Meiner Hände Arbeit

Jana hat am letzten Sonntag ein Video von Meike Rensch-Bergner veröffentlicht und darüber geschrieben, wie das Handarbeiten sie verändert hat.

Ich habe mir das Video angeschaut – kurz zusammengefasst erzählt Meike von der „Blogger-Nische“, in der sie sich bewegt und warum das wichtig für andere Internetnutzer ist bzw. sein kann.

Nun bin ich ja auch so einer von den Bloggern, die dieses Medium als eine Art Tagebuch nutzen. Ich bin halt niemand, der mehrere Blogs gleichzeitig befüllen kann/ will. Trotzdem mag ich es, ab und an meine Gedanken und Erlebnisse zu teilen und auch – ganz eigennützig – Sachen zu zeigen, auf die ich stolz bin.

Wir (Frauen) neigen leider immer noch dazu uns kleiner zu machen als wir sind. In der Gesellschaft gibt es eine andere Wertigkeit von „Männerarbeit“ und „Frauenarbeit“. Da muss man nur mal einen Kindergärtner fragen: Denn der hütete ja bloß ein paar Kinder, ist doch ganz leicht – Frauenarbeit eben. Da kann man ja nicht mal Karriere machen. Und bestimmt ist er pädophil.  Wertschätzung? Eher weniger.
Manager, die Firmenpleiten am laufenden Band herbeiführen, Arbeitsplätze und damit die Existenz von womöglich hunderten Menschen vernichten oder zumindest gefährden werden dagegen so sehr gefeiert, dass sie nach der einen Firmenpleite direkt in der nächsten Firma eingestellt werden. Hurra! -.-

Und  was hat das jetzt mit mir zu tun? Ganz einfach: Ich stelle gerne Sachen her. Das ist mein Hobby – ach nee, pardon Meike, das ist meine Leidenschaft. Denn sie hat Recht. Eine Leidenschaft zu haben ist positiver besetzt als ein Hobby zu haben. Es sei denn natürlich die Leidenschaft besteht darin den Expartner zu stalken oder Katzen im Keller aufzuhängen.

Jedenfalls: Über meine Leidenschaften blogge ich hier – oder andersherum: Was ihr hier lest, mache ich gerne, ist also meine Leidenschaft. (Außer manchmal, wenn ich mich über mein/ das Leben beschwere. Aber das lassen wir mal außen vor.) Und ein wichtiger Teil von mir ist das Handarbeiten, respektive das Stricken.

Meike Rensch-Bergner spricht auch darüber, was das Zeigen von solchen selbstgemachten Sachen mit einem selber und auch mit der Gesellschaft macht. Und das ist Bilder geradezurücken. Auch echte Frauen, die nicht bis zur Unkenntlichkeit „gephotoshoppt“ (schlimmes Wort aber mir fällt gerade nichts besseres ein) wurden, dürfen sich aus der Wohnung wagen. Und die sind auch schön und dürfen sich so fühlen.

Das führt mich jetzt wieder zu dem Beitrag von Jana. Mir geht es so wie ihr, wenn sie schreibt:

(…) Etwas mit den eigenen Händen herstellen und im Anschluss auch in den Händen halten zu können. Fast automatisch habe ich dabei auch angefangen, mich mit den Materialien auseinanderzusetzen. Mein Wissen wie Rohstoffe verarbeitet und Kleidung hergestellt werden hat sich sehr erweitert und wirkt sich natürlich auf mein Kaufverhalten aus. (…)

Bei mir reicht der Effekt aber noch weiter: Mein Schreibtisch bei der Arbeit ist voller Aufgaben, egal ob ich gerade zur Arbeit komme oder Feierabend mache. Das frustriert mich. Ich komme mir dann ein wenig vor wie Sisyphos.
Wenn ich aber dann abends auf der Couch sitze und stricke sehe ich direkt, wie etwas entsteht. Und nach ein paar Stunden, Tagen, Wochen oder auch Monaten ist dann etwas da.
Das verwurzelt mich wieder mit den Dingen. Keine Nullen und Einsen, die von hier nach dort fliegen, sondern ein Pullover, ein Tuch, ein Paar Socken, die da tatsächlich vor mir liegen!

Und dann schreibe ich darüber.

