca./ Appr. 330g

Das Ganze wandert zum Creadienstag und HoT (Handmade on Tuesday).

 

Popsugar Reading Challenge 2017

Ich werde an der Popsugar Reading Challenge 2017 teilnehmen, allerdings werde ich die Regeln etwas modifizieren: Vorrangig werde ich Bücher von meinem SuB lesen. Erst wenn sich gar nichts anderes findet, schaue ich mich um, was der Büchermarkt so bietet.

Dann und wann gebe ich euch einen kleinen Überblick über das Ganze.

Together with some flatmates from 221b on ravelry I’ll join the Popsugar Reading Challenge 2017. But there will be a house rule: I’ll prefer books I already own. Only if I won’t find anything that fits I’m allowed to buy a book.

I’ll give you an update about the results from time to time on this blog.

Adventurous – FO

Hier habe ich euch noch davon erzählt, dass ich gerade den Mantel „Adventurous“ stricke und 6 Tage später war ich damit fertig. Der Mantel wanderte dann erst einmal in die Badewanne und hat eine gründliche Wäsche erhalten. Bis er komplett trocken war, dauerte es sage und schreibe 4 Tage! Glücklicherweise muss Wolle nur selten gewaschen werden.

I already wrote about knitting the coat ‚Adventurous‘ and I finished it 6 days after that posting. I had to handwash the coat and it took 4 days to dry! I’m really glad that wool doesn’t need to be washed that often.

Das Ergebnis gefällt mir sehr gut, auch wenn ich an einigen Stellen improvisiert habe und man das auch sieht. Er ist warm und gut zu tragen.

I like the result even if I improvised sometimes and some of these things didn’t turned out as expected. 

Nachdem ich ihn schon zu einigen Gelegenheiten angezogen hatte, habe ich es heute endlich geschafft, Fotos machen zu lassen.

After wearing it already to some occasions we finally had the time to take some photos (finally!). 

Muster/ pattern: Adventurous

Wolle/ wool: Finkhof Merino dick

Nadelstärke/ needle size: 4,5 mm/ US 7

Gewicht/ weight: Ca./ Appr. 950 g

Das Ganze wandert zum Creadienstag und HoT (Handmade on Tuesday)

Meiner Hände Arbeit

Jana hat am letzten Sonntag ein Video von Meike Rensch-Bergner veröffentlicht und darüber geschrieben, wie das Handarbeiten sie verändert hat.

Ich habe mir das Video angeschaut – kurz zusammengefasst erzählt Meike von der „Blogger-Nische“, in der sie sich bewegt und warum das wichtig für andere Internetnutzer ist bzw. sein kann.

Nun bin ich ja auch so einer von den Bloggern, die dieses Medium als eine Art Tagebuch nutzen. Ich bin halt niemand, der mehrere Blogs gleichzeitig befüllen kann/ will. Trotzdem mag ich es, ab und an meine Gedanken und Erlebnisse zu teilen und auch – ganz eigennützig – Sachen zu zeigen, auf die ich stolz bin.

Wir (Frauen) neigen leider immer noch dazu uns kleiner zu machen als wir sind. In der Gesellschaft gibt es eine andere Wertigkeit von „Männerarbeit“ und „Frauenarbeit“. Da muss man nur mal einen Kindergärtner fragen: Denn der hütete ja bloß ein paar Kinder, ist doch ganz leicht – Frauenarbeit eben. Da kann man ja nicht mal Karriere machen. Und bestimmt ist er pädophil.  Wertschätzung? Eher weniger.
Manager, die Firmenpleiten am laufenden Band herbeiführen, Arbeitsplätze und damit die Existenz von womöglich hunderten Menschen vernichten oder zumindest gefährden werden dagegen so sehr gefeiert, dass sie nach der einen Firmenpleite direkt in der nächsten Firma eingestellt werden. Hurra! -.-

Und  was hat das jetzt mit mir zu tun? Ganz einfach: Ich stelle gerne Sachen her. Das ist mein Hobby – ach nee, pardon Meike, das ist meine Leidenschaft. Denn sie hat Recht. Eine Leidenschaft zu haben ist positiver besetzt als ein Hobby zu haben. Es sei denn natürlich die Leidenschaft besteht darin den Expartner zu stalken oder Katzen im Keller aufzuhängen.

Jedenfalls: Über meine Leidenschaften blogge ich hier – oder andersherum: Was ihr hier lest, mache ich gerne, ist also meine Leidenschaft. (Außer manchmal, wenn ich mich über mein/ das Leben beschwere. Aber das lassen wir mal außen vor.) Und ein wichtiger Teil von mir ist das Handarbeiten, respektive das Stricken.