In meinem Freundes- und Verwandtenkreis gibt es niemanden, der meine Euphorie so recht nachvollziehen kann. Selbst die handarbeitenden Frauen sind eher weniger interessiert. Das Internet bietet mir hingegen die Möglichkeit mich mit anderen „Verrückten“ auszutauschen. Menschen, die mich verstehen, die meine Leidenschaft teilen. Das gibt Selbstbewusstsein und Motivation.
Und nicht nur das: Ich habe darüber viele wundervolle Menschen kennengelernt und bin mit einigen davon mittlerweile befreundet. Das macht mich stärker, das macht die anderen stärker. Ist das nicht wunderbar?

Es ist doch auch egal, welche Leidenschaft man hat: Eine Freundin von mir sammelt Knöpfe. Freunde von mir spielen sehr intensiv Computerspiele. Mein Mann spielt Tabletop und malt die Figuren dafür nicht nur an, sondern modifiziert sie teilweise auch. Und das sind nur ein paar Beispiele.

Leidenschaften sind was tolles (solange sie nicht zu exzessiv betrieben werden natürlich oder illegal sind 😉 ), also teilt eure mit anderen Menschen.

Vielleicht inspiriert ihr jemanden.
Vielleicht macht ihr damit die Welt ein bisschen besser.
Vielleicht fühlt ihr euch damit auch einfach besser.

Adventurous

Ja, ich stricke noch. Allerdings im Moment eher größere Sachen. Da ich nicht die schnellste Strickerin bin schreibe ich darüber nicht so häufig – wird ja einfach kaum was fertig. 😉

Ausnahmsweise zeige ich euch heute aber mal was ich gerade auf den Nadeln habe. Das Muster heißt „Adventurous“ von Joji Locatelli und ist fast fertig. (Um das Muster anzusehen, bitte bei ravelry einloggen.) Es ist ein Mantel, den ich aber um einiges kürzer als das Original stricke. Warum dürfte klar sein, wenn ich euch sage, dass ich bisher ~ 900g Wolle verstrickt habe! Es ist also definitiv ein Wintermantel und geht mir bis jetzt bis knapp über den Po. Die Ärmel mache ich noch mal ein Stück auf und ein paar Reihen vom Muster fehlen noch, bevor ich das Bündchen anstricke. Und wenn ich dann irgendwie das Ding auch noch gewaschen bekommen habe, kann ich es endlich anziehen!

Auf ravelry habe ich dazu übrigens auch ein Projekt angelegt.

Zusätzlich wandert das Ganze zum Auf den Nadeln {November} von Maschenfein.

Yes, I still knit but since some time I tend to knit larger things. I’m not that fast with knitting and that’s why I haven’t written about knitting for a longer time.

So today it’s an exception that I show you something unfinished. The pattern is called ‚Adventurous‚ by Joji Locatelli and it’s a coat. (For the pattern please log in to ravelry.) I won’t make it as long as Joji knitted hers and I’m sure you understand why when I tell you how much yarn I used until now: ~ 900 g! It’s definitely a very warm coat and I’m nearly finished. There are still some rows of the pattern to go plus the edging. And as soon as I managed to wash this massive thing I’ll show you how it’s going to look on me.

I created a project on ravelry btw.

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London: Und sonst/ All the rest

Wir haben noch so viele schöne Orte und Plätze gesehen und leider auch ein paar, die uns nicht gefallen haben. Dazu zählten die überlaufenen Touristenzentren. Zum Beispiel sind wir eher zufällig am südlichen Themse-Ufer gelandet: Southbank.

Die Aussicht war grandios aber es waren mir eindeutig zu viele Menschen unterwegs. Es war voll, es war laut und es hatte ein bisschen was von Disneyland auf LSD. Trotzdem haben wir ein paar schöne Fotos gemacht.

Ich könnte euch noch stundenlang von allem erzählen, was wir gesehen haben, aber ich glaube ich belasse es jetzt erst mal dabei. Wenn ihr noch Fragen habt, oder etwas wissen wollte, hinterlasst mir einen Kommentar, ich antworte natürlich gern darauf.

We went to so many more lovely places in London but also to some which I didn’t like that much. More or less by chance we got to Southbank in the evening which is known as a tourist magnet (and for pickpockets).

The view was beautiful but there were so many people. It was massively crowded, it was loud and it was a bit like Disneyland on a trip. Despite all that we took some nice photos but I don’t think I want to  spend more time there.

I could go on for ages with all the places we had seen but I think I’ll leave it here. If you have questions or if you’d like to know more feel free to comment. I’d be happy to answer.

2016-10-222

Ein Tag im Museum/ One day at the museum

Wir haben im Victoria & Albert Museum (kurz: V&A) fast einen ganzen Tag verbracht. Ich hatte von dem Museum gehört, hatte aber keine wirkliche Vorstellung davon. Nur eins war klar: Sie hatten eine Ausstellung über die Geschichte der Unterwäsche – da wollte ich rein! Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt! Die ältesten Exponate zeigten das „untendrunter“ von 1700. Von da aus ging es bis in die Moderne – von Funktionswäsche über Nacht- und Reizwäsche bishin zu Fetischkleidung. Alles war vertreten.

Das Museum an sich ist kostenfrei und ich kann es nur empfehlen. Wenn ihr Interesse an Kunst, Möbeldesign, Kleidung und Stoffen habt, schaut es euch an! Wir haben uns nicht alles ansehen können und beim nächsten London-Besuch muss ich dort auf jeden Fall noch mal rein.

Der Innenhof ist auch toll. Wir haben uns Sandwiches mitgebracht und dort zwischen Familien mit spielenden Kindern Mittag gegessen. Es gibt dort aber auch ein Café, dass einladend aussah.

Leider war das fotografieren in der Sonderausstellung nicht erlaubt, deswegen zeige ich euch ein paar zusammengestellte Handyfotos aus dem Museum.

We spent nearly a whole day at the Victoria & Albert Museum (V&A). I heard of it before but couldn’t really imagine what this museum is about but I wanted to visit a temporary exhibition: „A brief history of underwear“. It was worth a visit. Starting with what women were wearing at 1700 and then going through the centuries with all the changes, developments, fashion and of course health risks (just giving you one word: corset) and ending with modern fibres, nightwear, lingerie and also fetish. 

Not only this temporary exhibition but also the whole museum is stunning. It’s for free (which is for me as a German still one of the miracles of British museums) and you could spend hours and hours discovering art, design of furniture and fashion, clothing and fabrics. If you have the slightest interest in one of these things – visit this museum! Period! 🙂

We loved the patio in the middle of the museum too. We brought sandwiches and picnicked there between families and visitors. You’ll find there a Café too if you don’t want to bring your own food.

Unfortunately it wasn’t allowed to take photos in the temporary exhibition so I’m showing you some photos from the rest of the museum instead:

2016-10-223

Nur ein bisschen „Fangirling“/ Just a bit of fangirling

Gut, so schlimm war es nicht, aber ich schaue insbesondere zwei Serien sehr gerne und die spielen beide (häufig) in London. Dementsprechend war mein Mann so lieb, mich zu einigen Drehorten zu begleiten. Einer der Drehorte war ganz in der Nähe unseres Hotels (2 Querstraßen weiter) und so haben wir einen schönen Abendspaziergang dort hin gemacht. Die anderen Drehorte haben wir dann per U-Bahn (= Tube) erreicht.

Na, errätst du um welche beiden Serien es sich handelt? 🙂

Okay, I wasn’t behaving that crazy but I love watching esp. two TV-Shows that are set (often) in London. So my husband agreed to visit some of the film locations with me. One of them was near our hotel so we strolled over there on the first evening. We reached the other places via Tube.

So can you guess which shows I love? 🙂

2016-10-221

London Tag 2 – Ich liebe Greenwich / London Day 2 – I love Greenwich

Ich war in den letzten Wochen leider krank. Jedes Mal, wenn ich gedacht habe, dass es wieder bergauf geht, kam wieder etwas dazwischen. Heute habe ich ein bisschen Zeit und fühle mich soweit fit auch mal wieder was zu schreiben. Hier kommen also ein paar Fotos von den übrigen 3 Tagen in London:

During the last weeks I was unfortunately sick several times plus every time I felt better something else was getting in my way and I had no time or energy to write. Today I am having a bit of me-time and that’s why you’re finally getting photos of the other 3 days in London:

Wir haben einen Tag in Greenwich und Umgebung verbracht, sind bis zum Observatorium hochgestiegen und haben einfach nur den Tag und das Wetter genossen. Gefahren sind wir mit einer kleinen Schifffahrtsgesellschaft, die einen Kapitän mit einem SEHR britischem Humor an Bord hatte. – Also genau mein Ding. Er hat allen viel erklärt, auch wie es früher entlang der Themse war und das die Gentrifizierung stark voranschreitet. Wenn ihr also mal nach Greenwich herausfahrt: Nehmt keinen der großen Touristenschiffe, sondern lieber eines der kleinen Boote. Die sind viel persönlicher und gemütlicher!
Zurück ging es dann zu Fuß unter der Themse hindurch (!) und dann mit dem Zug über die Isle of Dog wieder in die Stadt.