Meike Rensch-Bergner spricht auch darüber, was das Zeigen von solchen selbstgemachten Sachen mit einem selber und auch mit der Gesellschaft macht. Und das ist Bilder geradezurücken. Auch echte Frauen, die nicht bis zur Unkenntlichkeit „gephotoshoppt“ (schlimmes Wort aber mir fällt gerade nichts besseres ein) wurden, dürfen sich aus der Wohnung wagen. Und die sind auch schön und dürfen sich so fühlen.

Das führt mich jetzt wieder zu dem Beitrag von Jana. Mir geht es so wie ihr, wenn sie schreibt:

(…) Etwas mit den eigenen Händen herstellen und im Anschluss auch in den Händen halten zu können. Fast automatisch habe ich dabei auch angefangen, mich mit den Materialien auseinanderzusetzen. Mein Wissen wie Rohstoffe verarbeitet und Kleidung hergestellt werden hat sich sehr erweitert und wirkt sich natürlich auf mein Kaufverhalten aus. (…)

Bei mir reicht der Effekt aber noch weiter: Mein Schreibtisch bei der Arbeit ist voller Aufgaben, egal ob ich gerade zur Arbeit komme oder Feierabend mache. Das frustriert mich. Ich komme mir dann ein wenig vor wie Sisyphos.
Wenn ich aber dann abends auf der Couch sitze und stricke sehe ich direkt, wie etwas entsteht. Und nach ein paar Stunden, Tagen, Wochen oder auch Monaten ist dann etwas da.
Das verwurzelt mich wieder mit den Dingen. Keine Nullen und Einsen, die von hier nach dort fliegen, sondern ein Pullover, ein Tuch, ein Paar Socken, die da tatsächlich vor mir liegen!

Und dann schreibe ich darüber.

In meinem Freundes- und Verwandtenkreis gibt es niemanden, der meine Euphorie so recht nachvollziehen kann. Selbst die handarbeitenden Frauen sind eher weniger interessiert. Das Internet bietet mir hingegen die Möglichkeit mich mit anderen „Verrückten“ auszutauschen. Menschen, die mich verstehen, die meine Leidenschaft teilen. Das gibt Selbstbewusstsein und Motivation.
Und nicht nur das: Ich habe darüber viele wundervolle Menschen kennengelernt und bin mit einigen davon mittlerweile befreundet. Das macht mich stärker, das macht die anderen stärker. Ist das nicht wunderbar?

Es ist doch auch egal, welche Leidenschaft man hat: Eine Freundin von mir sammelt Knöpfe. Freunde von mir spielen sehr intensiv Computerspiele. Mein Mann spielt Tabletop und malt die Figuren dafür nicht nur an, sondern modifiziert sie teilweise auch. Und das sind nur ein paar Beispiele.

Leidenschaften sind was tolles (solange sie nicht zu exzessiv betrieben werden natürlich oder illegal sind 😉 ), also teilt eure mit anderen Menschen.

Vielleicht inspiriert ihr jemanden.
Vielleicht macht ihr damit die Welt ein bisschen besser.
Vielleicht fühlt ihr euch damit auch einfach besser.

Adventurous

Ja, ich stricke noch. Allerdings im Moment eher größere Sachen. Da ich nicht die schnellste Strickerin bin schreibe ich darüber nicht so häufig – wird ja einfach kaum was fertig. 😉

Ausnahmsweise zeige ich euch heute aber mal was ich gerade auf den Nadeln habe. Das Muster heißt „Adventurous“ von Joji Locatelli und ist fast fertig. (Um das Muster anzusehen, bitte bei ravelry einloggen.) Es ist ein Mantel, den ich aber um einiges kürzer als das Original stricke. Warum dürfte klar sein, wenn ich euch sage, dass ich bisher ~ 900g Wolle verstrickt habe! Es ist also definitiv ein Wintermantel und geht mir bis jetzt bis knapp über den Po. Die Ärmel mache ich noch mal ein Stück auf und ein paar Reihen vom Muster fehlen noch, bevor ich das Bündchen anstricke. Und wenn ich dann irgendwie das Ding auch noch gewaschen bekommen habe, kann ich es endlich anziehen!

Auf ravelry habe ich dazu übrigens auch ein Projekt angelegt.

Zusätzlich wandert das Ganze zum Auf den Nadeln {November} von Maschenfein.

Yes, I still knit but since some time I tend to knit larger things. I’m not that fast with knitting and that’s why I haven’t written about knitting for a longer time.

So today it’s an exception that I show you something unfinished. The pattern is called ‚Adventurous‚ by Joji Locatelli and it’s a coat. (For the pattern please log in to ravelry.) I won’t make it as long as Joji knitted hers and I’m sure you understand why when I tell you how much yarn I used until now: ~ 900 g! It’s definitely a very warm coat and I’m nearly finished. There are still some rows of the pattern to go plus the edging. And as soon as I managed to wash this massive thing I’ll show you how it’s going to look on me.

I created a project on ravelry btw.

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über die Welt und mich…