We spent a day in Greenwich, walked up to the observatory and enjoyed the weather. We went there by boat and took a boat from a small company. It was the right decision. Our Captain had a VERY British humour (so that was right up my alley). He explained a lot of things: About the history and what’s happening now with all the gentrification. If you’re planning to go to Greenwich by boat: Please don’t take one of these large boats but one of the smaller, more lovely ones.
We went back through a tunnel under the Thames and then we took the train from the Isle of Dogs back to the City Centre.

2016-10-22

Lagerkoller/ Cabin fever

Bei uns ist nach der ganzen Feierei (endlich) wieder Ruhe eingekehrt. Dieses Jahr war sehr stressig für uns, wie ihr sicherlich mitbekommen habt.

This year was very stressful and I was very happy when all the appointments, invitations and deadlines were over. 

Erst haben uns einige Handwerker hängen lassen, dann musste der Umzug hoppla hop gehen, dann „mal eben“ das Haus soweit fertig machen, dass wir Besuch reinlassen konnten (was meinen Mann viele Nachtschichten und mich viel Stress und schlaflose Nächte gekostet hat), dann haben wir eine Hochzeitsfeier und danach eine Einweihungsparty mit knapp 80 Gästen auf die Beine gestellt und zwischendurch und danach sind wir auf etlichen Geburtstags- und Hochzeitsfeiern eingeladen gewesen.

We had so many things to manage: All this confusion with our house (e.g. craftsmen not doing what they were supposed to) moving house our wedding party and the housewarming party with appr. 80 guests. And there were a lot of wedding and birthday invitations.

Das allermeiste davon war positiver Stress. Wir haben viele nette Menschen gesehen und kennengelernt, Atmosphäre und Essen waren toll und es waren viele schöne Tage und Abende. Nichtsdestotrotz haben wir bis zum August keine Zeit gehabt um in Ruhe anzukommen und einfach mal Zeit für uns zu haben.

So most of it was positive stress. We went to people we love and had so many great parties. What got lost was having time only for us. Finding some time to rest and just take a deep breath from all that happened recently.

Das hat sich bei mir direkt gerächt. Kaum war ein bisschen Ruhe und normales Leben in Sicht, hat mich ein fieser Magen-Darm-Virus überfallen und dazu kam noch, dass ich unglaubliche Knieschmerzen bekam und kaum noch laufen konnte.

So all of this took it’s toll. When there finally was some time to rest I got ill. First my knees started to ache like hell and then I caught a bad stomach bug.

Der Virus lies sich vertreiben und dank Schonung wurde das Knie auch wieder besser. (Leider ist es noch nicht komplett weg und die Ärzte tun aktuell nicht, als mich fleißig zum  nächsten Arzt zu überweisen *grrrrrrrrrrrrr*)

I took a break, went on sick leave and was able to recover. My knees are still not perfectly fine but I feel much better.

Langer Rede kurzer Sinn:

Long story short:

Ich musste raus! Ich konnte glücklicherweise Überstundenfrei nehmen und mein Mann durfte seinen Urlaub verlegen. Mein Vater hat sich netterweise um unsere Schweinchen gekümmert und unsere Nachbarn haben die Mülltonnen vor die Tür gestellt.Kurzentschlossen sind wir für 4 Tage nach London geflogen!

I had to get our of here! Fortunately I had collected enough overtime and my husband could take some holidays. We arranged everything from who would take care of our guinea pigs to who would put the trash bins out. Then we flew to London!

Wir sind dieses Mal nach Stanstad geflogen und dann mit dem Express-Zug nach zur Liverpool Street gefahren – was ich nur empfehlen kann.

This time we flew Stanstead and took the Express train to Liverpool Street. I really can recommend it. 

Wir konnten noch nicht in unser Hotelzimmer und haben in der Gegend um den Bahnhof ein wenig die Zeit überbrückt. Ganz in der Nähe sind die Spitalfield Markets, die wirklich schön sind. – Ein bisschen sehr hipster aber nett und relativ ruhig.

We had to wait some hours before we could go to our hotel so we strolled around near the train station. WE went to the Spitalfield Markets which I recommend. It’s a bit of a hipster-headquarter but nice and quiet.

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Kensington Gardens – Ich genieße die Aussicht.

Kensington Gardens – Enjoying the view.

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Diese Reise sollte übrigens irgendwie im Zeichen meiner beiden Lieblingsserien stehen. Doch davon später mehr.

This trip seemed to be characterized by two of my favourite TV-Shows but I’ll tell you more details later.

Geduldig sein lohnt sich/ Be patient

Auf ravelry habe ich  vor einiger Zeit von einer Crowdfunding-Aktion gelesen, mit deren Hilfe eine Zwirnmaschine für die äußeren Hebriden angeschafft werden sollte. (Wer mehr dazu lesen möchte, kann dies in der zugehörigen ravelry-Gruppe tun.)

Kurz entschlossen habe ich mich das erste Mal in meinem Leben an einer solchen Aktion beteiligt und mir dafür Wolle gewünscht.

Nach Abschluss des Ganzen stand fest, dass das Geld nicht ganz gereicht hat, da einige Teilnehmer ihre Geldbeträge zurückgezogen hatten, ohne dass das für die anderen ersichtlich war.  Durch die überwältigende Resonanz und das Chaos, dass die Plattform angerichtet hatte, war die Initiatorin Joan zunächst etwas überfordert. Ich hatte zuletzt schon gar nicht mehr damit gerechnet, überhaupt noch die Wolle zu bekommen. Der Gedanke, dass mein bisschen Geld auch dazu beitragen würde, den Menschen dort zu helfen, ihr Einkommen zu verbessern, hat mir ehrlich gesagt schon gereicht.

Nachdem ich das Alles fast schon verdrängt hatte, erhielt ich eine E-Mail von Joan mit der Nachricht, dass sie mir das Garn gern zusenden würde! 🙂

Hurra! Also doch Wolle für mich. 1 Kilo schottische Wolle!

Leider ging es so weiter wie es angefangen hatte: Mit Warten. Die Wolle kam und kam nicht. Erfahrungsgemäß dauern Lieferungen aus Großbritannien zwei – drei Tage oder Wochen bishin zu Monaten. Dazwischen gibt es fast nichts. Trotzdem habe ich sehnsüchtig auf den Paketboten gewartet. Samstag war es dann im Zustellfahrzeug! – Leider sind wir gute 5 Minuten, bevor das Postauto bei uns war weggefahren. Das Auto habe ich noch gesehen…

Also musste ich mich bis Montag gedulden und dann zur Post stiefeln…

A crowdfunding-project caught my attention a while ago: Joan tried to raise money for buying a wool twister. She lives on one of the islands of the Outer Hebrides in Scotland and it’s very difficult there to make a living.

I liked the way she wanted to improve their local wool „industry“ and  so I pledged some money. Due to some chaos the crowdfunding-platform caused and the massive pledges, e-mails and messages from all over the world Joan (who is in charge of that project) was overwhelmed and took some time to sort everything out. Unfortunately it turned out that she hasn’t raised enough money to buy the machine now but she is still collecting some money and will buy the wool twister hopefully by the end of this year.

Due to all this chaos I never thought I’d see the wool I pledged for but it was okay for me. I thought if she was able to buy that machine in the end I’d be fine with it as I helped a tiny tiny bit with it. But then I got a really nice e-mail from Joan and she promised me to send the wool the next days.

I don’t know what it is but receiving something via Royal Mail feels always like gambling… Either you receive it within two or three days or it will take several weeks or even months. And I’ll guess it: I had to wait. And wait. And…

Finally I missed the postman as we had to keep an appointment. I could see his car driving towards our house… So again I had to wait – until Monday. And then finally! The wool was there!

Ich habe das Päckchen also ganz vorsichtig aufgeschnitten…

I cut the parcel open – very carefully…

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Und konnte es kaum glauben, aber da waren sie: Zwei Konen mit wunderschöner grüner Wolle! Auf den ersten Blick einfarbig, hat das Grün ganz viel Spiel: Verschiedene Grüntöne und sogar ein bisschen Blau sind darin. Auf Englisch nennt man das „heathered“, ich glaube auf Deutsch gibt es da gar keinen Begriff für.

And I couldn’t believe it – but there they were: Two cones of lovely green wool! At first it seems to have one beautiful rich tone of green but if you look closer there are different shades of green and even blue in it. It makes a great heathered wool.

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Etwas Schönes in der Welt/ Some beauty in the world

Ich sitze hier und kann gerade nicht schlafen. Die Nacht ist schwül und durch den vielen Regen der letzten Zeit ist alles voller Mücken.  Ich bin immer noch völlig ausgelaugt, schlafe seit Wochen kaum noch und kann mich kaum konzentrieren. Hinzu kommt noch das eine oder andere bei der Arbeit, das mich emotional stark mitnimmt. Außerdem ist die Welt verrückt geworden. So viele Anschläge und durchgedrehte Menschen in letzter Zeit – und nun auch noch in München. Das ist mir gerade alles zu viel. Also habe ich ein bisschen Büroarbeit erledigt und möchte jetzt mal was Schönes zur Abwechslung sehen.  Deswegen zeige ich euch noch ein paar Fotos von unserer Hochzeit.

I can’t sleep. It’s hot and humid outside and due to the rain during the last weeks it’s all full of gnats. I still have a mental and physical burnout, suffer from insomnia since weeks and barely can concentrate on anything. Plus there are some things at work that makes me wanna cry constantly. And the world has gone mad. So many shootings and assaults and just mad people – and yesterday/ today also in Munich. That’s just far too much. So I did some office work and now I feel the urge to see some beauty, just some nice things. So I’ll show you some photos of our wedding.

http://samuelfigueroa.com
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Passt auf euch auf!

Take care!

Scheint, als ob wir nicht aufhören können zu feiern/ Seems we can’t stop celebrating

In letzter Zeit war es hier stiller als ich mir das gewünscht hätte. Der Grund, war aber ein schöner:

Wir haben geheiratet!

Das da rundherum einiges zu tun war, werdet ihr vielleicht verstehen. Wir haben mit dem engsten Familienkreis und unseren engen Freunden bei uns Zuhause gefeiert. Das hieß allerdings auch, dass unser Haus innerhalb von gut zweieinhalb Monaten vorzeigbar sein sollte. Außer schlafen, Wände streichen, Kisten auspacken und Möbel aufbauen haben wir in der Zeit eigentlich nicht getan.

Dafür war es ein sehr schöner Tag. – Es hat sich also gelohnt.

Die Fotos hat ein guter Freund von uns gemacht – wie ich finde sind sie wundervoll geworden. (Mehr von ihm findet ihr hier.)

Da ich nicht weiß, ob mein Mann es möchte, wenn ich Fotos von ihm veröffentliche, gibt es ein paar Fotos von mir und der Deko, mit der uns meine Schwiegermutter sehr geholfen hat.

There is a reason why I didn’t write as much as I wanted to:

We got married!

Maybe you’ll understand that it was a bit too stressful to think about writing here. We celebrated that special day with our closest family and friends in our new house. So we had something about two and a half month to get everything done in our house. 

Of course I have some photos to show. A good friend took them and he did a great job. (If you’d like to see more photos from him click here.)

I don’t know if my husband would like to see some photos showing him on the internet. (And I can’t ask him now.) So you have to be content with photos showing me and some decoration. (My mother in law helped a lot with the latter.)


Hier kann man das Gesicht von meinem Mann nicht wirklich gut sehen. Ich hoffe, dass das also ok für ihn ist.

I hope one can’t see his face good enough so my husband should be fine with taking that photo.

http://samuelfigueroa.com
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Die Stola habe übrigens ich gestrickt.

I knitted the shawl btw.

http://samuelfigueroa.com
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Unser „Motto“ war wie ihr seht Bücher und ganz besonders eines, dass ich sehr mag (und mein Mann ganz gut findet. 😉 ) – Jane Eyre.

We had a very bookish reception and there was especially one book which I like most (and my husband is fine with it 😉 ) – Jane Eyre.

http://samuelfigueroa.com
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Um nicht alles in einen Beitrag zu packen, werdet ihr damit leben müssen, dass ich euch die Deko, das Essen und vielleicht sonst noch das eine oder andere genauer erzähle.

I don’t want to put too many photos into this posting. So you have to live with some other postings showing you more of the decoration, the food and maybe telling you other stories of that day too.